BMW bringt 40t Elektro LKW zum Einsatz

  • "Der Akku soll innerhalb von drei bis vier Stunden voll aufgeladen sein. Dann soll das Fahrzeug eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern haben und so theoretisch einen kompletten Produktionstag ohne zusätzlichen Ladevorgang absolvieren können."

    Nun ist ein Theoretischer Arbeitstag in der Produktion von Automobilwerken aber 24h lang und das von Mo - So. ich schiebe den Faupaux mal auf den Artikelschreiber. Der dürfte 8 h gemeint haben.

    Ansonsten wenn das Klappt ok

    Hier probieren sie gerade einen ElektroBus bei der ÖPNV, der hat aber wohl längere Ladezeiten und ist aufgrund der Maße eines Reisebusses ohne Gelenk (eher Reisebusmaße) nicht überall einsetzbar. Dürfte die neuen Nachtbuslinien die heute nacht wg des gewaltigen Bahnhoftunnelbaus Premiere haben, also nicht fahren.

    Mal gucken wie sich das entwickelt. Die Wärmepumpen haben sich ja auch rasant entwickelt, die letzten Jahre. Raus ging 2006 noch absolut nicht. Heute setzt die Dinger kein Mensch mehr ins Haus.

    Suse
     
    Ich denke auch, dass bei dem LKW 8h gemeint waren, bis er wieder geladen werden muss. Ist aber schon mal besser als gar nix :)

    Bei Elektrobussen sehe ich auch großes Potential. Generell im ganzen Gewerbe, auch bei Handwerkern, die mit ihren Fahrzeugen hauptsächlich kurze Strecken in der Stadt fahren. Auf dem Land ist es was anderes, aber jeder der mit einem Elektro-Transporter fahren kann, entlastet schon mal die Luft im Siedlungsraum.
     
  • Ich arbeite bei einem städtisch angelehnten Unternehmen, dass innerhalb des Stadtgebietes auch Elektromobilität (Fahrzeuge und Busse) einsetzt.

    Leider gibt es noch viele Kinderkrankheiten. Sobald die Klima angemacht wird oder im Winter die Heizung, geht die Leistung rapide nach unten, so dass die Kollegen mehrmals am Tag ihre Einsätze unterbrechen und zum Aufladen kommen müssen und wir sogar warme Unterwäsche und andere Arbeitskleidung für die Kollgen bestellt haben, weil die Heizung nicht ständig laufen kann. Bei richtigen Minusgraden können wir die Fahrzeuge gar nicht einsetzen. Sie halten dann nicht länger als eine Stunde mit Heizung. Das bedeutet für Unternehmen, wie jetzt in unserem Falle auch, unnütze Zeitverluste und Überstunden der Kollegen und Ärgernis für selbige, weil sie genervt sind. Die Fahrzeuge sind in Anschaffung / Leasing und Unterhaltung im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen um ein Vielfaches teurer. Ladegeräte und Tankstellen haben immer wieder technische Defekte. Service der Hersteller und Ersatzteilbeschaffung ist eine einzige Katastrophe. Davon bekommt der Fahrer an sich natürlich nichts mit. Ich denke, Handwerksbetriebe können sich jedoch solche Unsicherheiten im Alltag nicht leisten.

    Busse bleiben schon mal stehen, Heizung funktioniert nicht...

    Auch ist das Tankstellennetz noch nicht sonderlich gut ausgebaut.

    Ich denke, für Unternehmen sind die Elektrofahrzeuge im Allgemeinen noch nicht ausgereift genug, dann eher für den privaten Wenigfahrer in der Stadt.

    Sicherlich eine tolle Sache, wenn sie denn irgendwann mal ordentlich funktioniert. Aufgrund der Erfahrungen auf Arbeit stehe ich der Elektromobilität noch kritisch gegenüber, hoffe aber auch auf die technische Weiterentwicklung.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Ja das wird noch etwas dauern bis die Technik für die ÖPNV Nutzung reif ist allein das ständige anhalten und Türenöffnen kosten viel zu viel Energie. Selbst wenn man nur auf Kundensignal hält, wie es ja oft schon der Fall ist. Ist es im Privatgebrauch mit viel weniger Gewicht doch was ganz anderes.

    Suse
     
    Ich halte von der ganzen Sache überhaupt Nichts.

    Ich bin begeisterte E-Bike fahrer aber im Dauerstreit mit den Akkus.

    Akkus sind am Anfang toll und altern aber viel zu schnell.
    Neuanschaffung ist teuer und ich fürchte dass die Entsorgung eine Ökokatastrophe werden kann.

    Im Winter sind Akkus nicht nur wegen der Heizung problematisch. Tatsächlich hab ich festgestellt, dass sich diese bei niedrigen Temperaturen auch ohne Heizung schneller entladen.
    Im Sommer hab ich Probleme mit meinen Akkus durch Überhitzung.

    Dennoch freut es mich das gerade eine Autobauer sich an so etwas heranwagt, denn man kann hoffen, dass dies evt. zu neuen Entwicklungen führen kann und wenn wir mal irgendwann die Kraft der sonne noch besser speichern können, dann wäre dies eine Bereicherung für die ganze Welt.
     
  • Dennoch freut es mich das gerade eine Autobauer sich an so etwas heranwagt, denn man kann hoffen, dass dies evt. zu neuen Entwicklungen führen kann und wenn wir mal irgendwann die Kraft der sonne noch besser speichern können, dann wäre dies eine Bereicherung für die ganze Welt.

    Ich denke auch, dass so Pilotprojekte gut sind, um weiter Erfahrungen zu sammeln.

    Die Akkus haben Probleme. Akkus hoher Lebensdauer sind schwer und haben eine geringe kapazität. Je höher die kapazität und je kompakter, desto schneller altert der Akku, und auch die Selnstentladung ist höher.

    Dass die Selbstentladung bei LiIo-Akkus in der kälte höher ist wundert mich. Ich kannte es so, dass man aus kalten Akkus nur einen Teil der Kapazität entnehmen konnte, aber die Selbstendladung geringer war (weil die meisten chemischen Reaktionen in der Kälte langsamer ablaufen oder ganz aufhören).
     
    allgemein gesehen ist diese aussage totaler quatsch!!!
    vielleicht habt ihr einfach den falschen hersteller gewählt.;)

    Das genau sagt er ja. Denn die Aussage ist nicht allgemein, sondern direkt auf den ÖPNV der Stadt bezogen. Seltens sind die Verkehrsbetriebe Privat. Heisst da fliessen Fördergelder der EU mit rein. Ausschreibungen, EU weit, hängen daran und die laufen immer noch auf den Preiswertesten Anbieter.
     
    Ausschreibungen, EU weit, hängen daran und die laufen immer noch auf den Preiswertesten Anbieter.

    So kann man dies nicht sagen.

    Bei der Bewertung der Ausschreibung zählt zunächst Qualität und dann Preis.
    Tatsächlich kann es vorkommen, dass der günstigste Anbieter mitunter dann doch robleme hat seine Zusagen einzuhalten. Dies sollte aber eine Ausnahme und nicht die Regel.

    Häufiger liegen die Probleme nicht am Anbieter sondern an der eigenen Logistik/ Verwaltung.

    Ich war lange Zeit für Reklamtionen im Logistikbereich zuständig und hab später Ausschreibungen mit verwaltet insgesamt mehr als 10 Jahre lang.
     
  • Bernd, ich würde nie was verallgemeinern. Wie überall gibt es gute und weniger gute Dinge. Falls das also so rübergekommen ist, sorry.

    Marsumar hatte jedoch den ÖPNV konkret angesprochen, daher meine ganz persönliche Erfahrung und meine daraus resultierende (aktuelle) Meinung zum Thema und der Elektromobilität in der allgemeinen städtischen praktischen Nutzung - mit unterschiedlichen Fahrzeugtypen und -herstellern. Wenn es nach uns im Betrieb ginge und es nicht eine klare Anweisung von oben aus der Politik gäbe, hätten wir bis dato noch kein einziges Elektrofahrzeug, weil es im Alltag wenig praktikabel und zu teuer ist.

    Und wie Marsumar schreibt, hier gibt es europaweite Ausschreibungen und entsprechend bist du nicht frei in der Wahl des Herstellers. Und der Preis spielt hier eine ganz immense Rolle und ist ausschlaggebend für die Wahl des Anbieters. Nur minimal spielen andere Faktoren eine Rolle, mit denen man noch etwas "spielen" kann. Aber grundsätzlich gibt es eine konkrete definierte Ausschreibung, die, wenn sie gut und korrekt gemacht ist, keinen großen Spielraum zulässt. Ganz unabhängig davon, dass Elektromobilität ein feines Politikum ist und oft auf Biegen und Brechen durchgesetzt wird, ob es in der Praxis Sinn macht oder nicht. Aber das ist dann nochmals ein ganz anderes Thema, zu dem es sicherlich wieder viele unterschiedliche Meinungen gibt. :)
     
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  • So kann man dies nicht sagen.

    Bei der Bewertung der Ausschreibung zählt zunächst Qualität und dann Preis.
    Tatsächlich kann es vorkommen, dass der günstigste Anbieter mitunter dann doch robleme hat seine Zusagen einzuhalten. Dies sollte aber eine Ausnahme und nicht die Regel.

    Häufiger liegen die Probleme nicht am Anbieter sondern an der eigenen Logistik/ Verwaltung.

    Ich war lange Zeit für Reklamtionen im Logistikbereich zuständig und hab später Ausschreibungen mit verwaltet insgesamt mehr als 10 Jahre lang.

    In der Privatwirtschaft oder im Öffentlichen Bereich?
     
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