Rasendünger -- total schief gelaufen

  • Ich bin ganz verliebt in dich.
    Danke, Maria, das tröstet mich ungemein liebguck3.gif

    allerdings auch in die unteren Schichten.
    und dann geht auch der Klee ganz ein, ich meine auch unterirdisch ?
     
  • und dann geht auch der Klee ganz ein, ich meine auch unterirdisch ?

    Hat er keinen Grund zu. Aber mit zu viel Stickstoff und freiem Boden wachsen bald Brennnesseln dort, wenn du alles auf sich beruhen lässt.

    Die Idee war, dass Gras etwas mehr Dünger mag als Klee, dann das Gras stärker wächst und den Klee zurückdrängt. Wenn das Gras aber die Wurzeln veräzt hat, kann es nichts mehr zurückdrängen.
     
  • @Pyromella , ich sitze jetzt hier, lach mich schlapp, weil ich so blöd bin,
    Die Idee war, dass Gras etwas mehr Dünger mag als Klee, dann das Gras stärker wächst und den Klee zurückdrängt. Wenn das Gras aber die Wurzeln veräzt hat, kann es nichts mehr zurückdrängen.
    Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen, daß das passieren kann .
    Ich will’s für dich hoffen, aber der lacht sich wahrscheinlich einen Buckel und überlegt jetzt schon, wo er zuschlagen soll. Immerhin ist es dann wieder grün. :zwinkern:
    Dann ist es auch gut, Hauptsache wieder grün.
    Das war das erste Mal, daß ich das versucht habe, in 22 Jahren, meinen Klee zu bekämpfen dumm.gif
     
  • Wahrscheinlich wäre durch den Dünger nur der Gundermann und das Fingerkraut mehr geworden. Deren Samen lauern ja auch Jahre im Boden und warten auf Bedingungen unter der sie keimen können.
     
    Mess mal den pH- Wert. Zwar nicht Ammoniumsulfatsalpeter (damit habe ich keine Erfahrungen), aber Ammoniumsulfat nutzte ich, um den pH- Wert unter den Rhodo's herabzudrücken, also die Erde "sauer" zu halten.
     
    Ja, das ist schlecht.
    Wie ich gelesen habe ist
    Ammonsulfatsalpeter (ASS)
    leicht wasserlößlich und sauer in Mischung mit Wasser.

    Du weißt ja das du überdüngt hast. An deiner Stelle würde ich dort täglich Wasser drauf geben, damit du den Salpeter auswäscht.

    In einer, oder zwei Wochen würd ich Rasen nächsten.

    Ein PH-Meter hast du nicht?

    Aso: Du kannst einmalig 15 und 60g abwiegen (in einem alten Plastikgefäß-ich nehme gerne die "Hüte" von Badezusätzen) und dir das Hütchen, für einen Quadratmeter mit ner permanenten Markierung optisch festhalten.
    (Mir macht es das leichter!)
     
    Aso: Du kannst einmalig 15 und 60g abwiegen (in einem alten Plastikgefäß-ich nehme gerne die "Hüte" von Badezusätzen) und dir das Hütchen, für einen Quadratmeter mit ner permanenten Markierung optisch festhalten.
    (Mir macht es das leichter!)
    Genau, am besten ist auf jeden Fall irgendeine Art von Dosierhilfe, bei der man nicht immer neu messen muss. (y)

    Ich habe meine Mengen, die ich immer benötige, einmal abgemessen und mit einem speziellen Löffel geguckt, wievielen Löffeln die Menge entspricht.
    Seitdem ich es weiß, kann ich die benötigte Düngermenge immer aus der Packung löffeln und direkt ausbringen.
     
  • Ich hab heute nochmal gut gewässert, und mache es gleich morgen nochmal .
    Bin ehrlich, hab überhaupt nicht dran gedacht, daß es zu viel sein könnte, was ich da hinwerfe :(
    Ich hab es ja auch noch stellenweise verteilt, habe also überall braune Flecken in meiner Kleewiese.
    Aber " Danke " an Euch fürs Helfen .
     
  • Bin ehrlich, hab überhaupt nicht dran gedacht, daß es zu viel sein könnte, was ich da hinwerfe :(
    Jolantha, auf diese Weise kommt es häufig zur Überdüngung, weil der Dünger ja eigentlich "nach so wenig aussieht" und man sich nicht vorstellen kann, dass er einen so durchschlagenden Effekt hat.

    Es kommt aber, wie oben geschrieben, ja auch immer auf die Art des Düngers an - hättest du z.B. einen Garten-Langzeitdünger verwendet, der sich über einen längeren Zeitraum ganz langsam auflöst, wäre der Effekt - bei gleicher Menge - nicht annähernd so heftig gewesen.
    Vielleicht hätte der Rasen sich bisschen beschwert, aber er wäre nicht so schnell kaputtgegangen.
    Ich bin daher auch sehr vorsichtig damit, was für Dünger ich einsetze - am liebsten Bio-Vinasse, damit kann man nicht viel falsch machen, und ansonsten, wenn's mineralisch sein soll, guten Langzeitdünger. Damit kann man die Pflanzen, selbst wenn man es mal bisschen zu gut gemeint hat, nicht annähernd so schnell um die Ecke bringen.
     
    Jolantha, solche "individuelle Messhilfen" wie Lauren mag ich auch sehr.
    Ich habe die Einsatzempfehlung für Ammonsulfatsalpeter nachgegooglet und fand den Wert 15- 20 g/ qmtr.
    Damit haben wir die Ursache geklärt.
    Dieser Dünger hat nur 2 Komponenten, Stickstoff und Schwefel, tut Deiner Wiese also eher nicht "rundum gut".
    Ich mag solche "Einzelkönner" nur für ganz spezielle Zwecke, wie ich das schon erwähnt habe, und benutze lieber handelsüblich konfektionierte Dünger.
     
    Ich habe die Einsatzempfehlung für Ammonsulfatsalpeter nachgegooglet und fand den Wert 15- 20 g/ qmtr.
    Lieber Opitzel, du legst Fakten auf den Tisch! (y)

    Rein vom Gefühl her erschien mir 60g/qm für einen so direkt wirkenden Dünger auch sehr hoch dosiert.
    Mit vielen Bio- oder Langzeitdüngern kann man nicht so schnell gravierende Fehler machen, wenn man ein klein wenig mehr verwendet als auf der Packung/Flasche angegeben ist, aber bei stark und direkt wirkenden Düngern würde ich grundsätzlich immer sehr vorsichtig und sparsam dosieren, und bei den ersten Einsätzen nicht gleich die Maximaldosis ausreizen. Nur so allgemein gesagt.
     
    Dieser Post ist eher allgemein zu sehen.
    Du bist mir immer symphatisch Jolantha, daher nehme das folgende bitte nicht persönlich.

    Wieso lernt man nicht einfach mit Klee im Rasen zu leben?
    Und Löwenzahn. Und, Gott bewahre, ein paar Disteln?
    Der Klee blüht, ist sehr gut besucht von vielen Insekten, Bienen Hummeln etc,
    also eine wirklich gute Nektar- und Trachtpflanze, und ist gleichzeitig eine Leguminose.
    Bildet also Stickstoff an seinen Wurzeln, und versorgt so den restlichen Rasen mit Nährstoffen = weniger Kunstdünger notwendig in der Zukunft.

    Mineralischen Dünger sollte man ,wenn überhaupt, immer nach Anleitung ausbringen,
    genauso wie Pflanzenschutzmittel.
    Nicht nur weil man sich so seine Pflanzen kaputt machen kann, sondern auch weil
    zuviel Kunstdünger unserem Grundwasser schadet.
    Du hast jetzt eigentlich nur die Nitratbelastung im Grundwasser erhöht und deinen Rasen verbrannt.
    Nebenbei ist die Produktion von solchen Düngern leider eine Umweltsauerei ersten Grades, Monte Kali lässt grüßen.

    Ich entschuldige mich wenn der Post etwas rau klingt, aber ich habe hier wirklich vermisst dass einfach
    mal jemand grundsätzlich diese Kunstdüngereinsätze hinterfragt.
    Jedem Bauern zündet man geistig schonmal den Trecker an wenn er düngt oder spritzt,
    und selbst ballern wir unsere Rasen und Einfahrten mit sämtlichen erhältlichen Giften zu.
     
    Kappesbuur, Jolantha schrieb ja selbst, dass es das erste Mal in 22 Jahren wäre, dass sie versucht hätte, ihren Klee zu bekämpfen. ;)
    Ansonsten hält sie ja auch alles naturnah und tier- und insektenfreundlich.
    Das war das erste Mal, daß ich das versucht habe, in 22 Jahren, meinen Klee zu bekämpfen dumm.gif



    Mineralischen Dünger sollte man ,wenn überhaupt, immer nach Anleitung ausbringen,
    genauso wie Pflanzenschutzmittel.
    Das ist ganz richtig. Aber genau das hatte ich ja weiter oben geschrieben.
    - Und auch, dass ich allgemein empfehlen würde, so starke Dünger sehr sparsam und vorsichtig zu dosieren, sofern man sie irgendwo einsetzt.

    Pflanzenschutzmittel setzt hier im Forum, soweit ich mitbekommen habe, zum Glück ohnehin nahezu niemand ein.
     
    Hi Lauren. Habe ja extra dazugeschrieben dass es kein Angriff auf Jolantha sein soll.
    Es ging mir eher darum ganz allgemein etwas zu Thema zu schreiben.
    Ich weiß dass Jolantha der falsche Adressat für solch eine Tirade ist,
    aber jetzt war sie nunmal der Treadersteller :) Also nichts für Ungut, ich weiß
    ihr mögt unsere Natur genauso gern wie ich!

    Ich finde Klee jedenfalls wunderbar, gerade Weißklee. Der wird wohl auch immer mehr werden
    auf unseren Rasenflächen, da Klee viel besser mit Trockenheit auskommt als die meisten Gräser.
    Ist einfach robuster und wurzelt viel tiefer. Überall dort wo der Rasen 18-19 vertrocknete, breitete sich
    der Klee weiter aus. Beobachte ich bei meinen Rasenflächen jedenfalls ganz stark.
    Für nektar- und pollensammelnde Insekten ist das natürlich super.
     
    Ich mag Klee auch sehr gerne. :paar:
    Meine bessere Hälfte stört er auch, aber der muss halt rupfen, wenn's ihm nicht passt... (und dazu findet er so gut wie nie die Muße, also darf der Klee bei uns wachsen wie es ihm gefällt. :grinsend:)
     
    @Kappesbuur. Ich habe einen guten Bekannten, der vor vielen Jahren eine Strategie entwickelte, die Wüsten zurück zu erobern und die menschliche Ernährung zu revolutionieren, wobei er von der unerschöpflichen Lebenskraft des Eiweißproduzenten Weißklee ausging. Er hatte Landwirtschaft studiert und wohl auch seine Diplomarbeit zu diesem Thema geschrieben.
    Soviel zum Weißklee.
    Bei mir hat er Bürgerrechte. Aber wie in einem ordentlichen Staatswesen erforderlich, achte ich auf Proportionen und inneres Gleichgewicht.
    Ich habe bereits beschrieben, dass ich keinen Rasen habe, sondern nur "Robotergrün" mit hohem Grasanteil und vielen "Farbgebern", zu denen auch in bestimmten Umfang der Weißklee gehört. Die Proportionen will ich im Griff haben und hatte recht guten Erfolg durch regelmäßiges Düngen, das mir heuer wegen der anhaltenden Dürre leider kaum möglich ist.
    Übrigens war der Anteil der vorjährigen und heurigen "Brandwunden" im Robotergrün beim Weißklee höher als beim Gras. Dank der niedigen Schnitthöhe von 5 cm??
     
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