Neuer Bodenbelag für Terrasse

bugman

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09. Juli 2020
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Hallo zusammen,

auch wenn jetzt einige über meinen Betreff stöhnen, da es mindesten schon 1.000 andere Beiträge zu diesem Thema zu geben scheint. Ich habe leider keine andern passenden Beiträge gefunden und mache nun doch dieses neue Thema auf.

Vor zwei Jahren haben wir einen Altbau gekauft. Dieser hat aufgrund des Gefälles auf dem Grundstück eine etwas höhergelegene Terrasse (aus sich des Gartens, aber ebenerdig zum Wohnzimmer). Sie ist ca. 5,5 m breit und 6m tief. Aktuell ist die Terrasse mit braum-terracotta-farbenen Fliesen im Maß ca. 11x22 cm (ca. 1cm dick) im Schachbrettmuster gefliest. Also einfach nur "wunderschön". Unter den Fliesen ist eine Betonplatte. Die Fliesen lösen sich nun gefühlt von Tag zu Tag mehr, sodass wohl spätestens im nächsten Jahr Ersatz her muss.

Jetzt fragen wir uns schon seit einiger Zeit, welcher neue Bodenbelag der richtige ist.
Ursprünglich hatten wir an Holz gedacht. Hier das Problem Nummer 1: Viel Spiel bei der Aufbauhöhe haben wir nicht. Zusätzlich zu den 1cm Fliesen und eventuell einem halben Zentimeter Fliesenkleber haben wir eigentlich aufgrund der Terrassentüren nicht viel Spiel (siehe angehängtes Foto). Eine Holzkonstruktion würde hier vermutlich den Boden selbst mit sehr niedriger Alu-Unterkonstruktion auf die Höhe der Türschwelle bringen. Aus meiner Sicht nicht so optimal. Eigentlich ist die aktuelle Konstruktion mit dem Fenster aufgrund der fehlenden Abdichtung zum Wohnzimmer hin schon nicht optimal, da die Terrasse hier aber Überdacht ist und somit hier auch bei Starkregen keine Feuchtigkeit hin nicht problematisch.
Dies führt mich auch gleich zum Problem Nummer 2: Da die Terrasse ungefähr zur Hälfte überdacht ist, befürchte ich, dass Holz und vermutlich auch WPC innerhalb von kürzester Zeit sehr unterschiedlich aussehen. Unter der Terrassenüberdachung schön neu, auf der anderen Hälfte schnell verwittert.
Problem Nummer 3. Die Terrasse ist nach Süd-Westen ausgerichtet. Zusätzlich ist sie auf der einen Seite mit einer Hauswand und auf der anderen Seite mit einem Stück Mauer und einem Zaun begrenzt. Grundsätzlich wunderschön, aber im Sommer staut sich hier die Hitze Sonne plus Temperatur über 25 °C und die Terrasse lässt sich über den Tag nahezu nicht mehr Nutzen.

Die Alternativen kurz zusammengefasst:

Holzdielen: Eigentlich bevorzugt, da sie auch in der Sonne sich nicht unangenehm aufheizen, aber eigentlich nicht passend zur Aufbauhöhe und aufgrund der unterschiedlichen Verwitterung

WPC: Nicht unbedingt unser Traum, vor allem, weil es sich sehr aufheizen soll. Dafür vermutlich etwas besser, was die unterschiedliche Verwitterung angeht. Aufbauhöhe aber gleich wie bei den Holzdielen

Betonsteine: Nicht möglich, aufgrund massiver Bodenplatte, Bodenplatte rausreißen ist aufgrund des Aufwands und es nicht ganz so einfachen Geländeniveaus keine Option.

Feinsteinzeug: Müsste nach meinen Recherchen sehr hell sein um keine Hitzeprobleme zu bekommen. Das scheint aber wiederum mit der Pflege schwieriger zu werden (helle Fugen = schnell dreckig). Zudem befürchte ich, dass hier die Hohlraumfreie Verlegung nicht ganz einfach wird. Die Bodenplatte ist nämlich nicht gerade so eben, dass man größerformatige Fliesen direkt drauf verlegen sollte. Die Rutschfestigkeit müsste auf jeden Fall sichergestellt sein. Von Holzimitat bin ich nicht so der große Fan.


So, jetzt seid ihr gefragt. Habt ihr noch andere Ideen?


Danke für eure Hilfe auf jeden Fall schon mal jetzt.

Viele Grüße
Christian
 

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  • Ich habe helle Feinsteinzeug Fliesen. Ausrichtung West, volle Sonne ab 11. Wird aber trotzdem Heiss. Aber besser als Beton oder wpc. Auch nass nicht rutschig. Dazu gibt's ja auch Angaben...

    Den Beton könnte man vorher sicherlich schleifen um ihn zu glätten. Deine Unebenheit müsstest du Mal messen. Mit Fliesenkleber geht ja auch ein gewisser Ausgleich.

    Warum helle Fugen? Geht auch Dunkel.
     
    Meine Eltern haben Natursteinplatten auf der Terrasse, wo nachmittags echt die Sonne drauf knallt. Da kannste immer noch barfuß drüber laufen. Die erfordern aber eine bisschen Pflege. Also einmal im Jahr gründlich.
     
  • Vielleicht solltest du mal über Betonfliesen nachdenken? Ich weiß die meisten lehnen Beton ab, aber das ist ein Vorurteil. Die Vielfalt ist schon erstaunlich. Man kann auch sehr gut kombinieren.
     
  • Hallo,
    absolute Basisfrage von meiner Seite:
    Bei uns haben wir eine Terrasse mit Betonplatten, bei denen sich die Glasuroberfläche über die Jahre nun zersetzt hat.
    Heißt nun ist die Terrasse hässlich Betongrau und rau ;-)

    Die Terasse hat keine Senken und alle Steine liegen stabil mit dem einem Gefälle von ca. 2%.
    Kann man zum sanieren die alten Betonfliesen aufnehmen und auf den bestehenden Untergrund einfach neue Betonfliesen verlegen?
    Viele Grüße,
    Reley
     
  • Hallo,
    bin nicht sicher ob wir das Gleiche meinen.
    Die Platten haben eine Größe von 40cm x 40cm
    Meinst Du wirklich diese abschleifen?
    Werden die dann nicht ziemlich schnell wieder schmutzig
    durch die offene Oberfläche?
     
    Ich denke mal Holz ist für Terrassen am geeignetesten, man kann es ölen und somit noch effektvoller gestalten. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Lärche ist vor allem ein TOP Holz für Terrassen
     
    Hallo,
    bin nicht sicher ob wir das Gleiche meinen.
    Hi, ich auch nicht, soweit ich weis gibt es keine glasierten Betonplatten.
    Stell bitte mal Fotos ein und was ist unter den Platten und wie dick sind diese? :)
    Ich denke mal Holz ist für Terrassen am geeignetesten, man kann es ölen und somit noch effektvoller gestalten. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Lärche ist vor allem ein TOP Holz für Terrassen
    Für Terrassen geeignete europäische Hölzer nach deren Verwitterung-Resistenz
    1. Douglasie (Föhre)
    2. Lärche
    3. Robinie, mit Abstand am widerstandsfähigsten
    Lärche ist wegen dem extremen illegalen Abbau in den Ostblock-Ländern mittlerweile zu überdenken.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Hi, ich auch nicht, soweit ich weis gibt es keine glasierten Betonplatten.
    Stell bitte mal Fotos ein und was ist unter den Platten und wie dick sind diese? :)

    Für Terrassen geeignete europäische Hölzer nach deren Verwitterung-Resistenz
    1. Douglasie (Föhre)
    2. Lärche
    3. Robinie, mit Abstand am widerstandsfähigsten
    Lärche ist wegen dem extremen illegalen Abbau in den Ostblock-Ländern mittlerweile zu überdenken.

    Ich bin nicht der Meinung. In Österreich gibt es SIHGA Terrassen, dort wird für jede Terrasse ein Baum geplanzt. Somit ist Nachhaltigkeit und die Natur an erster Stelle. Habe beim Betrachten der Fotos auf den Sozialen Netzwerken gesehen, dass der Trend zu Lärche Terrassen geht.
     
  • Hi, ich auch nicht, soweit ich weis gibt es keine glasierten Betonplatten.
    Stell bitte mal Fotos ein und was ist unter den Platten und wie dick sind diese? :)

    Für Terrassen geeignete europäische Hölzer nach deren Verwitterung-Resistenz
    1. Douglasie (Föhre)
    2. Lärche
    3. Robinie, mit Abstand am widerstandsfähigsten
    Lärche ist wegen dem extremen illegalen Abbau in den Ostblock-Ländern mittlerweile zu überdenken.
    Robinie ist in der Tat am Widerstandsfähigsten. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass die Robinie macht was sie will und nur schwer zu bändigen ist. Wir haben unsere Terrasse vor 2 Jahren gebaut. Dabei haben wir die Abstände der Unterkonstruktionshölzer noch enger gewählt als dies vom Hersteller empfohlen wurde, weil wir wussten, dass die Robine zu Verwerfungen neigt. In schattigen Bereichen (bei Ostseeklima) neigt die Robinie auch zu Algen- /Pilzbildung. Robinendielen lassen sich nicht durchgängig in langen Längen herstellen, weshalb sie keilverzinkt werden. Soll 30 Jahre halten - an einigen Stelle löst sich die Verleimung jedoch bereits jetzt nach nur zwei Jahren.
    Bilder sagen mehr als Worte und so habe ich mehrere Bilder meiner 2 Jahre jungen Terrasse hier mal reingestellt:

    Robine4.jpg

    Oben: Bei cm 15 ist das Brett fixiert
    Robinie1.jpg

    Oben: Keilverzinkung soll angeblich 30 Jahre lang halten
    Robinie2.jpg


    Robinie3.jpg


    Robinie5.jpg


    Robinie6.jpg

    Oben: Wurde 100% gerade eingebaut! Heute schlängeln sich die Dielen.
    Robinie7.jpg

    Oben: Pilzbildung im schattigen Bereich.

    Das, was oben zu sehen ist erzählen die Verkäufer und die Verkaufsprospekte einem denknotwendigerweise nicht.

    Aber! Krum und schief ist auch ganz schön und deshalb erfreuen wir uns über die "Naturgewalten" und genießen das Leben auf unserer Robinien-Terrasse!
    Übrigens läßt sich die Terrasse sehr gut mit einer elektrisch angetrieben rotierenden Waschbürste reinigen. Natürlich keinesfalls mit einem Hochdruckreiniger und/oder Chemie!

    Schönen Sommer wünscht
    Cosmodanica
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Hi @Cosmodanica
    da Du mich zitierst, will ich Dir auch antworten.
    Tut mir echt leid, dass Du ein solch schlechtes Ergebnis hast.
    Allerdings hätte ich so eine miserable Holz-Qualität niemals eingebaut.
    Jedwedes Holz, mit dieser, aus dem Diel laufenden Masserung/Holzfasern, wirft sich, wenn es der Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
    Robinie, wie auch Bankirai, Massaranduba usw. befestige ich nicht mit Bretthaltern, sondern mit 2 durchgehenden Schrauben pro Konterholz, bei vorgebohrtem Brett.
    Robinie muss am Brettende - Abstand 3-5 cm - mit dem Konterholz verschraubt werden, sonst verwerfen sich die Enden - wie auf Deinem Foto.
    Mein Händler hat besäumte, gehobelte und gefaste Dielen bis 3 m Länge ohne Keilverzinkung... das wäre sonst Reste-Verwertung.
    Keilverzinkung funktioniert im Aussenbereich nur, wenn die beide Holzstücke von gleicher Qualität sind, also fast die gleiche Anzahl an Jahresringen aufweisen.
    Das Brett mit deutlich weniger Jahresringen (wie auf Deinem Foto) ist aus "schneller gewachsenem Holz" und diese breiten Jahresringe nehmen bei gleicher Luftfeuchte mehr Wasser auf, als ein Stück mit schmalen Jahresringen.
    Daraus folgt die unterschiedliche Ausdehnung und das Versagen der Keilverzinkung.

    Viele sparen auch an der Qualität des Konterholzes... dann werden vom Diel oft die Schrauben rausgerissen oder es fault, falls ungeschützt...

    So verlegen wir: Holz-Terrasse_Dielen-Tragbalken_03.jpg Galileo grüsst
    Edit

    Mein Lesezeichen: Robinie-Dielen, Terrassenholz, Keilverzinkung
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Kleines Update nach sieben Jahren: Unsere Robinienterrasse ist Geschichte – sie wird jetzt zu Brennholz.

    Als wir die Terrasse vor sieben Jahren gekauft haben, gingen wir selbstverständlich davon aus, dass wir hochwertiges Robinienholz und keine kurzlebige Wegwerfware erwerben.

    Im damaligen Gespräch mit dem Verkäufer wurde uns ausdrücklich zugesichert, dass sowohl das Robinienholz als auch die Keilverzinkungen "problemlos 30 Jahre halten würden"!

    Nun, nach gerade einmal sieben Jahren, sieht die Realität leider anders aus: Das Holz weist zahlreiche Ausbrüche und Schäden auf, und auch die Keilverzinkungen sind teilweise so stark ausgebrochen, dass wir unserer Enkelin guten Gewissens nicht mehr erlauben können, barfuß über die Terrasse zu laufen. Ihre zarten Füße sollen schließlich nicht an scharfkantigen Ausbrüchen von Holz und Keilverzinkungen verletzt werden. Die Bilder sind nur ein kleiner Ausschnitt der Schäden. Konterholz ist ebenfalls Robinie und die Abstände sind alle mehr als eingehalten.

    Damit war für uns die Entscheidung gefallen: Die Terrasse kommt weg und wird zu Brennholz. Sie wird durch eine andere Holzart ersetzt – diesmal vom Fachhändler vor Ort.

    Nach sieben Jahren bleibt bei uns vor allem ein ziemlich ernüchterndes Fazit:

    30 Jahre versprochen – nach 7 Jahren Brennholz.
    • Nie wieder diesen Online-Shop bzw. Onlineshops überhaupt.
    • Nie wieder Robinie.
    • Und Versprechen über die angebliche Lebensdauer von Holz werden wir künftig etwas kritischer hinterfragen.
    P.S.: Falls hier jemand tatsächlich eine 20 Jahre alte Robinienterrasse in wirklich gutem Zustand besitzt: Bitte gerne Fotos einstellen. Ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren. 😉
     

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    Hi,
    bevor ihr erneut eine Holzterrasse baut, gilt es die Erwartungen einem Realitätscheck zu unterziehen.
    Als ich mich mit der Resistenz der verschiedenen Holzarten beschäftigt habe, war keine dabei, die 30 Jahre hält. Nicht im ungeschützten Freiland.
    Die Lebenserwartung wird mit 10-15 Jahren angegeben, zumindest für heimische Hölzer. Tropenholz liegt etwas drüber, aber auch nicht so signifikant, dass es den Raubbau an den Tropenwäldern und die exorbitanten Kosten rechtfertigen würde.
    Einen erheblichen Einfluss haben natürlich auch die Bedingungen vor Ort. Ostseeklima und schattige Bereiche sind schon recht Anspruchsvoll.
    Dann natürlich auch die Pflege. Mit Ölen kann man den Verfall nicht verhindern, allenfalls ein paar Jahre verzögern.
    Kein Laub darauf liegen lassen.

    Wir haben in Haus Nr1 eine Douglasienterrasse liegen. Seit…..ähm…..bald 20 Jahren. Direkt an der Traufkante stand eine Lavendelhecke. Dort war es also immer schattig, obwohl die Terrasse nach Süden weg geht. Die Enden sind verfault. Die Enden habe ich vor ca. 6 Jahren auf 1m Länge durch neue Bretter ersetzt. Dort wo das Holz unter einer verglasten Pergola liegt, ist es zwar grau, aber von der Substanz quasi „wie neu“.

    Haus Nr2 hat seit 6 Jahren eine Lärchenterrasse, Westseite. Wie neu sieht die auch nicht mehr aus, aber keine strukturellen Probleme, eher Optik. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir sie irgendwann ersetzen werden müssen. Allerdings erst in ein paar Jahren. Ich habe die Bretter noch vor dem Verlegen allseitig mit Leinölfirnis (verdünnt) 2x eingelassen. Nach dem Verlegen die Oberseite noch mit einem pigmentierten Öl gegen UV-Licht geschützt. Das muss jedes Jahr erneuert werden, wenn es helfen soll.

    Und, auch wichtig, die Verlegerichtung quer zum Haus ist unglücklich gewählt. Du brauchst längere Bretter, was es teurer macht. Und du bekommst kein gescheites Gefälle hin. Das ist absolut notwendig, um dem Holz ein schnelles Abtrocknen zu ermöglichen. Eigentlich das wichtigste Kriterium, wenn es um passiven Holzschutz geht.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Kleines Update nach sieben Jahren: Unsere Robinienterrasse ist Geschichte – sie wird jetzt zu Brennholz.

    Nach sieben Jahren bleibt bei uns vor allem ein ziemlich ernüchterndes Fazit:

    30 Jahre versprochen – nach 7 Jahren Brennholz.
    • Nie wieder diesen Online-Shop bzw. Onlineshops überhaupt.
    • Nie wieder Robinie.
    • Und Versprechen über die angebliche Lebensdauer von Holz werden wir künftig etwas kritischer hinterfragen.
    P.S.: Falls hier jemand tatsächlich eine 20 Jahre alte Robinienterrasse in wirklich gutem Zustand besitzt: Bitte gerne Fotos einstellen. Ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren. 😉
    Ich verweise auf meinen Post von Juli 2021

    Zitat:
    Allerdings hätte ich so eine miserable Holz-Qualität niemals eingebaut.
    Jedwedes Holz, mit dieser, aus dem Diel laufenden Masserung/Holzfasern, wirft sich, wenn es der Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
    Und, auch wichtig, die Verlegerichtung quer zum Haus ist unglücklich gewählt. Du brauchst längere Bretter, was es teurer macht. Und du bekommst kein gescheites Gefälle hin. Das ist absolut notwendig, um dem Holz ein schnelles Abtrocknen zu ermöglichen. Eigentlich das wichtigste Kriterium, wenn es um passiven Holzschutz geht.
    Terrassendielen sollten immer in Gefällerichtung verlegt werden, damit das Wasser möglichst schnell abläuft.

    Was hat der Händler zu Deiner Reklamation geantwortet?
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Hi,
    danke für die ausführlichen Darstellungen. Dass eine Holzterrasse im ungeschützten Außenbereich irgendwann ersetzt werden muss, ist mir durchaus bewusst. Auch habe ich nie erwartet, dass meine Robinienterrasse 30 Jahre lang aussieht wie neu.

    Darum geht es aber auch gar nicht.

    Nach sieben Jahren sieht unsere Terrasse nicht einfach nur grau, verwittert oder optisch unansehnlich aus. Die Dielen brechen regelrecht auseinander – insbesondere im Bereich der Keilverzinkungen. Die Fotos zeigen das, glaube ich, ziemlich deutlich. Teilweise sind die Verzinkungen großflächig ausgebrochen, an anderen Stellen sind ganze Bereiche der Dielen herausgebrochen. Das ist für mich keine normale „Patina“ einer sieben Jahre alten Holzterrasse mehr.

    Auch die Verlegerichtung würde ich nicht als Ursache heranziehen. Die Planung einschließlich der Verlegerichtung lag dem Händler vor. Ich habe die Terrasse anschließend selbst nach einer detaillierten Verlegeanleitung gebaut. Gefälle, Abstände und Unterkonstruktion wurden dabei nicht nur eingehalten, sondern teilweise großzügiger ausgeführt als vorgegeben. Die Verlegerichtung war dem Händler also bekannt und wurde von ihm nicht beanstandet.

    Natürlich kann man im Nachhinein immer eine andere Konstruktion für besser halten. Das erklärt aber nicht, warum das Holz selbst derart versagt.

    Und genau deshalb finde ich den Hinweis auf eine allgemeine Lebenserwartung von 10–15 Jahren etwas zu kurz gegriffen. Zwischen „nach 10–15 Jahren muss eine Holzterrasse irgendwann erneuert werden“ und „nach sieben Jahren brechen die Dielen an den Keilverzinkungen auseinander“ liegt für mich doch ein erheblicher Unterschied.

    Der Vergleich mit deiner fast 20 Jahre alten Douglasienterrasse ist für mich deshalb sogar sehr interessant. Wenn eine Douglasienterrasse nach fast 20 Jahren zwar grau ist und an einigen Stellen repariert werden musste, aber konstruktiv noch weitgehend intakt ist, während unsere Robinienterrasse nach sieben Jahren solche Schäden aufweist, dann würde ich nicht als Erstes die grundsätzliche Lebenserwartung von Holzterrassen infrage stellen – sondern die Qualität des konkret gelieferten Holzes.

    Ich habe übrigens auch nie behauptet, dass Robinie grundsätzlich 30 Jahre hält. Meine Kritik richtet sich gegen die Kombination aus dem damaligen Versprechen einer außergewöhnlich langen Lebensdauer, der tatsächlich gelieferten Holzqualität und dem Zustand der Terrasse nach gerade einmal sieben Jahren.

    Die Fotos habe ich deshalb nicht eingestellt, weil die Terrasse etwas grau geworden ist. Ich habe sie eingestellt, weil ich zeigen wollte, wie das Holz nach sieben Jahren tatsächlich aussieht.

    Und genau das hat mich zu meinem Fazit gebracht: Nie wieder Robinie – und vor allem nie wieder aufgrund von Werbeversprechen eine bestimmte Holzart kaufen, ohne mir die Qualität und Verarbeitung der Dielen sehr genau anzusehen.
     
    Übrigens hat der Händler sich noch nicht geräuspert. Aber auch hier erwarte ich das übliche: „Der Kunde hat versagt“.
     
    @Cosmodanica Ich will deine Beobachtungen und Erfahrungen keineswegs anzweifeln, aber ich habe in der Tat auch schon gehört, dass Robinie eines der dauerhaftesten Hölzer sein soll. Im Internet wird das auch von einigen Terrassenbauern so erwähnt: Terrasse aus Robinie | Terrassen und Dielenböden aus Massivholz in Köln, Düsseldorf, Neuss, Mönchengladbach

    Aber deine Erfahrungen sagen da offenbar das Gegenteil. Nun ist meine Frage mal: hat dieser Online-Händler dich vielleicht behumpst und minderwertiges Holz statt Robinie verlegt? Ich bin kein Holzfachmann, aber könnte ja vielleicht sein?
     
    Hi,
    Niemand hat behauptet, dass deine Terrasse aktuell „nur ein bisschen Patina“ hat. Die ist hinüber, gar keine Frage!

    Gründe dafür gibt es viele.
    @Galileo hat dir genannt, warum das von Dir verwendete Holz minderwertiger Qualität ist. Nach 7 Jahren wirst du von dem Händler kaum irgendeine Art von Ersatz bekommen.
    Die Aussage „hält 30 Jahre“ ist einfach nur….*hust* gewagt. In einem geschlossenen Wintergarten, vielleicht.

    Insofern würde ich auch alle anderen seiner Aussagen mit Skepsis betrachten. Wenn die Verlegerichtung quer zum Gefälle ist, hast du DE FACTO kein Gefälle! Die Planken schüsseln sich immer mehr oder weniger auf, das heißt, sie bekommen ein leicht U-förmiges Profil. Das Wasser bleibt darin stehen.

    Wir haben unsere Dielen übrigens direkt aus einem Sägewerk geholt. Jede einzelne Diele wurde geprüft, bevor sie in den Kofferraum wanderte, Risse und überproportional viele/grosse Astlöcher führten zum Ausschluss.
     
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