Massiver Verticillium-Befall

Tomiflora

Mitglied
Registriert
10. Juni 2022
Beiträge
949
Hallo Leute,

Ich hoffe, dass mir eventuell jemand einen Rat bezüglich Verticillium geben kann. Ich habe einen massiven Befall aktuell im gesamten Garten. Ich habe das Gefühl, es breitet sich aus wie ein Flächenbrand.
Ich habe keine Ahnung, woran das liegen könnte. Ich muss zusehen, wie mir meine Gemüsepflanzen langsam eingehen.
Habt ihr einen Tipp, wie man das unter Kontrolle bringt ohne Chemie? Oder Erfahrungen, was zu so einem hohen Befallsdruck geführt hat.

Grüße, Tomiflora
 
  • Das ist ja furchtbar, @Tomiflora. :cry:
    Hast du Fotos? Ganz sicher, dass es die Verticiliumwelke ist?

    Oder Erfahrungen, was zu so einem hohen Befallsdruck geführt hat.
    Soweit mir bekannt ist, können die gegenwärtigen Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit zum Problem werden und zu so einem Befallsdruck führen, ich sehe es leider auch bei meinen Pflanzen stellenweise - warm und feucht... da freuen sich die Pilze. :(

    Soweit ich auf die schnelle gesehen habe gibt es in erster Linie vorbeugende Maßnahmen, Pflanzenstärkung, kranke Pflanzen sollten entfernt werden.

    Das ist wirklich eine schwierige Saison. :(
     
    Im Homöopathie-Buch kommt Verticillium nicht vor, und vermutlich kann man jetzt auch nichts mehr machen. Nächstes Jahr von vornherein die Pflanzen mit homöopathischen Mitteln stärken, die gegen Pilze wirksam sind, wäre meine Option.
    Der Grund wird wohl sein, dass heuer besonders günstige Bedingungen für eine Ausbreitung gegeben sind. Und wenn mal eine kritische Menge Pilze bzw. Sporen im Boden bzw. in der Umgebung sind, wird das eine "Lawine".
     
  • @Tomiflora du hattest ja auch mit Azet gedüngt, der angeblich präventiv auch gegen manche Pilzerkrankungen wirkt, geht es den Pflanzen, die damit gedüngt wurden anders? Oder sind alle gleichermaßen betroffen?
     
  • Ich hoffe, dass mir eventuell jemand einen Rat bezüglich Verticillium geben kann. Ich habe einen massiven Befall aktuell im gesamten Garten. Ich habe das Gefühl, es breitet sich aus wie ein Flächenbrand.
    Zeige doch mal Fotos, wie kommst du den auf Verticillium überhaupt?
    Gibt es zwar, kann ich mir aber nicht vorstellen.
     
    @Tomiflora du hattest ja auch mit Azet gedüngt, der angeblich präventiv auch gegen manche Pilzerkrankungen wirkt, geht es den Pflanzen, die damit gedüngt wurden anders? Oder sind alle gleichermaßen betroffen?
    Ja, die sind auch befallen. Die einzigen, die sich noch halten sind die Tomaten.

    Zeige doch mal Fotos, wie kommst du den auf Verticillium überhaupt?
    Gibt es zwar, kann ich mir aber nicht vorstellen.
    Ich mache nachher mal Bilder. Es fängt immer gleich an, dass die Pflanzen zunächst welk sind. Dann sich wieder aufrichten. So geht es zuerst im Wechsel. Aber langsam trocknet dann Blatt für Blatt aus und die Pflanze geht ein. Sieht zuerst aus wie Sonnenschaden. Wenn das Blatt komplett braun ist, dann sieht man auch einen Pilzrasen darauf. Das einzige, was ich im Internet passendes gefunden habe, war eben Verticillium.

    Danke schon mal für eure Antworten.
     
  • Hier ein paar Bilder

    Erbsen sind eingegangen. Ja, sie wurden gegossen.
    1D0B4B3E-ABF3-416F-A5F1-CFB25A6E833F.webp

    Mein Borretsch war zuerst so schön und kräftig. Jetzt stirbt er auch.
    2D112AB8-8BA3-468C-91DD-91F7E34C669C.webpF5FDE02F-D77E-40F0-8F48-3F7569B6C1F4.webp

    Zucchini
    FBBF1452-B05D-4580-90C6-517F978D097E.webp

    Kürbis
    4DF9AEF7-E2A0-4B43-A59B-813F21FCA645.webp

    Paprika
    7910735E-06B4-4AAF-AB9B-C56C08EC6A7F.webp
     

    Anhänge

    • 8B54EE1A-122D-4792-A8BA-AFA4C7544ADF.webp
      8B54EE1A-122D-4792-A8BA-AFA4C7544ADF.webp
      683 KB · Aufrufe: 144
    • 2DCD012A-5D06-4CD9-A5A7-6A528439CF73.webp
      2DCD012A-5D06-4CD9-A5A7-6A528439CF73.webp
      1 MB · Aufrufe: 117
    • 4F6D0A00-6F0D-48E4-9E15-20D45006BB6E.webp
      4F6D0A00-6F0D-48E4-9E15-20D45006BB6E.webp
      585,6 KB · Aufrufe: 126
    Das sieht wirklich traurig aus!
    Ich habe gerade - durch diesen Beitrag animinert - ein erst kürzlich gekauftes Löwenmaul wieder aus dem Boden gezogen und entsorgt. Fing auch damit an, dass es welk aussah, sich wieder erholte, dann noch mehr schlapp machte .. .. Natürlich habe ich es "zu viel" gegossen, diese "aufgeblähten" Saison-Pflanzen haben ja alle einen viel zu kleinen Wurzelballen .. ich hoffe, ich habe mir da nichts Böses eingeschleppt.
     
  • Die hohen Temperaturen mit massiver Sonneneinstrahlung fordern ihren Tribut.
    Stress pur für viele Pflanzen.
    Meist sind die abgestorbenen Blätter, bei der Artischocke zum Beispiel, auch die ältesten. Das ist eigentlich normal.
    Die Paprika, da sehe ich rundum viel Beikraut, dass sollte weg.
    Ausserdem sehe ich rissigen Erdboden, hacken wäre da auch gut und mehr wässern.
    Abgestorbe Blätter entfernen. Das wird wieder, nach Standort Optimierung 😃
    Und ergänzend noch, die Steinmauer kann möglicherweise noch teilweise zusätzlich Wärme abstrahlen.
     
  • Kannst Du mal eine Pflanze am Stiel unten durchschneiden? Ist der braun?
    Nein, sehr wenig bis kaum. Ich muss immer gießen.

    Die hohen Temperaturen mit massiver Sonneneinstrahlung fordern ihren Tribut.
    Stress pur für viele Pflanzen.
    Meist sind die abgestorbenen Blätter, bei der Artischocke zum Beispiel, auch die ältesten. Das ist eigentlich normal.
    Die Paprika, da sehe ich rundum viel Beikraut, dass sollte weg.
    Ausserdem sehe ich rissigen Erdboden, hacken wäre da auch gut und mehr wässern.
    Abgestorbe Blätter entfernen. Das wird wieder, nach Standort Optimierung 😃
    Und ergänzend noch, die Steinmauer kann möglicherweise noch teilweise zusätzlich Wärme abstrahlen.
    Die Artischocke ist nicht mehr gewachsen. Man sieht das leider auf dem Bild schlecht, aber die restlichen Blätter sind auch avital und beginnen zu vertrocknen.
    Die Paprika war zuerst sehr schön und dann hing sie auf einmal und die Blätter fingen an abzusterben. Das Beikraut hatte ich eigentlich gelassen, damit der Boden nicht kahl ist. Aber dann werde ich es entfernen.
    Durchhacken ist natürlich eine Idee. Aber der rissige Boden rührt vom Ton-/Lehmboden. Ich wässere wirklich schon so viel. Aber sobald Mittags die Sonne kommt, ist er furztrocken und steinhart. Es ist extrem heiß bei uns. Zumindest letztes Jahr wuchs alles aber gut, obwohl ich seltener zum Gießen kam.

    Den Mulch habe ich für die Tomaten verbraucht. Da zeigt sich vielleicht auch, dass es zu viele Tomaten waren. Hätte ich weniger, hätte ich mehr für die anderen Pflanzen und mehr Zeit für Pflege. Aber wie gesagt, die abgestorbenen Blätter sind nicht nur trocken. Man sieht auf den Bildern auf dem Borretsch sehr gut, dass dort Pilz drauf ist. Es kam plötzlich. Ich denke, durch neue Erde eingeschleppt.

    Meine Auberginen sind auch tot.
    Habe mir endlich EM und Ackerschachtelhalm bestellt, um den Rest etwas zu stärken. Letztes Jahr habe ich Brennnessel benutzt. Vielleicht hat das die Pflanzen auch stark gemacht.

    Habe vorhin viel gelesen. Der Pilz scheint ein großes Problem in der Landwirtschaft zu sein. Das Tückische daran ist, dass man es eben am Anfang für einen Hitze-/Sonnenschaden hält.

    Danke für eure Anregungen.
     
    Ich würde so gerne etwas sinnvolles beitragen, aber alles was ich sagen kann, ist dass es stellenweise bei mir leider sehr ähnlich aussieht :(wenn auch nicht im großen Stil.
    Meine Artischocke hat auch irgendetwas, das ich nicht näher identifizieren kann.. hatte gehofft sie würde blühen aber sieht nicht danach aus.
    Die Erbsen werden bei mir nach einer Weile jedes Jahr so. Ich weiß nicht welcher Pilz sie da dahinrafft... aber es nervt...
    Und ein paar Erdbeeren in einem Beet (in dem auch die Artischocken stehen) haben auch einen Pilz.
    Dazu einige Obstbäume an einigen Stellen... es ist ein absolutes Pilzjahr, finde ich. So schlimm wie dieses Jahr war es hier auch noch nie.
     
    Echt traurig. Ist genauso eine Sch…, wie der Colletotrichum Coccodes, auch ein bodenbürtiger Pilz.

    Aber heftig, dass so viele Pflanzen betroffen sind. Gegen Verticillium - und Fusariumwelke gibt es resistentere Pflanzen.
    Und mehr Gießen hilft keinesfalls!
     
    Gegen Verticillium - und Fusariumwelke gibt es resistentere Pflanzen.
    Das habe ich auch gelesen. Hatte das an Tomaten zwar noch nie, überlege aber, nächstes Jahr sicherheitshalber jeweils zwei resistente mit in den Anbau zu nehmen! Die beste Ernte ist halt immer noch die, die man einfährt...
     
    Verticillium lässt sich sowieso nur sicher über einen Bodentest nachweisen.
    Am Borretsch ist vielleicht echter Mehltau zu sehen.
    Aber beim Rest, glaube ich nicht an Verticilliumbefall.
     
    Verticillium lässt sich sowieso nur sicher über einen Bodentest nachweisen.
    Am Borretsch ist vielleicht echter Mehltau zu sehen.
    Aber beim Rest, glaube ich nicht an Verticilliumbefall.
    Was soll es sonst sein, warum die Pflanzen sterben? Also irgendein Pilz zumindest ist am Werk.
    Echten Mehltau kenne ich. Das würde ich am Borretsch ausschließen. So sah er zu keinem Zeitpunkt aus.

    Jetzt ist es dunkel. Morgen schneide ich dann eine Pflanze auf. Ich werde mich von einigen Pflanzen auch trennen, so schwer es auch fällt. Damit sie den Rest nicht anstecken.

    @Taxus Baccata es ist wirklich ein anstrengendes Jahr. Eine Bekannte von uns hat einen großen Garten und ist quasi Selbstversorgerin. Sie hat gesagt, dass sie dieses Jahr kaum Ernte haben wird. Es wächst einfach alles nicht so gut. Es gab auch einfach zu viele Faktoren, die die Pflanzen immer wieder geschwächt haben. Natürlich sind sie jetzt total empfindlich.

    Ich kann nur auf eine Ernte der Tomaten hoffen. Der Rest stirbt langsam ab. Nächstes Jahr wird sicherlich besser. Aktuell hat mich die Lust und Muße verlassen.
     
  • Zurück
    Oben Unten