Neubeet faul anlegen

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Hello, ist es nicht herrlich im tiefsten Winter Gartenpläne fürs neue Gartenjahr auszuhecken und genüsslich Samenkataloge zu gustieren :D:D:D

Ich will mir ein zweites Beet anlegen, ganz faul, ohne Umgraben, ich habe Zeit.
Ich habe in meinem großen Bio-Gartenbuch gelesen, man kann: den Boden mit einer Mulchfolie/ Pappschichten/altem Teppich abdecken, damit die Rasensonde abstirbt.
Dann lege man durch Löcher hindurch Erdäpfel in die Erde und lasse die Kartoffeln wachsen. Kartoffelpflanzen lockern den Boden wohl wunderbar vor ?! (Sind aber Starkzehrer).
Im Anschluss/ bzw nächste Saison habe man ein ganz gut vorbereiteten Boden.
Klingt gut.....

Hat jemand von euch sowas schonmal probiert?
Wer hat Erfahrung?
 
  • Nach der kartoffelernte hast Du dann auch umgegraben :-P

    Nein, keine Erfahrung. Ich grabe bislang immer sofort um, ohne Kartoffeln zu pflanzen. Die Grasnarbe entferne ich vor dem Umgraben mit einer schweren Hacke.
     
    Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht.

    Hatte ein Beet, das eigentlich eine bunte Blumenwiese hätte werden sollen. Im Laufe der Jahres ist das Stück dann immer mehr verkrautet. Alle möglichen Gräser mit Riesenhorsten, Schneckenparadies ohne Gleichen. Das zweimalige Mähen im Jahr war eine Mordsarbeit.

    Also hatte ich mich entschieden, ein Staudenbeet draus zu machen. Aber wer soll sich jetzt die Arbeit mit dem Umgraben machen? Ich hab keine Lust, Männe hat sowieso schon Knieprobleme ... Habe deshalb im Herbst alles Herbstlaub draufgeschmissen, eine dicke Schicht.

    Im Frühjahr drauf habe ich punktuell zwei drei Stauden gesetzt, deren Pflanzlöcher gegraben und entkrautet, was schon ganz gut ging. Zwischen den Stauden weiter gemulcht und so wurde das im Laufe der Jahre ein ganz prima Beet mit tollem Boden.
     
  • Wenn ich ein neues Beet anlege, dann steche ich die Grasnabe um und lege diese auf dem Kopf (grünes nach unten) wieder hin.
    Das Prinzip ist quasi dasselbe, weil man dem Gras das Licht entzieht zum wachsen.

    Letztes Jahr haben wir es - unfreiwillig - anderst gemacht.

    Beim Ausheben von unserem Schwimmingpool haben wir den Baggerführer gebeten einen kleinen Teil der Erde auf unsere Wiese abzulegen, weil wir diese noch verwenden wollten.

    P1070609.webp

    Der Boden war somit abgedeckt und der Rasen ging in nur wenigen Wochen ein.
    März 2014 Bild oben und Mai 2014 sah es dann so aus.

    Pflanzmauer.webp

    Auf den ersten Blick ideal ..... ABER am 26.07.2014 sah es dann wieder so aus.

    der angebliche riesige Erdhaufen.webp

    Zusammenfassend:
    Nach dem Abdecken ist das Kraut selbst schon nach wenigen Wochen abgestorben aber die Samen und die Wurzeln überleben jahrelang.
    Abdecken hilft nur dann etwas, wenn es wenigstens 1 Jahr lang abgedeckt bleibt.
    Bei einigen hartnäckigen Unkräutern wie z.B. Fünffingerkraut, Winden etc kann es auch mehrere Jahre dauern.

    Lösung:
    Eine Möglichkeit ist es das Grundstück mit Kartonagen oder Zeitungspapier abzudecken und dann wenigstens 10cm Erde darauf und einsäen. Der Karton bzw. Zeitungspapier hält einige Zeit bis es kompostiert und hindert Samen und Wurzeln am aufgehen.
    Aber je nach Größe des Beetes bräuchtest du dafür einige Kubikmeter Erde und woher nehmen?
     
  • Lösung:
    Eine Möglichkeit ist es das Grundstück mit Kartonagen oder Zeitungspapier abzudecken und dann wenigstens 10cm Erde darauf und einsäen. Der Karton bzw. Zeitungspapier hält einige Zeit bis es kompostiert und hindert Samen und Wurzeln am aufgehen.
    Aber je nach Größe des Beetes bräuchtest du dafür einige Kubikmeter Erde und woher nehmen?

    Du bist ein schlauer Mensch ;)
    Ich habe nochmal genau nachgelesen, nachdem ich die betreffende Stelle in meiner "Bibel" gefunden habe. Ist leider doch nicht so easy wie ich es in Erinnerung hatte (wohl ein Freud`scher Verdenker).
    Fläche abdecken, am besten mit Kartons da sie verrotten. Erde/ Kompost drauf (im Buch: Garten- Küchenabfälle und Kleintiermist), mind. 10cm bis 20 cm. Im Mai Kürbisse gepflanzt, da die ja Starkzehrer sind. Durchkommende Wurzelunkräuter entfernen. Dann bearbeitet mit Motorgartenhacke (?!) Im zweiten! Jahr Kartoffeln. Danach sei der Boden bereit für den Einsatz als fertiges Gemüsebeet.

    Der Teil mit der Motorhacke kommt mir bissi komisch vor, dann könnt ich ja gleich so machen :confused:

    Na gut, dann muss ich mal überlegen, ob ich zwei Jahre warten will oder halt nochmal graben...

    Wie lange liegen die Grassonden denn auf dem Kopf, bis sie absterben ?
     
    Abdecken damit die obere Grünschicht wie Rasen und Wildkräuter abstirbt geht aber um einmal umgraben wirst du nicht drum rum kommen da du die restliche Wurzelstücke rausbekommen musst, die schlagen sonst wieder aus.

    Man sagt meist Plane drauf, im März/ April aufdecken, einmal grob umgraben und wenn dann das neue unerwünschte Grün sprießt(um diese Zeit schießt ja alles aus dem Boden) noch mal Plane drauf, dann stirbt das meiste ab und dann noch mal auflockern und dann neu bepflanzen.
     
  • P.S Kartoffeln lockern zwar den Boden, der wird schön feinkrümelig aber wenn du auf einem nicht umgegrabenen Boden Kartoffeln pflanzt werden die nicht gut wachsen.
     
    Kartoffeln lockern den Boden ?
    Sicherlich richtig aber eben auch nur bedingt wahr.
    Zum einen muss man erstmal die Kartoffeln in dem "steinharten" Boden bringen und diese dann im Herbst wieder mühsam ausgraben. 50% dieser Lockerungsarbeit hat man demnach selbst gemacht. Darüber hinaus lockern dann auch die Kartoffeln noch etwas den Boden aber auch das nicht genügend.

    Lehmboden lockern
    Lehmboden zu lockern funktioniert nur dann wenn man anderes Substrat unterarbeitet. z.B. Lehm, Gartenerde etc.
    Zackert man den Boden nur, dann wird dieser vorübergehend locker und bei den kommenden Regenschauern verbindet sich der Lehm wieder mit zu einer festen Kruste.

    Meine faule Billigmethode
    Frag mal bei einem Bauern an, ober er dir Häckselmaterial anliefern kann. ca. 10cm davon auf dem Beet verteilen und 1 Jahr liegen lassen. Du wirst feststellen, dass kein Unkraut durchkommen wird, denn die Gerbsäure im Häcksel verbrennt alles.
    Unter dem Häcksel leisten nun Regenwürmer ganze Arbeit und der Boden wird deutlich lockerer. Würde man den Häcksel nun abräumen könnte man das Beet bereits normal bearbeiten - ABER es würde kurzfristig wieder alles verklebt.
    Also entweder Häcksel liegen lassen und dazwischen starke Setzlinge pflanzen oder das Häckselmaterial im Boden einzackern.
     
  • *lach* gut aufgepasst

    Ich meinte nätürlich Sand oder andere Erde unterarbeiten;)

    Häcksel hat bei mir am besten geholfen. Dabei spreche ich aber weniger vom eigenen Gartenhäcksel, sondern von bereits etwas angerottetem Häcksel welches ich vom Bauern bezogen habe.

    Wenn Häcksel einige Wochen abgelagert ist, entwickelt es im Innern eine unglaubliche Hitze, wodurch Krankheitskeime und evt Samen zu 99% abgetötet werden. Dabei entseht auch ein unglaublicher Gestank, der Fliegen in rauen Mengen anzieht.

    Wenn man sich demnach Häcksel anliefern läßt, dann muss man diesen schnell (innerhalb von einem / wenigen Tagen) flächig ausbringen. Dann verliert der Häcksel binnern ca. 2 Stunden den Getank.

    Zuletzt hatten wir vor 5 Jahren Häcksel anliefern lassen. Meine Nachbarn behaupten bis heute noch es wäre damals Mist gewesen (wegen dem Gestank).

    Häcksel für Gartenwege
    Dieses Häckselmaterial haben wir früher auch für die Wege im Garten verwendet.
    Man läuft auf diesem Halbvermoderten Häcksel so weich wie auf Moos und durch die austretende Gerbsäure wird dabei auf den Wegen das Unkraut unterdrückt.
    Ferner kann man dank dieses Wegbelages auch an nassen Tagen durch einen Lehmgarten laufen ohne sich die Schuhe schmutzig zu machen.
    Nachteil es muss jährlich erneuert werden - Kostet dafür so gut wie Nichts.
     
  • gut gut. Also
    1. Grassonden ab (rumgedreht drauf), warten bis tot
    2. dann umgraben, Lehm ;), ich mein` Sand, Kompost, Asche, Erde....gleich mit untermischen, Wurzelstücke entfernen
    3. Häcksel drauf schmeißen und starke Sämlinge einsetzten und später Häcksel einarbeiten wenn aus den Sämlingen abgeerntete Pflanzen geworden sind
    4. Häcksel einarbeiten

    ??????

    Klingt nicht faul sondern wie die Premiumvariante :-P
     
    1) Grassoden ab, beiseite legen (Eimer, Kübel).
    2) Umgraben.
    3) Fertig.

    Alles andere ist Bonus. Die Grassoden trockne ich ein Jahr, und fülle sie dann unten in Pflanzkübel, um teuere Erde vom Baumarkt zu sparen.
     
    1) Grassoden ab, beiseite legen (Eimer, Kübel).
    2) Umgraben.
    3) Fertig.

    Alles andere ist Bonus. Die Grassoden trockne ich ein Jahr, und fülle sie dann unten in Pflanzkübel, um teuere Erde vom Baumarkt zu sparen.

    Grassoden abstechen , Boden darunter etwas ausheben ,
    Soden umgedreht in die Kuhle legen und mit Mutterboden und Kompost abdecken .
    Braucht man nicht warten .
     
    gut gut. Also
    1. Grassonden ab (rumgedreht drauf), warten bis tot
    2. dann umgraben, Lehm ;), ich mein` Sand, Kompost, Asche, Erde....gleich mit untermischen, Wurzelstücke entfernen
    3. Häcksel drauf schmeißen und starke Sämlinge einsetzten und später Häcksel einarbeiten wenn aus den Sämlingen abgeerntete Pflanzen geworden sind
    4. Häcksel einarbeiten

    ??????

    Klingt nicht faul sondern wie die Premiumvariante :-P


    • Häcksel auf die Wiese werfen
    • ein jahr warten
    • Häcksel einzackern
    Mit dieser Methode hast du nicht nur weniger Arbeit, sondern zugleich auch die lockerere Erde. Gerade für Lehmboden meine bevorzugte Variante.
     
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