wenn man herbstragende sorten im winter bodennah abschneidet, hat man nur eine ernte!
da sie aber grundsätzlich geeigente sind, zweimal zu tragen, sollte man anders schneiden:
1.) 1. jahr: es bilden sich neue ruten, die im spätsommer/herbst tragen. diese werden nach der ernte oder besser noch im frühjahr eingekürzt (um den abgetragenen gipfelbereich oder auch etwas mehr) - daran bildet sich dann im frühjahr die erste ernte. da diese ruten dann das zweitemal tragen, sind die früchte kleiner, aber auch aromtischer. der ertrag ist aber trotzdem relativ hoch.
nach dieser frühernte werden die altruten dann endgültig entfernt.
in der zwischenzeit haben sich dann schon wieder reichlich neue ruten gebildet, die dann wieder die herbsternte tragen, dies sind dann wieder die ruten für die frühernte des folgejahres. die früchte dieser herbsternte sind sehr groß, aber auch nicht sonderlich aromtisch
nachteil dieses schnittes: die herbsternte ist relativ spät - sept./okt., da zunächst viel kraft in die blüten der altruten geht. eine reife kann nicht unbedingt immer garantiert werden und es findet keine gleichzeitige reife großer mengen statt.
vorteil: man erreicht fast eine ganzjährige dichte begrünung, wo dies erwünscht ist. die frühjahrsernte ist zeitiger als bei normalen himbeeren (etwa 2-3 wochen).
schneidet man herbstragende himbeeren zum winter kompelett runter, hat man nur eine ernte, die dann aber wiederum etwas zeitiger ausfällt als im anderen fall. das hat auch vorteile. das muss man halt entscheiden.
für mich ist neben der ernte die begrünung vordergründig, daher habe ich mich für die 2-ernte-variante entschieden.