Der Mensch als Lebensraum

Zu dem Thema hab ich im letzten Natur (früher Natur&Kosmos , noch früher Kosmos)-Heft einen Artikel gelesen. Da ging es auch um die Auswirkungen, die Parasitenbefall auf den Wirt haben kann. Das war wirklich beängstigend, wie auch der menschliche Charakter verändert werden kann.

Toxoplasmose, eigentlich eine Mäuse-/Katzenkrankheit, die auch aufd den Menschen übertragen werden kann, ging unlängts durch die Presse.

Verhaltensveränderungen durch Toxoplasmose:

Infizierte Männer waren introvertierter, misstrauischer und risikobereiter sowie eher dazu neigend, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen mit latenter Toxoplasmose waren dagegen offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und regelbefolgender als die nicht infizierte Kontrollgruppe. Die Unterschiede sind allerdings so gering, dass sie im Alltag kaum auffallen dürften.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Toxoplasmose#Pers.C3.B6nlichkeitsver.C3.A4nderungen
 
  • Ob ich da Thema jetzt so wie dargelegt 1 zu 1 unterschreiben würde? Öööööhhhm...


    War auch nicht so gemeint, dass es jeder wörtlich glauben muss. Eher als Anregung zum nachdenken, und selber recherchieren. Im Moment ist die Faktenlage weitgehend unklar - klar ist, einige Krankheiten und Parasiten provozieren deutliche Verhaltensänderungen, die Tollwut ist das prominenteste und bekannteste Beispiel.

    Der Rest, wie unser "normalen" Bewohner, also keine Krankheitserreger, uns beeinflussen, das muss noch erforscht werden.

    Mir drängte sich der Gedanke auf, nicht nur der Mensch formt seinen Lebensraum, auch die anderen Lebewesen tun das. Und wir Menschen sind Lebensraum für gar nicht wenige.
     
    Den ganzen Mist glaubst Du Hajo? Menschenleben? Menschen leben. :pa: Jeder Jeck iss anders.
     
  • Den ganzen Mist glaubst Du Hajo? Menschenleben? Menschen leben. :pa: Jeder Jeck iss anders.


    Bin jetzt nicht sicher, auf was Du mit Menschenleben anspielst.

    Dafür, dass bestimmte Krankheitserreger und Parasiten das Verhalten ihres Wirtes beeinflussen gibt es starke Indizien.

    Oder sagen wir es mal andersherum: Wenn ich den originalen Artikel nicht für glaubwürdig gehalten hätte, dann hätte ich hier gar nicht darüber geschrieben.

    Kurz gesagt: Ja, ich glaube da ziemlich viel davon. Nicht jedes Detail, aber den Kernpunkt: Parasiten und Krankheitserreger können das Verhalten ihres Wirtes verändern, und das über rein körperliche Wirkungen wie der von Feiveline angeführte Durchfall hinaus.

    Was mich interessiert, aber was noch nicht klar ist, ist die Frage, wie sehr auch die normalen Bewohner von uns, unser Verhalten beeinflussen. Tun sie es? Wie stark? In welcher Art?

    Nachdem es ziemlich sicher ist, dass so Kleinlebewesen uns prinzipiell beeinflussen können, finde ich es spannend zu erforschen, welche davon es tatsächlich tun, wie sie es tun, und wozu/warum sie es tun.

    Aber hier kann ich nichts glauben - es gibt ja noch keine Aussagen dazu, die man glauben könnte. Und das war eigentlich der Punkt warum ich über das Thema schrieb, um andere darauf aufmerksam zu machen, dass hier ein neues Feld in der Mikrobenforschung aufgestossen wurde, das recht interessante Ergebnisse verspricht.
     
  • Du meinst so richtig, Wachs schmelzen, docht eintunken, ziehen, erstarren lassen, wiederholen bis man eine Kerze hat?

    Nein, als Kind war ich Spiritusbrenner-Fan. Geschmolzenes Kerzenwachs habe ich benutzt um Holz Säurefest zu bekommen (ich habe Bleiakkus gebastelt, mit Holzdeckel).

    Warum fragst Du?
     
    Weiß ich auch nicht so genau.
    Wahrscheinlich weil diese schlimme Rosabelverde sich vor der Arbeit drücken will.:D
     
    Ich habe dabei schon mal zugeschaut. Ist eine besinnliche Arbeit. Meditativ, beinahe. Braucht aber eine Weile, bis man eine Kerze anständiger Dicke fertig hat.

    PS: Wichtelt ihr mit handgemachten Kerzen? Kerzen giessen geht viel schneller als ziehen.
     
  • Ich hab mal irgendwo gelesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Autismus und Darmbakterien geben soll...
     
    Das habe ich auch gelesen, scheint aber einer der eniger gut belegten Zusammenhänge zu sein. Ist auch immer die Frage wie herum der Zusammenhang ist - war der Autismus zuerst da, und hat dann die Darmflora beeinflusst, oder war es die Darmflora, die den Autismus hervorruft?

    Was ich gelesen habe war eher recht unklar. Autismus ist sehr komplex, es gibt viele Formen von Autismus, da ist es schwierig allgemeingültige Aussagen zu treffen.
     
    Stimmt, es wird ja immer wieder gesagt: "Kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten!". Soll heißen, jeder Autist ist anders. Ich hab auch mal gehört, Autismus könnte auch erblich bedingt sein.

    Ich hab mal eine sehr interessante Sendung über Parasiten im menschlichen Körper gesehen (ich glaub, die hieß "Der Feind in mir"). Definitiv nichts für empfindliche Gemüter.
     
    Jetzt weisst Du, warum ich Würmer und Maden ganz besonders wenig mag. Auch die Sorten die für gewöhnlich nicht Parasitär sind. In meinem Kopf erinnern die mich einfach zu sehr an die "bösen" Mitglieder ihrer Gattungen.

    Fies ist auch das Zeugs das sich unter den Zehennägeln einnistet. Dort bekommt man es nur ganz schlecht wieder raus. Unsere Vorfahren mussten dazu den Nagel ausreissen, das schafft man alleine wegen der Schmerzen nicht, und es jemand anderen machen zu lassen ist auch kein Spass.
     
    Bedenke das du ohne die ca 70 Billonen Untermieter gar nicht im Stande wärst zu verdauen ....;)
     
    Bin ich auch froh darüber. Nur mit den Würmern und Maden komme ich nicht so gut klar.

    PS: Naja, mit den anaeroben Methangasprodzenten müsste ich mal eine Diskussion führen, ob man denn Abbau der Nahrung nicht auch mit weniger Methanproduktion bewerkstelligt bekommt. Aber sonst klappt es gut mit der Zusammenarbeit.
     
    nur Methan ... wohl eher auf der vegetarischen Seite zuzuordnen ...Kohlenstoffdioxid und Schwefelwasserstoff runden die Geschichte dabb schon etwas ab.:grins::grins:
     
    Ja aber auch wieder, je mehr man an Bakterien, Viren und einfach nur Dreck mitnimmt um so besser ist man geschützt, wir Ossis haben als Landkinder alles mitgenommen inklusiv unserer Schei.....aus den Klärgruben auf den Gärten jeden Herbst und haben die Rechnung dann bekommen, als sich Schabowski verquascht hat. Die Umstellung war einfach zu radikal.

    Von Allergien bis Asthma war bei mir ab 1990 alles dabei und ich wette das ist dafür mit verantwortlich was in meinem Kopf los ist. Nur weil es die Umstellung von dem 100% Biokreislauf zum Weltmarkt zu viel war. Hab ja gedacht das Zeug taugt mehr als meist fad schmeckende Saft von der Obst Sammelstelle.

    So nen Chaos wie jetzt, wo heute im Radio von den Notaufnahmen berichtet wird, die für alles herhalten müssen. Was eigentlich die Wochenendstation der Hausärzte machen sollten, gab es Damals nicht. Da wurde brutal vor sortiert, Warten will auch niemand mehr.

    Suse
     
    Habt ihr schon mal was vom Candiru-Fisch gehört? Nein? Dann googelt den mal. Aber auf eigene Gefahr, dürfte nämlich besonders für die Männer eine ziemlich unangenehme Vorstellung sein. :d
     
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