Korrekturschnitt für fünf verwachsene Rebstöcke?

danke für die filmchen. muss ich morgen mal schaun was ich da aus meinen 1nen trieb gezogen hab, man was für eine wissenschaft...
 
  • Ja, der Weinschnitt ist schon ein schwieriges Thema...


    Sandor, ganz herzlichen Dank für deine Anleitungen, Erklärungen und deinen Rat!
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    Die Videos zum Neuaufbau der Reben werde ich mir alle ansehen, und hoffe, dass es mir gelingen wird, alles umzusetzen.


    Bzgl. Nr. 3, Arkadia... ich habe die Anleitung mehrfach durchgelesen, bin mir aber nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe.:confused:
    Markierung grün = abschneiden
    Pfeil blau = nach rechts biegen
    Pfeil gelb = nach links biegen
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    Ich weiß nicht ob man es auf diesem Foto erkennen kann - die Veredelungsstelle macht einen Knick, so dass das V von dem die Triebe ausgehen, richtig "liegt", bzw. nach hinten gekippt ist. (Die Rebe kam schon so bei mir an, und der Winkel ist so seltsam, dass eine Korrektur durch Einpflanze nicht möglich war.), Ist das problematisch? :confused:


    Nr. 4 ist leider wirklich tot :( habe in kleinen Schritten fast bis zur Veredelung heruntergeschnitten... nicht einmal mehr ein Hauch von Grün zu sehen.
    Sehr komisch...



    Nr. 5 u. Nr. 6, ok, dann sind die beiden im nächsten Jahr dran. :)



    Noch eine Frage bzgl. Nr. 3, Arkadia, zum Ertrag/zur Ernte...
    Mal angenommen, ich würde tatsächlich nur die niedrigere Fruchtrute stehen lassen, so wie ursprünglich geplant - macht das vom Ertrag her einen großen Unterschied?
    (Die Frage ist vermutlich dumm - doch ich habe wirklich gar keine Vorstellung davon, wieviel so eine kleine Fruchtrute von 4-6 Augen im günstigsten Fall theoretisch produzieren könnte.
    - Vielleicht ist der Gedanke, den längeren Trieb stehen zu lassen, ja völlig unsinnig, weil der Ertrag von einer Fruchtrute a) für den Hausgebrauch ausreicht, oder b) weil beide Ruten ohnehin nur "Probierportionen" liefern werden? :confused:)
     
    Ja, bei der grünen Markierung abschneiden. Was Du jetzt nach rechts oder links bindest, ist Dir überlassen. So wie es halt am einfachsten geht.
    Dass die Rebe so schräg steht? Wenn es Dich nicht stört!
    Da die Rebe ja in einem Topf steht und nicht sonderlich viel Erde hat, hat sie auch kein großes Wurzelwerk, aus dem sie mehrere Trauben ernähren könnte. Gehen wir mal davon aus, jeder Fruchtrute belässt Du sechs Augen. Dann müsste die Rebe 12 Trauben ernähren. Wenn Du es zulassen würdest und es nicht übers Herz bringst, die Trauben zu reduzieren, so wäre der Rebstock dieses Jahr überlastet. Das Resultat wäre evtl. Krankheitsanfälligkeit, kleinere Trauben und im nächsten Jahr nicht ein Geschein.
    Zudem ist Arkadia eine ziemliche Zicke, die viel altes Holz braucht um Ertrag zu bringen.
    Ich weiß nicht, ob Deine Arkadia schon mal Trauben getragen hat. Aber sie macht schon ordentlich grosse Trauben mit grossen Beeren, zwischen 800 bis 1000 gr., und das wäre für die Rebe zu viel.
     
  • Sandor, vielen Dank!
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    Das sind wirklich sehr informative Aussagen eines erfahrenen Rebenhalters, mit denen man arbeiten kann!
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    Die Arkadia hatte tatsächlich schon (sehr leckere :lol:) Trauben und ich habe sie genau so in Erinnerung wie du sie beschrieben hast.


    Hm... dann wäre es wohl doch sehr viel ratsamer, den langen Trieb noch wegzukürzen... wenn nur der Gedanke an die Ernte nicht so verlockend wäre... :rolleyes: aber was nützt sie mir, wenn die Rebe schwach & krank wird...
     
  • Sandor, sorry, noch eine Frage... was genau ist damit gemeint? :confused:
    Zudem ist Arkadia eine ziemliche Zicke, die viel altes Holz braucht um Ertrag zu bringen.

    - inwiefern braucht sie altes Holz? Ist damit gemeint, dass es am besten ist, wenn die Fruchtrute auf einem zweijährigen Trieb steht, der auf einem dreijährigen Trieb steht, der auf einem vierjährigen Trieb steht?
    Oder wenn der Stamm dicker ist?


    Du merkst, es fehlt an Grundwissen - aber manches geht dann doch so sehr ins Detail, dass es in den Anfänger-Schnittanleitungen nicht erklärt wird, vor Allem Informationen und Erfahrungswerte zum speziellen Verhalten einzelner Rebsorten finden sich dort natürlich nicht... :(
    Da ist man sehr auf die Erfahrung von Fachkundigen/erfahrenen Rebenhaltern angewiesen...



    Nochmal vielen herzlichen Dank für deine Hilfe und deine Informationen, du hast mir wirklich enorm weitergeholfen!
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    Ja, genau so verhält sie sich, denn jedes mal wenn ich etwas mehr Holz weg schneide, verringert sie ihren Ertrag.
    In dem folgenden Bild habe ich schon mal in einem anderen Forum eine Schnittanleitung gegeben.

    http://fs5.directupload.net/images/170217/ojxa6izb.jpg

    Gelb= Waagerechtkordon
    Lila= mehrere Abgänge
    Grün= die Fruchtruten, die alljährlich auf Zapfen mit zwei Augen angeschnitten werden.
    Dabei muss man nur aufpassen, dass sich die Zapfen mit den Jahren nicht zu sehr überbauen.

    http://www.obstwein-technik.eu/1020/Details?fachbeitragID=94
     
  • Sandor, ich brauche immer eine ganze Weile bis ich deine Informationen "durchgearbeitet" habe... das ist "schwere Kost" für einen Laien, dafür aber umso gehaltvoller!
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    Ich möchte deine Geduld nicht überstrapazieren, und du hast mir (und allen stillen Mitlesern) so viel an die Hand gegeben, dass es eine gute Weile dauern sollte bis wir alles durchgearbeitet haben.


    Darf ich dir nur trotzdem noch zwei Fragen stellen?

    Eine ist relativ banal... kann ich jetzt anstatt mit Kalimagnesia auch mit einem Langzeit Phosphor-Kali-Dünger düngen, der auch Magnesium enthält?
    Einen solchen hätte ich noch hier - und da die Pflanzen in den kleinen Kübeln (nur ca. 20l) stehen und in den letzten Jahren nicht wirklich gedüngt worden sind, fehlt evtl. auch Phosphor. :confused:
    Oder soll es definitiv Kalimagnesia sein, und das Phosphor wird anders zugeführt?
    Geht es jetzt überhaupt noch? (Fast Anfang April ist ja nun doch schon etwas spät...)




    Frage Nr. 2... ist eine Grundsatzfrage - ich denke, wenn ich das verstanden hätte, würde ich alle Schnitt- und Aufbauanleitungen sehr viel besser verstehen. :lol:


    Wird so eine Weinrebe, die man langsam vom Stamm her aufbaut mit der Zeit "immer größer", oder wie erreicht man es, dass sie immer annähernd dieselbe Form behält?

    Ich meine - wenn ich jetzt aus dem Stamm erstmal Triebe wachsen lasse, die im Jahr darauf einjährig und wieder ein Jahr später zweijährig sind, dann dreijährig, dann vierjährig... Bei diesem Prinzip gehen die Fruchtruten doch immer "von einer nächsthöheren Ebene aus", und die Rebe würde von unten her "verkahlen". :confused:
    Wenn ich aber nach ein paar Jahren den ganzen alten Aufbau wegschneide und vom Stamm ausgehend neu aufbaue - fällt mir doch für mindestens zwei Jahre die Ernte aus? :confused:


    Versteht man in etwa, was ich meine...?

    Ich denke, wenn ich das verstanden hätte, könnte ich die Schnittanleitungen sehr viel besser verstehen - peinlich zuzugeben, aber irgendetwas hat irgendwie noch nicht richtig "klick" gemacht... :orr:
     
    Die Düngung aber jetzt ausbringen, denn besser jetzt als nie.
    Wann welche Nährstoffe von diesem Dünger freigesetzt werden, weiß ich aber nicht.

    Das Problem, das Du so richtig geschildert hast, tritt eigentlich nur beim Zapfenschnitt auf. Denn wenn man nicht aufpasst und nicht richtig schneidet, baut sich so ein Zapfen in wenigen Jahren nach oben aus/auf.

    Ich habe nochmals eine andere Seite zur Flachbogenerziehung herausgesucht (leider PDF)

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=...sg=AFQjCNEiS8fYfdOAQeqCWTPSFlUciNZe0Q&cad=rja
     
    Sandor, vielen Dank!
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    Dann kommt morgen Dünger in die Pötte!


    Pdf ist überhaupt kein Problem, diese Anleitung sieht sehr gut (laivenverständlich & ausführlich) aus...
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    Ich werde sie mehrfach durcharbeiten; denke, der "klick-Moment" rückt langsam in sehr greifbare Nähe! :lol:
     
    So... Zeit, das Thema nochmal hochzuholen. :)

    Meine radikal abgeschnittenen Weinreben treiben neu aus... mehrere Triebe sogar.

    Hier ist eine meiner gekürzten Reben:
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    Man sieht es auf dem Foto leider nicht so gut, wegen dem Grün im Hintergrund - aber der Weinstock macht fünf Triebe.

    Wenn ich das Dokument zur Flachbogenerziehung oben richtig verstanden habe, müsste ich außer dem kräftigsten (?)/obersten (?) Trieb alle ausbrechen? :confused:
    (Ist das nicht bisschen riskant? Was, wenn mit dem obersten Trieb noch etwas schiefgeht...?)

    Sehr merkwürdig: Der oberste Trieb bildet einen Blütenstand aus! :confused: (Sieht man auf dem Foto leider nicht, werde noch eins einstellen)
    Er kommt direkt aus dem alten, gekürzten Holz. Wie geht das eigentlich...? Ich dachte nun, die Weinreben fruchten nur an einjährigem Holz, das auf zweijährigem Holz steht? :confused:

    Wäre für Rat & Tipps dankbar.:pa:
     
  • Spätestens jetzt solltes Du Dich entschieden haben, wie der Rebstock später mal aussehen soll. Folglich bräuchte man für eine Fächererziehung 2-3 Triebe und für Flachbogen nur einen. Beim Formieren der jungen Triebe aber sehr aufpassen, sonst brechen sie wie Glas ab (Glastriebe).
    In der Regel sind die Neuaustriebe aus älterem Holz unfruchtbar, aber die Natur scheint immer mal eine Ausnahme zu machen.
     
  • Sandor, vielen Dank für deine Antwort!
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    Großer Mist :( - der dicke Trieb mit der Blütenrispe ist abgebrochen. :(
    Ob es nun meine Schuld war, oder die wilde Amsel, die gerade in unserer Hecke brütet und nicht besonders pfleglich mit Bäumen und Sträuchern umgeht, auf denen sie landet (ist ein etwas rauer Zeitgenosse), vermag ich nicht zu sagen... letztlich nützt es auch nichts mehr.

    So sah die Rebe vorhin noch aus:
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    Und so sieht es jetzt aus. :rolleyes:
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    Flachbogen oder Fächererziehung... das ist eine schwierige Frage.
    Die Weinreben sollen evtl. an eine Garagenwand kommen, welche Art der Erziehung würde sich dafür besser eignen?

    Ich muss gestehen, dass mir die drei Triebe, die jetzt noch wachsen, ganz gut gefallen. Könnte man sie für die Fächererziehung momentan so lassen?
     
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