Was kann man mit Mahonien-Früchten anfangen

Bernd Ka.

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Regensburg
Unsere Mahonien tragen dieses Jahr besonders viel Früchte.
Viele sagen, nur die Vögel mögen diese Beeren.
Doch geht da nicht mehr?
Oder brauchen diese Früchte, wie Schlehen,
eine besondere Behandlung?
Nur abschneiden und kompostieren wäre mir zu schade.
Habt ihr Ideen?
 

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  • Google sagt, die Mahonie ist in allen Teilen giftig. In den Beeren ist die Konzentration geringer, aber nicht null. Wäre mir zu heikel. Trotzdem findet man Rezepte für Marmelade. Musst du wissen….
     
    Ich mag sowieso Erdbeermarmelade viel lieber.
    Aber dachte ich mir schon und sehen dabei so gesund aus.
    Hab mal einige angeknabbert, schmecken fruchtig-sauer,
    doch runtergeschluckt hab ich nichts. Was der Bauer nicht kennt...
     
  • Sehr interessant die Seite. Das Kochen zerstört den Bitterstoff,
    aber auch wertvolle Vitamine.Wäre mal einen Versuch wert,
    700 gr Früchte, 500 gr Zucker und etwas Säure sind immer
    im Haus. Bin auf den Gerschmack gespannt.
    Nur eine Frage noch: Wann erntet man die Beeren?
    Ich denke mal, wenn sie sich leicht zerdrücken lassen.
     
    Auf deine Geschmackserfahrung bin ich ebenfalls sehr gespannt. Ob sich da neue Zungenabenteuer auftun, die mit den üblichen Gartenbeeren konkurrieren können?

    Ich denke mal, wenn sie sich leicht zerdrücken lassen.
    Bei den Beeren, die ich so kenne, wäre das schon reichlich spät, die würden dann mehlig. Blaubeeren zB hätten dann ihren besten Erntezeitpunkt schon überschritten. Je nach Standort/Sonnenlicht fangen meine Mahonienbeeren schon an zu schrumpfen.
     
    Hier mal zwei Abschnitte von folgender Seite:


    Zitat Anfang: Ist die Mahonie giftig?

    In der Ernährung der indigenen Bevölkerung Nordamerikas sind Mahonienbeeren weit verbreitet. Sie sind demzufolge nicht ausgesprochen giftig, aber auf den Genuss sollte man besser verzichten. Nicht nur dass sie mit ihrem sauren Geschmack nicht unbedingt zum Verzehr einladen, sie enthalten das Alkaloid Berberin, das als erbgutverändernd gilt. Daher sind auch Marmelade, Gelee und Saft ein unnötiges Risiko. Davon abgesehen führen sie in größeren Mengen genossen zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

    In der Naturheilkunde verwendet man die Mahonie gegen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Akne, und die Homöopathie nutzt Mahonia-Globuli gegen Hautausschläge. Auch beim Tee aus Rinde und Wurzeln sollte man Vorsicht walten lassen, denn sie können Nierenreizungen hervorrufen und das Bewusstsein eintrüben. In kleinen Mengen werden sie von einigen indigenen Völkern gegen Durchfallerkrankungen eingesetzt.

    Welche Mahonien sind essbar?​

    Eigentlich sollte man auf Mahonienbeeren lieber verzichten. Bei einigen Stämmen der nordamerikanischen Indianer sind sie eine willkommene Nahrung, und sie wird auch in Europa bisweilen zu Saft, Marmelade und Gelee verarbeitet. Heute weiß man allerdings, dass die Pflanzen das Alkaloid Berberin enthalten, das in größeren Mengen nicht nur zu Bewusstseinseintrübung, Übelkeit und Brechdurchfall führt, sondern auch mutagen wirkt und damit Krebs auslösen kann. Zitat Ende

    Einen Hinweis auf unterschiedliche Giftigkeit je nach Zustand roh oder gekocht findet man hier nicht, auch nicht bei Wiki.
     
  • Ich finde das Thema sehr interessant.
    Hier z.B.
    steht
    "Vollreife Beeren enthalten nur winzige Mengen giftige Alkaloide (0,05 %), sie bauen sich beim Lagern und Trocknen ab."

    Und hier
    heißt es:
    "Wurzel, Blätter und verholzte Teile der Mahonie enthalten den Wirkstoff Berberin und andere Alkaloide, die bei Einnahme zu Brechreiz und anderen toxischen Erkrankungen führen können. Die Beeren sind nur sehr schwach giftig und können durch kochen verarbeitet werden. Durch Erhitzung wird Berberin umgewandelt und in der Heilkunde und Medizin angewandt."

    Es geht wohl auch nicht darum, nun große Mengen zu verarbeiten und zu verspeisen, sondern einen neuen Geschmack zu testen. Und es geht auch nur um die Früchte, nicht um Blattwerk oder Holz, was ja sehr viel mehr Berberin enthält.
     
  • es gibt rezepte zu mahonienbeeren. www: 'Sie sind essbar, schmecken roh aber extrem sauer, weshalb sie meist zu vitaminreichem Gelee, Saft oder Sirup verarbeitet werden. Wegen ihrer Kerne sollten sie idealerweise passiert werden.'

    ich weiß nicht, ob ich mir die mühe machen würde für fragwürdigen geschmack (und ich mache viel ein). für gelee müssen sie gekocht werden, damit ist der vitamingehalt geschichte.
     
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