Projekt Selbstversorger Garten

Das Feld sieht so fantastisch aus! Ich bin da leider zu faul für. Mehrjährige Stauden stressen mich viel weniger als Fruchtfolge und die regelmäßige Saat :D

Umso mehr bewundere ich so fantastische Beete <3
 
  • Die Ernte ist in vollen Gange. Schattenmorellen, Weinweichsel, rote und weiße Johanisbeeren, Frühkartoffel, Gurken, Zuchini, Kümmel und die vom Frost verschonte Aprikosen. Seit Ende Februar waren es nur 93 Liter Regen, vieles ist nicht so wie es sein sollte um diese Zeit. Die große Hitze hat viel schaden angerichtet, viel Obst wurde abgeworfen. Auch für Nutzinsekten war es eine schwere Zeit, Bienen und Hummel haben dankbar das bereitgestellte Wasser angenommen. Das Wasser war für Vögel, Eidechsen und Igel gedacht.Die Eidechseneier sind in den Kartoffelbalken vertrocknet, das este mal habe ich das gesehen. Die este Tomate wird rot, wenn auch das pflanzen wegen der Kälte erst um den 17. Mai angefangen hat. Hummel und Bienen haben jetzt einen gedeckten Tisch, die Artischoken beginnen zu blühen.
     

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    Dieses Jahr war für die Selbstversoger kein Zuckerschlecken. Die Kartoffeln sind im Boden verwelkt, das Wurzelgemüse ist auch nicht sonderlich gelungen, die Zwiebel und Knoblauch so lala, Zuckermais war in einer Woche reif. Bei den Tomaten, Paprika und Auberginen war der Ertrag ein Viertel des Normalen, Melonen , Bohnen sind fast ganz ausgefallen, Der Kohl sieht recht gut aus. Meine Kräfte sind dieses Jahr wohl stark strapaziert gewesen, die große Hitze und die Tockenheit, ich spüre alle meine Gelencke. Regen etwa 150 Liter ( dieses Jahr bis Dato) und Temperaturen um 40 Grad waren schon ausergewöhnlich dieses Jahr. Auch neue Krankheiten un Schädlinge sind bei uns angekommen.
     

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  • Charly, wo gärtnerst Du?
    Du schreibst 150 ml Niederschlag? Bist Du in Afrika?
    Deine Paprika sind schön, auch das Weisskraut macht einen guten Eindruck.

    Bei uns im Erzgebirge war es auch sehr heiß, viele Tage über 30 Grad, Niederschlag
    550 bis 600 Liter je qm kumulativ bis heute.
     
  • Charly schreibt: 150 Liter dieses Jahr bis dato. Kann wohl nicht ganz stimmen.
    Jedenfalls war es in vielen Gebieten sehr heiß trocken.
    Habe jetzt mein Ackerland um 50 % reduziert, abgesät. Weil zu heiß und zu trocken.
     
  • Macht einer von euch Sauerkraut ?
    Ich habe nun dieses Jahr mal zur Probe mit einem Glas gestartet und wir wollen eben nächstes Jahr mehr Kohl anbauen .
    Habt ihr da auch eine Sortenempfehlung ?
     
    Frag mal @schwäble

     
    @Gartenomi
    Wir holen unser Original Filderkraut alljährlich beim Filderkrautbauern.
    Filderkraut ist eine besondere Art Spitzkohl. Welches schneller saftet als andere Kohlsorten.
    Wir hobeln unser Kraut mit einem 3-klingigen Krauthobel und lassen es in einem steinernen Gärtopf mit Wasserrille und Deckel vergären. Nach jedem gehobelten Kopf kommen gewichtsbezogen 20 Gramm Tafelsalz pro Kilogramm auf das Hobelgut. Dann wird gestampft damit sich das Kraut zum Einen verdichtet und zum Anderen die Kapillaren zerdrückt werden.
    Ist sämtliches gehobeltes Kraut im Gärtopf kommen zum beschweren 2 halbrunde Steinringe drauf.
    Der Gärtopf steht am Anfang auf einem Tuch auf der Fussbodenheizung in der Wohnküche. Ist die Gärung in vollem Gange kommt dieser auf die kühlere Kellertreppe .
    Wird das Kraut für unser Befinden zu sauer wird es in Schraubgläser eingekocht.

    Trotz allein mindestens 400qm Anbaufläche in Erde in 2 Gärten (dazu kommen noch fast unzählige Kübel und mehrere Mörtelwannen) bauen wir aus Prinzip keinen Kohl an.
     

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  • Ich nehme sehr gerne das Türkische Kraut, das ist ein sehr weiches saftiges Kraut.
    Aber auch der Spitzkohl ist sehr saftig und fein.
    Ich stelle mein Kraut wenns fertig fermentiert sein soll einfach in den kalten keller.

    Das Kraut hält ohne probleme auch in Weckgläsern gefüllt und verschlossen ,gut ein halbes Jahr , wenns nicht zwischendurch geöffnet wird
     
    Wir haben vor vielen Jahren zu Beginn unserer "Filderkraut-Ära im Osten" das Sauerkraut kalt aus dem Gärtopf in die Schraubverschlussgläser umgefüllt.
    Und siehe da; die Milchsäuregärung ging weiter. Sprich es wurde noch saurer.
    ABER:
    Wir füllen das Sauerkraut doch erst dann in Gläser wenn es beginnt für uns zu sauer zu werden.
    Durch das Erhitzen wird ein noch saurer werden verhindert.
     
    @schwäble
    Danke dir.....

    Hab vorgestern einen alten Bekannten , gelernter Koch und Bauer ( war mal mein Chef ) getroffen und gefragt.
    Mein Probekraut im Glas ( mit Beschwerungsstein ) hat weiter Wasser gezogen und hat einen angenehmen Duft .
    Heute Morgen kurz Luft abgelassen und gleich wieder geschlossen.
    Es arbeitet auf jeden Fall darinnen und ich freu mich.
    Klappt es , so lege ich mir auch einen kleineren Gärtopf zu.

    Wir haben nicht ganz 300 qm und bauen verschiedenen Kohl an .
    Einfach in Mischkultur und echt ohne Probleme .
     
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