Wein voller Pilz - abholzen und neu setzen, oder was tun?

lipa

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Hi zusammen, wir haben vor einiger Zeit ein Haus gekauft. An der Terrasse wächst Wein. Dieser hatte zuvor bereits echten Mehltau. Ich habe dieses Jahr div. Wege probiert - Gehölz massiv runter geschnitten, vor dem Austrieb massiv ausgedünnt, über den Sommer ausgedünnt, Milch, Fungizid. Letztlich ist es schlimm wie nie zuvor.

Wir planen im Herbst die Pergola neu zu bauen, daher müsste ich die Planze noch deutlicher zurückschneiden als im letzten Jahr. Ich frage mich aber nun vielmehr: macht das Sinn? Sitzt der Pilz nicht überall im Gehölz? Macht es daher vielleicht Sinn, das Ding komplett wegzunehmen und neu zu setzen?

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  • Gut aufgepasst. Ja, genau darum geht es. Mit dem Unterschied, dass ich ihn dieses Jahr deutlich runtergeschnitten, gestutzt und behandelt habe. Letztes Jahr waren wir ganz neu in dem Haus, da hatte er pro Seite z.B. noch zwei dicke Triebe die ich reduziert habe.
     
  • Ich würde ihn auch nicht sofort komplett entfernen, bevor klar ist, was genau er hat.

    Mich würde interessieren, ob nur die Blätter betroffen sind oder auch Triebe und Trauben. Vielleicht lässt sich mit ein paar näheren Fotos ja noch besser erkennen, um welchen Pilz es sich handelt und ob sich eine Behandlung noch lohnt.
     
  • @lipa

    War der Befall in den Vorjahren ähnlich stark ?
    Gerade in diesem trockenen Sommer sollte Mehltau nur ein geringes Problem sein.

    Möglicherweise hast Du eine Sorte, die anfällig für Mehltaubefall ist.
     
  • @lipa

    War der Befall in den Vorjahren ähnlich stark ?
    Gerade in diesem trockenen Sommer sollte Mehltau nur ein geringes Problem sein.

    Möglicherweise hast Du eine Sorte, die anfällig für Mehltaubefall ist.

    Es war trotz aller genannten Maßnahmen noch schlimmer als im Vorjahr. Vor allem die Beeren habe ich noch nie so erlebt. Genau deswegen denke ich gerade etwas radikaler über einen Neuanfang nach.

    Meine Frau hatte mal recherchiert, vermutlich ist es eine Sorte, die anfällig ist für Mehltau, ja. Auch deswegen der Gedanke, mit einer PIWI-Sorte neu anzufangen.
     
    Ich bin ja nicht so der Kenner von Reben und Pilzen. Aber besteht nicht die Gefahr, dass eine neue eingepflanzte Rebe gleich die Sporen der alten Rebe bekommt?
     
    Danke euch! Mein Plan ist derzeit:

    Die gammeligen Reben habe ich bereits entfernt. Die Blätter würde ich noch eine Weile behalten, da es sonst sehr kahl aussieht. Wenn wir im späten Herbst die Pergola neu machen würde dann alles von Rebstock bis Wurzel (so tief wie ich komme) und auch die Erde drumherum entfernen. Neue Erde und neu pflanzen dann erst im Frühjahr, wenn der Frost weg ist. So liegt zwischen Alt und Neu etwas Zeit und die Sporen sterben über den Winter ab.

    Was denkt ihr dazu?
     
  • Für mich klingt das nach der sinnvollsten Lösung. Hoffe ihr findet eine resistente Sorte. Deine Fotos sehen wirklich schlimm aus. Hab heute sehr leckere Trauben geerntet und wünsche meinen beiden Reben, dass sie nie so ein heftiger Pilz erwischt, denn dann ginge ich ebenfalls genau so vor, wie du planst.
     
  • ich habe 6 Weinreben, auch "resistente" Sorten. Aber vor ein paar Jahren bekamen dann alle Mehltau und/oder Grauschimmel. Ein befreundeter Winzer sagte mir, dass wenn die Trauben das einmal haben es nie mehr ganz weg geht. Ich behandele meine mehrfach im Jahr mit Netzschwefel. Das hilft sehr gut ist aber bei einer Pergola schwierig.
    Also wenn es dumm läuft, werden auch resistente Sorten krank.
     
    Danke euch erneut. So werde ich es machen. Vielleicht auch jetzt doch am Wochenende schon mal was wegschneiden auch.

    Was spricht gegen Netzschwefel bei einer Pergola? Sie ist lackiert und der Schwefel sollte ja mit dem nächsten Regen gehen. So ähnlich war es zuletzt bei Milchlösung und auch als ich Fungizid eingesetzt habe.
     
    Ein wichtiger Hinweis zu den PiWis.
    PiWi bedeutet pilzwiderstandsfähig, nicht resistent.
    Wirklich resistente Reben gibt es nicht. Nur solche, die mehr abkönnen.
     
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