Wann pikieren

Andi91

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Hallo zusammen :)

habe seit ca. 1 Monat eine neue Leidenschaft gefunden und zwar das Hobbygärtnern. :)

Ich habe jetzt mit Tomaten angefangen, wo sich mir jetzt eine Frage stellt.
Im Internet steht das man die Tomaten pikieren kann, nachdem sich die ersten Laubblätter bilden.

Heißt das, dass diese wirklich schon "ausgewachsen" sein sollten oder reicht es wenn gerade mal ein kleiner Ansatz vorhanden ist?

Ich habe jetzt mal nur einen kleinen Teil pikiert nur um sicher zugehen, das nicht alle meine Jungpflanzen eingehen sollten, falls das falsch ist.. :ROFLMAO:

Hier noch ein paar Bilder..

Danke schonmal für eure Hilfe!!
 

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  • wilde Gärtnerin

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    Andi, willkommen hier!

    Auf deinen Bildern kann ich keine Laubblätter sondern nur Keimblätter erkennen.....

    LG
    wilde Gärtnerin
     

    Andi91

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    Hi wilde Gärtnerin,

    vielen Dank!

    Ohje, ich dachte dieser kleine Ansatz, wäre schon ein Laubblatt. :(
     

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  • Pyromella

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    Hallo @Andi91 , willkommen im Forum.



    Mach dir nicht so große Sorgen. Du kannst Tomaten im Keimblattstadium pikieren (wie du das getan hast), du kannst das später machen (Zum Beispiel, wenn die ersten echten Blätter da sind. Die echten Blätter haben dann eine andere Form als die Keimblätter, das erkennst du leicht, wenn du sie das erste Mal gesehen hast.), du kannst die Pflänzchen auch so lange in ihren kleineren Töpfchen lassen, bis ihnen das Töpfchen zu eng wird. Du hast ja sichtlich nur eine Pflanze in jeden Ursprungstöpfchen, da musste du keine Sorge haben, dass sich die Jungpflanzen nachher nicht mehr unfallfrei trennen lassen. Das ist nämlich eigendlich der Grund, wieso häufig früh pikiert wird.
    Tomaten sind da sehr flexibel und nehmen so schnell nichts übel.

    Ich finde es einfacher, die Tomaten umzusetzen, wenn sie etwas größer und nicht mehr so fragil sind. Wenn du hier fünf Leute im Forum fragst, wie sie Tomaten vorziehen, wirst du wahrscheinlich fünf verschiedene Wege erzählt bekommen, die alle funktionieren.

    Ich mache es wie folgt:
    -Ein oder zwei Samen pro Sorte in Wasser legen und dort keimen lassen
    -den schnellsten Keimling in ein4cl-Töpfchen mit Loch im Boden, gefüllt mit Blumenerde umsetzen und unter die Pflanzlampe stellen.
    -Pflänzchen regelmäßig gießen, dass es weder verdurstet noch ersäuft
    -bis Mai ca 3mal in größere Gefäße umsetzen, damit es immer wieder frische Nährstoffe gibt aber gerade in der Zeit, in der ich die Töpfe noch nicht rausstellen kann, der Platzbedarf nicht so hoch ist
    -nach den Eisheiligen auf dem Balkon in die Endtöpfe (ca 20l) auspflanzen.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
  • Andi91

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    Hallo @Pyromella!

    Vielen Dank für deine Antwort, das hilft mir auf jeden Fall weiter! :)

    Eine Frage hätte ich noch.. Ich habe die Tomaten ja heute pikiert.. Normalerweise soll man diese dann ja ca. 3 Tage nicht der direkten Sonne aussetzen bzw. unter die LED Lampe stellen.

    Wäre das jetzt hier anders, weil sich ja hier noch keine Laubblätter gebildet haben?
     

    Frau B aus C

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    Andi91, Du bist spät dran.
    Deine jetzt pikierten Tomaten werden die nächsten Tage noch nicht viel wachsen, was normal ist. Aber in etwa 10 Tagen legen sie den Turbo ein. Mit Auspflanzen direkt nach den Eisheiligen wird nichts. Dafür hast Du sie 4 Wochen zu spät gesät. Sie werden dann eben etwas später. Und Du kannst nach Mitte August ernten.
    Viel Erfolg und Freude im Garten.
     
  • Andi91

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    @Frau B aus C ja, leider zu spät meine neue Leidenschaft gefunden..
    Aber für das nächste Jahr bin ich dann gewappnet!

    Meine "fast" Frau verdreht schon Ihre Augen, so oft wie ich nach den kleinen Pflänzchen gucke um zu schauen, ob sich wieder was getan hat :ROFLMAO:

    Naja mal schauen, ob die Black Cherry Tomaten was werden. :)
     

    Pyromella

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    Normalerweise soll man diese dann ja ca. 3 Tage nicht der direkten Sonne aussetzen bzw. unter die LED Lampe stellen.

    Diese Info ist mir neu. Bei mir landen die Tomaten sobald sich eine grüne Spitze zeigt unter der Pflanzlampe (meine Wohnung ist zu dunkel um am Fenster anziehen zu können).

    Wenn du die Pflanzen jetzt nicht direkt unter deine LED-Lampe (oder ans helle Fenster) stellen würdest, hättest du viel zu große Gefahr, dass sie vergeilen. Also gönne ihnen lieber sofort genug Licht.

    Um sie raus in die Sonne zu stellen, sind deine Schützlinge noch etwas arg klein. Achte aber darauf, wenn es soweit ist, dass du sie dann vorsichtig an das Sonnenlicht gewöhnst. Also erstmal nur in den Schatten und dann immer mehr Stunden Sonnenlicht. sonst verbrennen die Blätter, und das sind wirklich ernst zu nehmende Schäden.
     

    Pyromella

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    Meine "fast" Frau verdreht schon Ihre Augen, so oft wie ich nach den kleinen Pflänzchen gucke um zu schauen, ob sich wieder was getan hat :ROFLMAO:

    Genau dafür sind wir in diesem Forum - alles Tomatenverrückte, die täglich mehrfach um ihre Anzuchten kreisen. Und weil wir alle ähnlich verrückt sind, macht es soviel Spaß sich auszutauschen.

    Wenn du Lust hast, schau mal in den Thread "Tomatenzöglinge 2023" - da findet fortlaufend und unsortiert immer der aktuelle allgemeine Austausch statt. Für konkrete Fragen eignen sich natürlich Extra-Threads, wie du hier einen eröffnet hast, besser.
     
  • Andi91

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    Hi @Pyromella,

    danke für den Tipp, bin direkt beigetreten!

    Habe mein hier ein kleines Update mit angehangen :)
     

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  • Pyromella

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    Das sind schöne Pflanzen. Das wird bestimmt was, wenn auch spät. Und nächstes Jahr hast schon viel mehr Ahnung und fängst einfach etwas früher an.
     

    Andi91

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    Danke, das nächste Jahr werde ich auf jeden Fall früher anfangen! :)
    Hätte nochmal eine Frage... Kann ich die Tomatenpflänzchen, unabhängig von der Länge, nach den Eisheiligen nach draußen stellen? Ist da dann wirklich "nur" die Temperatur wichtig? Oder sollte ich dennoch warten, bis die Tomaten etwas stabiler sind? (Natürlich dann alles erst, nach dem diese abgehärtet wurden)
     

    Conya

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    Ja, die Länge der Pflanzen ist irrelevant, das Problem sind kalte oder gar frostige Nächte, das vertragen sie nicht, Tomaten sind generell nicht frosthart.
    Und ich schließe mich Pyromella an, die Pflanzen sehen gut aus :)

    LG Conya
     

    Andi91

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    @Conya super vielen dank für die schnelle Antwort!
    Habe die Nachricht heute morgen gelesen und direkt raus in den Schatten gestellt! ☺️
     

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    Desperado

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    @Conya super vielen dank für die schnelle Antwort!
    Habe die Nachricht heute morgen gelesen und direkt raus in den Schatten gestellt! ☺️

    Die Tomaten brauchen schon ihr Sonnenlicht. Die musst Du nicht zwangsweise in den Schatten stellen.

    Besser ist es aber, Du stellst sie am ersten Tag erst nachmittags raus, wenn die Sonne nicht mehr ganz so intensiv scheint. Dann kannst Du sie auch draußen lassen, zumal es ja jetzt auch nicht mehr ganz so kalt ist nachts. Ich pflanz meine Tomaten auch immer erst abends aus

    Tomaten gewöhnen sich vergleichsweise schnell an die Sonne, die um diese Jahreszeit ja auch noch nicht ganz so intensiv scheint wie im Hochsommer. In dem Stadium sind sie auch nicht mehr so empfindlich wie im Keimblattstadium. Sobald sie nen schönen Wurzelballen haben (so in zwei Wochen vielleicht), kannst Du sie auch rauspflanzen.
     

    Tubi

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    @Conya super vielen dank für die schnelle Antwort!
    Habe die Nachricht heute morgen gelesen und direkt raus in den Schatten gestellt! ☺️
    Die sehen super aus!!! Heute waren sie im Schatten, ja? Dann können sie morgen ein paar Stunden etwas Sonne bekommen. Und übermorgen kannst Du sie sonnig stellen. Nachts auch draußen, etwas geschützt z. B. an der Hauswand.
     

    Conya

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    Nun ja, so ganz verkehrt ist das mit dem Schatten nicht, wenn die Pflanzen noch gar nix gewöhnt sind reichen Schattenplätze an den ersten 2 oder 3 Tagen völlig aus. Danach kann man sie dann auch weiter in die Sonne stellen denn das mögen die Pflanzen natürlich sehr gerne.

    Die Sache mit der Frostgefahr ist bei mir auch erledigt, so kalt wird es hier nicht mehr, aber regional kann kann das durchaus noch mal an die Frostgrenze kommen, wenn man also in einem Risikogebiet wohnt sollte man die Temperaturen im Auge behalten.

    LG Conya
     

    ralph12345

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    Tomaten gewöhnen sich vergleichsweise schnell an die Sonne,
    Ist das so? Ich bekomme das jedes Jahr hin, trotz extrem vorsichtiger Handhabe, dass einzelne Blätter Sonnenbrandflecken bekommen.

    Dies Jahr habe ich angefangen, die nachmittags für 15 Minuten, am nächsten Tag für 30 Minuten in die Sonne zu stellen, dann eine Stunde, trotzdem sind ein paar Blätter verbrannt. Am besten klappt das immer, wenn es ein regnerischer trüber Tag ist, dann mal mit 30 Minuten angefangen.
     

    Desperado

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    Ist das so? Ich bekomme das jedes Jahr hin, trotz extrem vorsichtiger Handhabe, dass einzelne Blätter Sonnenbrandflecken bekommen.

    Dies Jahr habe ich angefangen, die nachmittags für 15 Minuten, am nächsten Tag für 30 Minuten in die Sonne zu stellen, dann eine Stunde, trotzdem sind ein paar Blätter verbrannt. Am besten klappt das immer, wenn es ein regnerischer trüber Tag ist, dann mal mit 30 Minuten angefangen.

    Ich hab die Tomaten wochenlang am Fenster (Südseite) im unbeheizten Zimmer stehen, und wenn ich sie auspflanze, sind sie auch schon recht dunkelgrün und ca. 20cm groß.

    Mit der Anzucht von Tomaten hatte ich wie gesagt noch nie Probleme. Der kritischste Zustand ist, wenn ich sie im Keimblattstadium in zu kalte Erde pikiere, wobei die Erde zu 70% aus Naturerde/Ackererde besteht. Damit sie besser krümelt und für etwas mehr Humus und einen besseren Luftaustausch reibe ich noch etwas billige Blumenerde drunter. Und wenn sie etwas gewachsen sind, fülle ich noch etwas mit dieser Erde auf. Aber zu kalte Erde mögen siw nicht, auch wenn sie sich nach ein paar Stunden wieder erholen. Deswegen hole ich die Erde auch schon eine Wochen früher und bring sie ins Haus, wo sie abtrocknen und sich aufwärmen kann. Und beim angießen nehme ich lauwarmes und kein kaltes Waser (wie später)
    Zunächst entwickeln sie sich vielleicht etwas langsamer als in Anzuchterde, aber dann wird das irgendwie ein Selbstläufer. Ich hab noch nie eine Tomate im Haus mit einem Pflanzstab stützen müssen. Die haben auch immer schöne dicke Stängel, wenn ich sie auspflanze
    Und die Tomaten von Ackererde (im Anzuchtbecher) in Ackererde (im Garten) zu pflanzen, ist jetzt wirklich kein großes Ding. Da wurzeln die sehr schnell rein.

    Die Mimosen sind bei mir die Gurken. Die wachsen zwar superschnell, lassen aber genauso schnell die Köpfe hängen, wenn es mal etwas heißer wird das Wasser knapp wird
     

    ralph12345

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    Ich hab die Tomaten wochenlang am Fenster (Südseite) im unbeheizten Zimmer stehen, und wenn ich sie auspflanze, sind sie auch schon recht dunkelgrün und ca. 20cm groß.
    Normales Fensterglas lässt kein UV Licht durch, da bringt ein Südfenster gar nichts... Vielleicht hast Du anderes Glas? ;-)
    Ich hab dreifach verglaste Fenster. Trotz Fenster nach Süden und gesunder dunkler Blattfarbe sind die beim raussetzen ziemlich UV sensibel.
     

    Andi91

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    Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für all eurer Feedback! :)

    Also ich werde es lieber ganz langsam angehen und die Pflänzchen Stück für Stück dran gewöhnen, sprich erst 2-3 Tage in den Schatten und dann in die Sonne - aber dann auch hier nur Vormittags und Nachmittas, wenn die Sonne nicht mehr so stark ist..

    WIll einfach kein Risiko eingehen, das jetzt doch kurzfristig was schief geht. :)
    Apropro schief gehen.. Mir ist heute leider ein kleines Missgeschick passiert und mir ist meine LED Lampe auf meine Pflanzen gefallen.. 2 - 3 Stück waren etwas lediert, haben sich aber glücklicherweise wieder erholt, nachdem ich diese mit Stäbchen wieder stabilisiert habe... Eine ist komplett umgeknickt. Heute früh saß der Schock also sehr tief, aber ich wahr hellwach xD
     

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    Desperado

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    Normales Fensterglas lässt kein UV Licht durch, da bringt ein Südfenster gar nichts... Vielleicht hast Du anderes Glas? ;-)
    Ich hab dreifach verglaste Fenster. Trotz Fenster nach Süden und gesunder dunkler Blattfarbe sind die beim raussetzen ziemlich UV sensibel.

    Ich hab hier nur Fenster aus Holzrahmen mit einer einfachen Verglasung (kein Sicherheitsglas). Das Haus wurde ja noch in den 50ern gebaut und ist dämmtechnisch sicher nicht auf dem neuesten Stand.

    Was da an UV-Strahlen noch durch geht, kann ich nicht sagen, aber sicher wird ein Teil davon gefiltert. Den Pflanzen scheint das aber nichts auszumachen. Die gedeihen hier gut. Deutlich schlechter entwickeln sich die Pflanzen, die nur wenig Sonnenlicht abbekommen.

    Die doppelte Verglasung im Wohnzimmer, ein Stockwerk tiefer, bewirkt aber auch nicht, dass sich die Pflanzen besser entwickeln - zumindest nicht bei den Tomaten.

    Ich denke, dass ein hoher Chlorophyllgehalt im Blatt die Pflanzen sehr viel UV-stabiler macht. Also meine Pflanzen erleiden keinen großen Stress, wenn ich sie auspflanze. Die sehen eher besser aus.

    Was ich nicht ganz so mag, ist, wenn es nach der Auspflanzung ins Freie stärker regnet, aber dadurch dass ich mit dem Spaten nur ein Loch aussteche, in das ich die Tomaten setze. leiden sie auch nicht unter Staunässe (eine bewachsene Fläche kann ja Niederschläge sehr viel besser infiltrieren).

    Mach doch mal den Test und stech eine kleine Fläche (ca. 20x20cm) eines gut durchwurzelten Rasens oder einer Wiese aus und setz da eine Tomatenpflanze rein, und schau wie die sich entwickelt!
    Das wächst ja alles später wieder zu, aber Tomaten können durchaus was ab, auch wenn der Tongehalt des Bodens recht hoch ist.
    Was sie weniger mögen sind Bodenverdichtungen und Staunässe, aber das gilt für nahezu alle Pflanzen
     

    Taxus Baccata

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    Ich denke, dass ein hoher Chlorophyllgehalt im Blatt die Pflanzen sehr viel UV-stabiler macht.
    Es würde mich sehr interessieren ob da was dran ist.
    Habe gestern vier Tomaten aus dem Zimmer (und von hinter der Dreifachscheibe) in die Sonne gepflanzt. Wollte Beschattung aber es ist etwas dazwischen gekommen.
    Keine der vier Pflanzen bekam Sonnenbrand. Obwohl sie vom Zimmer weg einen vollen Tag in der Sonne standen.
    Sie hatten aber alle trotz Indooranzucht richtig dunkelgrüne Blätter.
     

    ralph12345

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    Warum sollten Pflanzen, die drinne unter Kunstlicht wachsen einen niedrigeren Chlorophyllgehalt haben? Die ernähren sich über Photosynthese durch das Chlorophyll. Wenn das wenige wäre, wären alle drinne gezogenen Pflanzen gelblich, das ist nicht der Fall.
     

    Desperado

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    Ist das so? Ich bekomme das jedes Jahr hin, trotz extrem vorsichtiger Handhabe, dass einzelne Blätter Sonnenbrandflecken bekommen.

    Dies Jahr habe ich angefangen, die nachmittags für 15 Minuten, am nächsten Tag für 30 Minuten in die Sonne zu stellen, dann eine Stunde, trotzdem sind ein paar Blätter verbrannt. Am besten klappt das immer, wenn es ein regnerischer trüber Tag ist, dann mal mit 30 Minuten angefangen.

    Nee, die Tomaten sind eigentlich ein Selbstläufer. Mit denen hsatte ich eigentlich noch nie Probleme bei der Anzucht.
    Ich hatte zwar des Öfteren schon einen Frostschaden. Wenn da das Blattgewebe geschädigt ist und die Sonne anschließend draufknallt, kann man ein paar Tage später die vertrockneten Blätter zerbröseln. Und dann darf man wieder zwei Wochen warten, bis sich neue gebildet haben und die Pflanze weiterwächst.
    Ob das jetzt ein Frost- oder ein Strahlungsschaden ist, überlasse ich Dir. Aber eine gesunde, gut ernährte Pflanze hat bei mir noch nie Sonnenbrandflecken bei der Anzucht bekommen.

    Was ich aktuell nicht ganz so toll finde, ist das blöde Nieselwetter. Für die Natur ist das zwar prinzipiell recht gut, aber ich darf die Tomaten wieder nachdüngen, sobald es wieder etwas trockener ist, weil sie von der Mitte (Meristem) her bereits wieder heller werden. Es kommt bei diesem Regen halt irgendwie zu einer Nährstoffverdünnung.
     

    ralph12345

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    Frostschäden kann ich gut vermeiden, ich trage die Tomaten ins Haus, wenn es draußen unter 10° fällt, inzwischen bleiben sie -etwas gewachsen- auch bis 6° draußen. Schön, dass das bei Dir mit der Sonne besser klappt. Aber so insgesamt muss man ja sagen, sind Tomaten pflegeleicht. Die wachsen überall, zeigen in der Regel einen Mangel gut an ohne dass die Pflanze insgesamt gleich verreckt, sind ziemlich resistent gegen Schädlinge aller Art. Und mit einem Dach drüber ist auch die Braunfäule ganz gut in den Griff zu bekommen.
     

    Desperado

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    Frostschäden kann ich gut vermeiden, ich trage die Tomaten ins Haus, wenn es draußen unter 10° fällt, inzwischen bleiben sie -etwas gewachsen- auch bis 6° draußen. Schön, dass das bei Dir mit der Sonne besser klappt. Aber so insgesamt muss man ja sagen, sind Tomaten pflegeleicht. Die wachsen überall, zeigen in der Regel einen Mangel gut an ohne dass die Pflanze insgesamt gleich verreckt, sind ziemlich resistent gegen Schädlinge aller Art. Und mit einem Dach drüber ist auch die Braunfäule ganz gut in den Griff zu bekommen.

    Ich rede nicht über 6°C plus und auch nicht über kurzfristige 1-2°C minus (deswegen stehe ich nachts nicht auf), sondern über -5°C, wenn die Temperatur über Nacht sehr stark abfällt. Da sind nämlich auch die jungen Triebe der Weintrauben matsch. Diese Situation hatten wir vor 2-3 Jahren mal am ersten Tag der Eisheiligen (11. Mai). So spät im Jahr müssen wir normalerweise nicht mehr mit starken Nachfrösten rechnen, aber da hat die Vegetation schon recht früh eingesetzt, es war warm und wüchsig, dann kam der Regen, und in der Nacht hat es dann aufgeklart und die Temperaturen sind stark gesunken. Da bin ich nachts um 2 mit der Taschenlampe raus und hab alles mit Papiersäcken und Zewa Küchenrollen umwickelt. Und morgens konnte ich mir dann ansehen, was alles Schaden genommen hat und was noch heil geblieben ist.

    So ab -3C wird es kritisch, und die Kälte zieht auch immer nach unten und sammelt sich dort, sprich die tieferliegenden Pflanzen sind stärker gefährtet wie die höherliegenden. Ich mein, bei Euch ist ja alles eben,da spielt das keine Rolle, aber wir haben schon Höhenunterschiede von 30-40 auf einer Strecke von vielleicht 150-200m. Das merkt man dann an der Blüte. Da kann es sein, dass der Baum dann nur im oberen Bereich noch Früchte trägt, während die Blüten weiter unten abgefroren sind.

    Diese Spätfröste haben wir vielleicht zweimal in einem Jahrzehnt. Normalerweise ist man nach der ersten Maiwoche "safe".

    Kraut- und Braunfäule ist ein anderes Thema. Da kommt uns zugute, dass es hier im Sommer warm und trocken ist. Aber es gibt natürlich Jahre wie 2016 oder 2021, wo es einfach sehr stark regnet. Da hilft dann nur noch der Anbau in einem Gewächshaus oder Folientunnel oder eben der (rechtzeitige) Einsatz von Fungiziden. 2023 scheint aber auch ein eher nasses Jahr mit hohem Krankheitsdruck zu werden, wobei man dann sehr auf den Falschen Mehltau und die Kraut- und Knollenfäule achten muss. Die beiden Krankheiten sind ja eng miteinander verwandt.
     

    Andi91

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    Guten Abend zusammen :)

    Ich hätte nochmal eine Frage bzgl. Düngung.

    Ich habe meine Tomaten jetzt vor ca. 1 Woche nach draußen umgetopft... Habe die Tomaten entsprechend in Tomatenerde eingepflanzt und zusätzlich Langzeitdünger mit in die Erde gemischt.

    Wie gehe ich mit dem Flüssigdünger ran? Ich würde hierzu von FloraSelf den Bio Dünger nutzen wollen.
    Lt. Anwendung soll man die Tomatenpflanzen 2 x pro Woche bis zur Blüte damit düngen.

    Ich habe aber auch gelesen, das man nicht zu viel Düngen sollte, da die Pflanze sonst zu viel Blätter, anstatt Früchte entwickelt.

    Sollte man damit erst aktiv werden, sobald die ersten "Entzugserscheinung" bei der Pflanze auftreten?

    Wie handhabt Ihr das?

    Danke schonmal im voraus! :)
     

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    Tubi

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    Guten Abend zusammen :)

    Ich hätte nochmal eine Frage bzgl. Düngung.

    Ich habe meine Tomaten jetzt vor ca. 1 Woche nach draußen umgetopft... Habe die Tomaten entsprechend in Tomatenerde eingepflanzt und zusätzlich Langzeitdünger mit in die Erde gemischt.

    Wie gehe ich mit dem Flüssigdünger ran? Ich würde hierzu von FloraSelf den Bio Dünger nutzen wollen.
    Lt. Anwendung soll man die Tomatenpflanzen 2 x pro Woche bis zur Blüte damit düngen.

    Ich habe aber auch gelesen, das man nicht zu viel Düngen sollte, da die Pflanze sonst zu viel Blätter, anstatt Früchte entwickelt.

    Sollte man damit erst aktiv werden, sobald die ersten "Entzugserscheinung" bei der Pflanze auftreten?

    Wie handhabt Ihr das?

    Danke schonmal im voraus! :)
    Die haben schön ordentlich Erde bekommen.
    Die Erde ist vorgedüngt, außerdem haben sie Langzeitdünger bekommen.
    Vermutlich brauchst Du sie gar nicht mehr zu düngen. Ich würde erst einmal abwarten, wann sich erster Nährstoffmangel zeigt und dann, wenn nötig, den Flüssigdünger einsetzen.
     

    Andi91

    Neuling
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    Danke für die schnelle Antwort @Tubi :)

    Hätte nochmal eine Frage an alle.. Habe heute mal ein Bild gemacht, wo sich leichte schwarze Flecken auf den Blättern bilden.. Ist das ein Pilz oder auch ein Anzeichen für phosphormangel?
     

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    Andi91

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    Hi zusammen,

    Ich habe nochmal ein paar Bilder mit angegangen.. Hatte hierzu nochmal 1 - 2 fragen :)

    Die oberen Blätter wirken sehr klein und schlapp und kräuseln sich bereits. Kann es daran liegen, daß die Temperaturen in den letzten Tagen zu extrem war? Die Tomatenpflangen stehen bei mir den kompletten Tag über in der Sonne, habe jetzt vorsorglich mal einen Schirm aufgespannt.
    Könnte evtl. auch schon eine überdüngung vorliegen? 🤔

    Danke schonmal vorab für eure Hilfe! 😊
     

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    Pyromella

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    Rollen sich die Blätter wieder auf, wenn keine Sonne auf den Pflanzen brät?

    Wenn du vermutest, zuviel gedüngt zu haben, dass dünge jetzt eine ganze Weile besser nicht und lass deine Pflanzen wachsen. Wenn die unteren Blätter hell werden, kannst du über weiteren Dünger nachdenken.
     

    Andi91

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    Hi @Pyromella.

    Danke für deine Antwort.

    Die Blätter Rollen sich nicht wieder auf und sind auch ein bisschen "hart", zumindest der untere Teil.

    Ich habe jetzt seit ca. 1 Woche nicht gedüngt. Mal schauen, ob es besser wird. Was mir jetzt noch zusätzlich auffällt ist, daß auf der Unterseite der Blätter, sich die Blattadern lila Färben, was auf phosphormangel hindeutet? Ich Weiss jetzt halt nicht, ob ich düngen soll oder nicht 🙈
     

    Pyromella

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    Lila Färbung ist meist ein Stresssymptom. Ich würde nicht düngen, sondern wirklich mal die Pflanzen in Ruhe wachsen lassen, nur Gießen wenn nötig und beobachten.

    Wie häufig hast du denn vorher gedüngt, dass du die eine Woche schon erwähnst?
     

    Andi91

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    Oh ich vermute viel zu oft.. 😥 Habe mich danach gerichtet, was auf der Verpackung steht... Vor der Blüte 1xin der Woche.. Während der Blüte 2x in der Woche..
     

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    Pyromella

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    Ich bin da kein Maßstab, ich dünge eher zu wenig, seit ich mir einmal meine Jungpflanzen komplett kaputt gemacht habe, weil ich die Dünger-Dosis zu hoch genommen habe. Aber zweimal pro Woche kommt mir wirklich zuviel vor.
     
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