Makro und Fotoleidenschaften (ein Kreativ-Blog)

Ja, durchaus verständlich, gerade das Terpentin ist ziemlich pieksig in der Nase, ich benutze Balsam Terpentinöl mit Leinöl zusammen. Nicht in sehr hoher Konzentration, aber es reicht daß die Hütte riecht.
Die Ölfarbe selbst riech ich aber ganz gern.
 
  • und ich sehe ja schon, die Form ist kein Gegner.
    ähm .. sah so aus .. aber Form ist tatsächlich ein Problem für mich. Male ich etwas einfach so hin, passt es bald „hinten und vorne“ nicht zusammen. Während ich male, wird mein Motiv immer größer, und wenn der Umriss fix ist, weiß ich nicht, wie ich alles hineinbekomme, das hineingehört. Kämpfe gerade mit einem diesbezüglich doch wirklich einfachen Objekt. Finger gingen, aber Augen, Nase, Mund .. das wird noch dauern, bis ich mich da rantraue.
     
    Oh, entschuldige Fjäril, ich hab Deine Antwort nicht gesehen. Hmm, also dann würde ich tatsächlich vorschlagen, den ganz klassischen Weg zu gehen und erstmal Proportionen lernen im Gesicht. Frei malen, intuitiv ohne Bezug auf Verhältnismäßigkeit und Perspektiven wird dann komisch, wie ich öfters bitter feststellen muß.

    Während ich male, wird mein Motiv immer größer, und wenn der Umriss fix ist, weiß ich nicht, wie ich alles hineinbekomme, das hineingehört.

    Ja, das hört sich an, als ob Du wirklich erst die Konturen malst. Entscheidend sind aber die Achsen. Wenn die stimmen, passen sich die Konturen an und umgekehrt, es ist ein Hineinfinden.
    Der Schädel und überhaupt das Thema Anatomie hat ganz strenge Verhältnismäßigkeiten, die muß man üben.
    Diese junge Künstlerin hat einen ganz hervorragenden Kanal, ich sehe sie ständig auf Instagram. Zu Anfang hat sie auch nur frei irgendwelche Prominente gezeichnet, aber man merkt sofort, wenn Künstler sich den Loomis-Kopf zur Basis machen.

     
  • Im übrigen, hab ich mir nicht ne schöne Wachsdecke zum Schutz meines Schreibtisches gekauft?

    1000003823.webp
     
  • Der Schädel und überhaupt das Thema Anatomie hat ganz strenge Verhältnismäßigkeiten, die muß man üben.
    Tja, üben .. nach der großen Operation und dem Schock, dass ich wegen Krebs Chemotherapie machen müsse, und dann .. nein, bin zu schwach dafür und der Darm ist ja auch vorgeschädigt, wir schauen erst mal alle 3 Monate ob .. ist mir nicht so wirklich danach. Da male ich lieber was Einfaches und mache es mir auch so einfach wie möglich, jedenfalls meistens. Ab und zu reizt es mich jedoch was auszuprobieren.
    Und nein, ich zeichne nicht unbedingt zuerst die Konturen, es kommt drauf an, was es ist.

    Wie machst Du es mit der Ölfarbe und Portraits? Mit Bleistift auf dem Papier rumzeichnen ist da ja nicht angeraten.
     
    Ja klar, Fjäril, das alles mal vorausgesetzt, was Du da mit Dir rumträgst. Alles andere kommt drumherum. Die Malerei soll Dich kräftigen, im Herzen, und nicht bremsen.

    Ja doch, ich hebel mir schon den Bleistift auf das grundierte Papier, bloß, da hab ich mich im Vorfeld schon in eine Reinzeichnung herangetastet, und kopier mir nur die wichtigen Eckdaten. Sprich, mit Kohlepapier. Nicht zu stark, man braucht letztlich nur schwache Punkte, die Malerei geschieht ja nun dann doch nur intuitiv.
     
  • Wir haben im Laden die von Dir erwähnte Schmincke Norma Blue, ja hol sie Dir mal, kann nicht schaden.
    Ich habe nun Violett, Magenta und gebrannten Ocker von Schmincke Norma Blue probiert, und ich weiß wirklich nicht, was das soll mit der „Werkspur“. Ohne diese „Information“ hätte ich die Farben schon viel früher probiert, der Preis hätte mich nicht gestört. Tatsächlich bin ich skeptisch bei Farben, die so billig sind wie Lukas Berlin. Wäre interessant, wie das Saftgrün ist .. sowohl bei Artisan als auch bei Lukas Berlin ist die Konsistenz so, dass selbst Marderhaarpinsel Furchen in dünnsten Farbauftrag machen. Die Farbe kann also fast nur gemischt mit einer zäheren benutzt werden. Oft ist es ohnehin besser Grün aus Blau und Gelb zu machen, aber manchmal hätte ich auch gerne nicht bläuliches dunkles Grün.
    2026MÖlPorBot1.webp
    Ich habe ein von Botticelli gemaltes Portrait gefunden, das mir als „Einstiegsmodell“ geeignet scheint. Raster drüber, Raster auf´s Papier, zeichnen, in Streifen schneiden und ganz nahe hinlegen auf das Ölmalpapier, wo ich mit Buntstift abzeichne .. kaum ist die Vorzeichnung etwas weiter weg, habe ich zu wenig Orientierung. Ich kann nur bewundernd zusehen, wie Leute in Videos zielsicher auf eine leere Fläche was hinzeichnen, das dann auch passt. Transferpapier wäre natürlich auch eine Möglichkeit ..
     
    Hmmhmm, ich sehe, Du nutzt schon fleißig Vorlagen. Die Rastermethode ist recht hilfreich, man merkt recht früh, ob da Linien verrutscht sind. Es bleibt aber eine zweidimensionale Angelegenheit.
    Wie die Leuts hinkriegen, auf einer leeren Fläche zu malen, ja das ist die angesprochene Verhältnismäßigkeit, der Raster im Loomis-Kopf. Und wenn der genutzt wird, fängt ein Kopf an sich zu drehen, er wird dreidimensional. Weil die Achsen immer gleich bleiben.
     
  • Danke Dir. Ja, ich merk immer wieder, daß es den Hintergrundkontrast braucht, um gescheite Tonwerte zu bekommen. Es bleibt viel zu hell meist.
     
    Oh bitte bitte mal zeigen, wenn Du es versuchst.
    So viel ging an einem guten Tag, jetzt wartet es auf den nächsten, an dem ich mich traue weiter zu machen.
    Habe das gebrannte Ocker von Norma Blue verwendet, natürlich viel Weiß, etwas gebrannte Siena, Umbra natur und Umbra gebrannt. Der Mund sollte noch etwas mehr Rot bekommen, weiß noch nicht, wie ich das mache.
    2026MÖlPorBotti1.webp
     
    In letzter Zeit übersehe ich immer die Beiträge hier im Makro, wie kann das eigentlich passieren, hm?

    Nun gut, die Hauttöne sind doch gut, ich mag auch gern Ockertöne.

    Ich brauch ne Pause vom alten Knecht, der Hintergrund und große Teile vom Bart sind fertig, fehlt noch Stirn und Augenbrauen.

    1000004016.webp


    Ich brauch wieder Farbe. Sind aber ja nur die ersten zarten Schichten, ich entschärfe gleich den Rosaton.

    1000004053.webp
     
    Das wird auf dem Laptop vielleicht auch nicht besser, ist ja nur schnell mit dem Smartphone fotografiert.
    ;) Dein Bild soll ja auch nicht besser (oder schlechter) werden, sondern einfach nur sichtbarer. Was sieht man schon vernünftig am Handy! (Ja ich weiß, es gibt so Sehvirtuosen, die am Handy Filme schauen. Meine Nichte! Von mir hat sie das nicht.)

    Jetzt weiß ich wenigstens sicher, dass ich das Auge sehr toll finde! :love:
     
  • Zurück
    Oben Unten