Erde in Pflanzsäcken-Empfehlungen

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Hallo liebe Community!

Letztes Jahr hatte ich totale Probleme mit meiner Jungpflanzenanzucht und zum Teil war es ein Problem der Erde.

Mich würde interessieren welche Erde, in Pflanzsäcken, ihr benutzt.

Hat sich die Qualität verändert?
 
  • Ich habe dieses Jahr zur Anzucht Floragard TKS2 benutzt, und so eine tolle, unkomplizierte Anzucht hatte ich schon lange nicht mehr.
    Kein Viechzeug, keine Mängel... ich nehme jetzt nur noch das für die Anzucht.
    Früher schwor ich auf Compo, aber damit habe ich mir die letzten Jahre leider nur Trauermücken ins Haus geholt, egal aus welcher Bezugsquelle die Säcke stammten.
    Habe auch einige andere ausprobiert... bleibe definitiv bei Floragard.
     
    Meine Erfahrungen:

    -Rotweißgestreifte Eigenmarke vom großen O:
    Kann ich nicht empfehlen.
    Tomaten sind grosteils in der Hobbyanzucht eingegangen.

    -Floragard tks2:
    Total toll, (habe ich drei Jahre benutzt) aber die die Zusammensetztung ist für mich schwierig Weiß- und Schwarztorf ist enthalten...
     
  • Das Thema ist nicht ganz einfach.

    Mit allen Erden (Compo, Dehner, Raiffeisen sowie Toom-Eigenmarken, aber auch TKS2), mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich gleichermaßen auch schlechte Erfahrungen gemacht.

    Und ich mutmaße, dass dies an überlagerter oder falsch gelagerter Erde (in den Läden) liegt.

    Meine Probleme waren kein (ordentliches) Wachstum der Keimlinge/Jungpflanzen bei Stickstoffmangel, schlechte Wasserspeicherfähigkeit bzw. Verschlämmung, Verdichtung der Erde, Trauermücken, Schimmel, Keimprobleme und Auflauf- bzw. Umfallkrankheiten.

    Und problematisch war immer der erste Sack der Saison, den ich meist im Dez/Jan gekauft habe wegen der zeitigen Chili-Aussaat.

    Bei uns liegen die Säcke in den Baumärkten und Garten-Centern ganzjährig draußen bei Wind & Wetter auf den Paletten. Und das vermute ich ist problematisch. Gerade wenn die Säcke lang liegen weil im Winter kein Bedarf bei der Kundschaft besteht.

    Mittlerweile kaufe ich bereits zur Hauptpflanzsaison oder im Sommer (wenn also die Erde schnell abverkauft wird und nie lang auf Paletten bei Wind & Wetter liegen) einen Sack Erde, lagere ihn wettergeschützt im Keller ein und verwende diesen dann für Aussaat und Aufzucht.

    Seither zumindest keine Probleme mehr.
     
  • Mittlerweile kaufe ich bereits zur Hauptpflanzsaison oder im Sommer (wenn also die Erde schnell abverkauft wird und nie lang auf Paletten bei Wind & Wetter liegen) einen Sack Erde, lagere ihn wettergeschützt im Keller ein und verwende diesen dann für Aussaat und Aufzucht.

    Seither zumindest keine Probleme mehr.
    So mache ich es auch.

    Trauermücken finde ich persönlich aber nicht so schlimm. Hatte noch nie Schaden dadurch gehabt.
    Womit ich jedes Jahr Probleme habe, sind die Physalis. Aber egal mit welcher Erde.
    Am Anfang meines Anbaus lief es sehr gut mit denen. Warum dass dann nicht mehr klappte, kann ich leider nicht sagen.
     
    Trauermücken finde ich persönlich aber nicht so schlimm. Hatte noch nie Schaden dadurch gehabt.
    Das kann ich leider nicht sagen... hier war es katastrophal.
    Aber das lässt sich zum Glück ja verhindern.

    @Supernovae eine sehr gute torffreie Anzuchterde ist die Erde von Ökohum! Nicht ganz günstig, nicht stark gedüngt... aber das lässt sich ja nach der kritischen Anfangsphase (für die sie ausreichend gedüngt ist!) sehr gut selbst regulieren. Diese Erde finde ich auch sehr gut. Mit der habe ich letztes und auch dieses Jahr wieder sehr gute Erfahrungen gemacht. (Habe sie parallel zum Floragard Substrat verwendet.)
     
  • Ja, ich gebe dir recht, @Sunfreak.
    Abgelagerte, ausgewaschene Erde ist sicher nicht zu empfehlen.

    Ich kaufe meine Erde auch spätestens im September-Oktober (am milden Niederrhein) für das nächste Jahr und lagere es im Keller.

    Trotz des Zeitpunktes des Kaufes habe ich sehr große Unterschiede festgestellt.
    Ich habe keine Ahnung woran es liegt, deshalb gerne eure Erfahrungsberichte.

    @TaxusBaccata, welche Erde benutzt du da?
     
    Das Thema ist nicht ganz einfach.

    Mit allen Erden (Compo, Dehner, Raiffeisen sowie Toom-Eigenmarken, aber auch TKS2), mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich gleichermaßen auch schlechte Erfahrungen gemacht.

    Und ich mutmaße, dass dies an überlagerter oder falsch gelagerter Erde (in den Läden) liegt.
    Was an "Erde" angeboten wird in Säcken, ist im Grunde ein unfertiges Produkt (Aussaaterde oder ähnliches vielleicht ausgenommen). Wurde es trocken gelagert, kann es perfekt sein, wurde es nass, ev. auch noch warm, setzt sich der begonnene Rotteprozess fort und es reichern sich Nährstoffe derart an, dass es für Pflanzen schwierig bis unmöglich ist, Wasser aufzunehmen. Es ist für sie so wie für uns, wenn wir Salzwasser trinken müssen. Besonders Jungpflanzen können eingehen oder zumindest kümmern. Setzt man Pflanzen mit Wurzelballen ein, können sie am Rande ihres Ballens eventuell Nährstoffe aufnehmen, die Nährstoffe in der Umgebung werden dann weniger und sie können ihre Wurzeln weiter ausbreiten. Aber wenn man die Erde zur Aussaat benutzt, hat der Sämling ja nichts anderes und verdurstet (mehr oder weniger oder ganz).
    Ich mische mit vorhandener Erde aus dem Garten, wobei ich auf Kokosfaser umgestiegen bin, weil man die als kleinen, leichten Ziegel kaufen kann. Die meisten "Erden" bekommt man nur in so großen Säcken, dass ich sie ohnehin nicht kaufe, weil ich mehr als 10 kg nicht heben/tragen kann.
     
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