3.1 Betroffene Lebensräume
Dominanzbestände werden vor allem an Gewässern aufgebaut – an gestörten Stellen, die vorher vegetationsfrei waren, oder in ausdauernder Vegetation. Wegen ihrer begrenzten Schattenverträglichkeit dringt sie nur in krautige Vegetation und in lichte Wälder ein...
3.2 Tiere und Pflanzen
Über die Verdrängung anderer Pflanzenarten durch das Springkraut gibt es unterschiedliche Ansichten, sie reichen von "sehr problematisch" bis "praktisch kein Effekt". Die auffälligen Dominanzbestände des Springkrauts entwickeln sich erst im Hochsommer, so dass andere Pflanzen bis zum Frühsommer relativ ungestört wachsen und z.T. auch zur Blüte kommen können, bevor es durch seine Höhe und Dichte zu Beschattung führt. So sind auch in dichten Springkrautbeständen noch andere Arten vorhanden, natürlich mit verminderter Produktion und Dominanz... Auf Tiere hat I. glandulifera vor allem positive Wirkungen: Ihr reiches Nektarangebot macht sie zu einer hochattraktiven Pflanzen für Blütenbesucher...
3.3 Ökosysteme Gelegentlich wird angenommen, Springkrautbestände würden ausdauernde Uferpflanzen zurückdrängen und dadurch die Erosion an Fließgewässer erhöhen. Dies ist jedoch fraglich, da die einjährige Art eher offene, durch Substratumlagerungen in der Aue entstandene Standorte besiedelt oder sich in ausdauernde Vegetation einfügt.