Geranien mickern

Pluto

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Raum Hannover
Zwei letztes Jahr aus Stecklingen gezogene Geranien (eigentlich Pelargonium zonale) wollen nicht wachsen. Eine rot blühende rechts neben einer zur gleichen Zeit entstandenen Pflanze:
Mikrige rote Geranie 20260929.webp

Und eine rot-weiße rechts neben einer normal wachsenden Geranie:
Mikrige rosa Geranie 20260929.webp

Die Erde und sonstigen Bedingungen sollten in etwa gleich sein. Warum mickern die beiden Pflanzen?
 
  • Hast Du nachgesehen, ob da jemand im Topf an den Wurzeln frisst?
    Da werde ich heute buddeln. Tatsächlich haben wir hier immer wieder Mai-, Juni-, Gartenlaub- und Purzelkäfer im Boden. In Töpfen fand ich, wenn ich mich recht erinnere, noch keine.

    Meine Vermutung geht eher in die Richtung, dass die Stecklinge nicht richtig bewurzelt sind. Ich stelle sie gewöhnlich in Wasser. Vielleicht waren es Stecklinge die erst sehr spät noch Wurzeln gebildet hatten und deren Leitsystem schon Schaden genommen hatte. Dazu müsste ich aber die Historie jedes einzelnen Stecklings protokollieren. Ich habe häufig erlebt, dass im Wasser bewurzelte Stecklinge nach dem Eintopfen gestorben sind.
     
  • Ich habe beide Pflanzen ausgegraben. Schädlinge habe ich nicht gefunden, aber eine Pflanze hat gar keine Wurzeln mehr und der unterirdische Triebteil ist matschig geworden. Die andere hat wenige dunkle Wurzeln:
    Mikrige Geranie ausgegraben 20260930.webp
    Früher hatte ich Geranien ausgepflanzt und vor dem ersten Frost wieder ausgegraben. Da hatte ich mich über ähnlich schwache und dunkle Wuzeln gewundert. Könnte also normal sein.

    Die beiden Triebe stehen nun in erstmal in Wasser. Es loht sich vermutlich aber nicht, sie zu erhalten.
     
  • Ich habe mich bezüglich der Wurzel der rechten Pflanze wohl geirrt. Als sie jetzt genauer begutachtete, war auffällig, dass sich der Trieb in den unteren Zentimetern oberhalb der Wurzel leicht zusammendrücken ließ (dort, wo der Trieb etwas dunkler erscheint). Ein Schnitt durch den Trieb zeigte, dass er innen genau so abgestorben war, wie bei der linken Pflanze. Links die beiden Teile der Pflanze mit Wurzel, rechts ein Stück von der Pflanze, bei der schon keine Wurzel mehr vorhanden war:
    Pelargonien Triebe Fäulnis 20261002.webp

    Ob es sich nur um einen verfaulten Wurzelhals oder auch eine abgestorbene Wurzel handelt kann ich nicht beurteilen. Wenn ich aber davon ausgehe, dass beide Schäden die gleiche Ursache haben, dann war die größere Pflanze nur in einem noch nicht so fortgeschrittenem Stadium. Dieses Problem hatte ich bei Pelargonien noch nie. Bislang hatten sich diese Pflanzen hier als sehr robust gezeigt. Sie sind von Anfang an kaum gewachsen und haben damit auch kaum Wasser verbraucht. Deshalb war die Erde in den Töpfen fast immer nass.

    Ich habe die Spitzen der beiden Triebe viel weiter oben abgeschnitten und in einen Auszug aus Silber-Weiden-Trieben gestellt:
    Pelargonien Triebe in WW 20261002.webp

    Vielleicht bilden sich neue Wurzeln. Weidenwasser hatte ich noch nie benutzt. Damit möchte ich etwas experimentieren.

    Meine Stecklinge kommen gleich in die Erde - vor 4 Wochen gesteckt..
    Bei Pelargonien-Stecklingen hatte ich meist Ausfallraten von etwa 50 %. Bei Edel-Pelargonien (Pelargonium grandiflorum) noch erheblich höher. Ob in Wasser oder Aussaaterde oder Torf/Sand machte da keinen Unterschied. Zehn Stecklinge in Wasser nehmen aber weniger Platz in Anspruch als als zehn Töpfe und ich erkenne die Bewurzelung früh. Kritisch scheint aber das Eintopfen der in Wasser bewurzelten Stecklinge zu sein. Danach sind mir schon einige abgekippt. Das alles aber meist erst zum Saisonende, wenn's ans Überwintern geht.
     
    Die Stecklinge brauchen nach dem eintopfen Wasser,Wärme und Licht.
    Das heißt ein heller Platz vielleicht am Küchenfensterbrett wäre ideal. Wasser nur sehr wenig geben, aber auch nicht zu trocken halten, dann klappts mit Stecklingen ziehen.

    Ich mach das meist so um den Jänner, dann sind sie gerade richtig im Frühjahr zum raus setzen.
     
    Von Led Lampen bei Geranienstecklingen halte ich nichts, habt ihr im Haus keine Fensterbretter wo die übern Winter stehen könnten?
     
  • Das ist meine ich Pythium. Die Pflanzen stehen zu nass und fett. Vielleicht hast Du sie auch erst spät als Steckling geschnitten und jetzt können sie im Herbst nicht mehr richtig durchstarten. Ich würde einfach nicht mehr gießen und düngen, vielleicht erholt sich da ja noch was, sehe aber eher schwarz. Gibts Previcur N noch? Das wäre hier angebracht.
     
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