Ich habe mich bezüglich der Wurzel der rechten Pflanze wohl geirrt. Als sie jetzt genauer begutachtete, war auffällig, dass sich der Trieb in den unteren Zentimetern oberhalb der Wurzel leicht zusammendrücken ließ (dort, wo der Trieb etwas dunkler erscheint). Ein Schnitt durch den Trieb zeigte, dass er innen genau so abgestorben war, wie bei der linken Pflanze. Links die beiden Teile der Pflanze mit Wurzel, rechts ein Stück von der Pflanze, bei der schon keine Wurzel mehr vorhanden war:
Ob es sich nur um einen verfaulten Wurzelhals oder auch eine abgestorbene Wurzel handelt kann ich nicht beurteilen. Wenn ich aber davon ausgehe, dass beide Schäden die gleiche Ursache haben, dann war die größere Pflanze nur in einem noch nicht so fortgeschrittenem Stadium. Dieses Problem hatte ich bei Pelargonien noch nie. Bislang hatten sich diese Pflanzen hier als sehr robust gezeigt. Sie sind von Anfang an kaum gewachsen und haben damit auch kaum Wasser verbraucht. Deshalb war die Erde in den Töpfen fast immer nass.
Ich habe die Spitzen der beiden Triebe viel weiter oben abgeschnitten und in einen Auszug aus Silber-Weiden-Trieben gestellt:
Vielleicht bilden sich neue Wurzeln. Weidenwasser hatte ich noch nie benutzt. Damit möchte ich etwas experimentieren.
Meine Stecklinge kommen gleich in die Erde - vor 4 Wochen gesteckt..
Bei Pelargonien-Stecklingen hatte ich meist Ausfallraten von etwa 50 %. Bei Edel-Pelargonien (Pelargonium grandiflorum) noch erheblich höher. Ob in Wasser oder Aussaaterde oder Torf/Sand machte da keinen Unterschied. Zehn Stecklinge in Wasser nehmen aber weniger Platz in Anspruch als als zehn Töpfe und ich erkenne die Bewurzelung früh. Kritisch scheint aber das Eintopfen der in Wasser bewurzelten Stecklinge zu sein. Danach sind mir schon einige abgekippt. Das alles aber meist erst zum Saisonende, wenn's ans Überwintern geht.