Wie sollte ich meine Musa Basjoo überwintern?

Gandalf06

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Ich habe im Februar eine Musa Basjoo gekauft und ca. im Mai ausgepflanzt. Seit dem ist sie nicht übermäßig viel gewachsen und ist jetzt vielleicht knapp einen Meter groß.
Ich wohne offiziell in Klimazone 7b, obwohl es bei uns auch schon -20°C im Winter hatte.
Nun muss ich die Banane ja so langsam überwinter, bevor der erste Frost kommt. Nur bin ich mir nicht sicher welche Methode hier am besten funktioniert. Ich habe mich ein bisschen informiert und anscheinend kann man ja entweder die Blätter abschneiden und den Pseudostamm und den Wurzelballen mit Heu oder Laub isolieren oder man setzt die Banane in einen Topf und stellt sie ins Haus. Und in einem Video Tutorial habe ich noch eine dritte Methode gefunden: Die Banane etwa 20cm über der Erde kappen, das Rizom von der Erde befreien, dann eine Woche austropfen lassen und dann an einem dunklen kalten Ort bis zum Frühling lagern.
Nur was wäre hier jetzt am besten für meine Banane geeignet?
 
  • Hallo Gandalf,
    Vom Ausgraben würde ich „gefühlt“ abraten. Ich habe dieses Jshr eine Kindel entfernt und war erstaunt, wie dick das kleine Pflänzchen unterirdisch war. Die Musa würdest du wahrscheinlich nur mit großen Schäden aus der Erde bringen, wenn überhaupt.

    Ich habe meine letztes Jahr gepflanzte (die stand vorher allerdings drei Jahre im Topf) unterhalb des Blattschopfes abgeschnitten und ein „Gestell“ in passender Höhe drübergestülpt. Dann das Gestell mit doppelter Lage LuPo Folie umwickelt (sonst bei der Überwinterung von Pflanzen eine Todsünde) und mit Herbstlaub ausgestopft. Dann noch ein gelber Sack als Regenhäubchen drüber. Hat geklappt.

    Eine Stufe „besser“ ist es, das Laub mit Wasser zu begießen und es mit einem Stampfer ordentlich zusammen zu stampfen. Es beginnt dann zu verrotten und erzeugt so Wärme. Ein Forenmitglied, das in einer kälteren Region wohnt als ich, macht das so. Mit Erfolg.

    Minus 20 ist natürlich schon ne Hausnummer. Eventuell friert sie dir oberirdisch zurück und muss nächstes Jahr aus dem Rhizom neu austreiben. Daher auch hier großzügig mit Laub isolieren.

    Hilft das auch nichts, kämen nur noch Methoden mit zusätzlicher Wärme in Betracht.
     
    Ich bin nur bis jetzt eher von dieser Methode zurückgeschreckt, weil die Banane noch so klein ist. Dann wird sich das Rizom ja auch noch nicht so weit ausgebreitet haben.
    Wird das auch bei kleinen Bananen klappen? Und wie macht man das mit den Kindeln? Entfernt man die vorher?
     

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  • Ich hatte das Kindel nur entfernt, weil es an einer Stelle wuchs, wo es mich störte. Die anderen habe ich dran gelassen. Das sind ja auch kleine Bananen, noch kleiner als Deine. Und die haben den Winter auch überlebt.
    Garantie gibt es keine, zumal es bei mir nie so kalt wird, wie bei dir.
     
  • Ok ich hab aber noch ein paar Fragen zum Überwintern.
    Sollte ich nachdem ich den Stamm gekappt habe, das einfach so lassen oder sollte ich den Stamm in Luftpolsterfolie wickeln? Das machen anscheinend viele in diesen Youtube Tutorials.
    Und wäre es nicht gut, die Schnittstelle mit Holzkohle einzuschmieren, damit da nix fault?
    Und ich habe noch eine Frage:
    Kann ich auch Heu anstatt Laub verwenden? Und wenn ich das dann alles nass mache, fault mir dann nicht auch der Stamm weg?
     
    Den Stamm nach dem Kappen einfach so lassen. Die Schnittstelle trocknet dann ein, und meistens friert er auch noch ein Stückchen zurück, so dass du nach dem Winter noch mal etwas nachschneiden musst.
    LuPo um den Stamm musst du nicht, da ja dein „Gestell“ mit LuPo umwickelt ist.
    Heu anstatt Laub geht genauso, wenn Du da einfacher dran kommst. Oder Stroh. Ist egal.
    So wie ich es gemacht habe, trocken mit Regenschutz, beruht die Wirkung auf den isolierenden Luftschichten, die im Material fest gehalten werden. Dazu sollte es möglichst trocken sein (und bleiben).

    Die andere Methode, bei der nasses Material eingefüllt wird, beruht auf der Wärme, die bei der Verrottung entsteht. Quasi wie eine milde Heizung. Dazu muss es nass und kompaktiert sein. Dann kann es auch rein regnen.
    @lutzDD kann dir mehr dazu erzählen, der macht das so. Wenn ihm seine Banane dabei weg gefault wäre, würde er es wohl nur einmal so gemacht haben. 🤓
     
  • So also ich hab die jetzt wieder ausgepackt. Allerdings scheint irgendwie alles vergammelt zu sein. Ist das normal so? Soll das so sein und erholt die sich irgendwie wieder? Oder muss ich nächstes Mal anders überwintern?
     

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    Sie treiben relativ spät aus. Ich würde noch warten.
    Du kannst die Pflanze aber mal vorsichtig mit den Fingern etwas freilegen, um zu sehen, ob sie unter der Bodenoberfläche noch lebt, oder verfault ist.
     
    Meine sieht dieses Jahr ähnlich aus, zumindest die kleineren Ableger. Obwohl ich den Winterschutz genauso angebracht hatte, wie letztes Jahr. War halt einfach deutlich kälter.
    Der Hauptstamm war auch etwa zur Hälfte matschig. Ich habe ihn neu angeschnitten und es war noch ein lebender Kern zu sehen. Aber auch dieser wächst noch nicht, es ist noch zu früh und zu kalt. Ob die Kleinen durchkommen und aus der Wurzel neu austreiben, weiß ich noch nicht…..
    Du kannst alles, was da so matschig am Boden liegt abschneiden. Im Idealfall stößt du auf ein noch lebendes „Herz“.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • War bei meinen nach dem ersten Winter auch so und sie haben wider durchgetrieben.
    Im 2. Winter habe ich mit dem Schutz geschludert, da waren sie hin.

    Ich drück Dir die Daumen. Im Mai sollte sich aber was tun.
     
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