ungewöhnliche pflanzliche Nahrungsmittel

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  • Hm, naja, also grundsätzlich sind alle Farne giftig!
    Aber...

    es ist ein bissl wie bei dem Kugelfisch,

    Man muß den richtigen Zeitpunkt abpassen!


    Wurmfarn hilft gegen Würmer. Als Mensch hält man das Gift aus, Darmwürmer gehen dabei drauf.

    Ich wäre allerdings auch sehr vorsichtig mit unbekannten Farnen. Da gibt einige ungesunde Gesellen darunter.

    wobei der Adlerfarn in Deutschland der giftigste Farn ist:

    Seine Sporen sollten nicht eingeatmet werden, weil das darin enthaltene hochgiftige Enzym Thiaminase im Verdacht steht, das Knochenmark anzugreifen und krebserregend zu sein.


    Das Gleiche gilt für den Verzehr der jungen grünen Blätter des Adlerfarns, die für Weidetiere wie Kühe, Pferde, Rinder oder Schafe sehr giftig sind. Bereits ein halbes Kilo Adlerfarn kann bei einem ausgewachsenen Rind lebensbedrohliche Vergiftungen bewirken.


    Nicht nur wegen seiner Giftigkeit, sondern auch wegen seiner wuchernden Eigenschaften gilt der Adlerfarn wie die Brennessel in Deutschland als Unkraut in der Landwirtschaft.


    Ungeachtet dieser Merkmale gilt gebietsweise in Japan, Neuseeland oder auch den USA junger Adlerfarn, der noch keine Sporen ausgebildet hat, als Delikatesse. Er wird dort als Wildsalat oder gekochtes Blattgemüse gegessen.
    Quelle: http://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/farne.aspx

    Ist tatsächlich wie der Kugelfisch ... man muss vorsichtig sein, und wissen was man tut.
     
    Die Nachtkerze ist eine meiner Lieblingspflanzen:
    - Vermehrt sich selber
    - wird von Blattläusen, Schnecken und sonstigem Getier verschont
    - und ist komplett ungiftig

    Was man aus den Wurzeln machen kann, wurde schon beschrieben.

    Zarte Blätter und Blüten kommen bei mir in den Salat.

    Und die noch geschlossenen Blütenknospen sind das perfekte Schmorgemüse, auch lecker im Rührei - denn sie sind sofort gar.

    Sie ist eine der ersten Pflanzen im Frühjahr und blüht immer weiter, bis zum ersten starken Frost.

    Und jetzt das Wichtigste: sie schmeckt richtig lecker! :o
     
  • das wäre klasse Luise, :pa:

    genau so hab ich gedacht, wenn ihr Rezepte derart habt, immer her damit...auch wenn das eine oder andere für die Umsetzung noch bis nächstes Frühjahr warten muss ;)




    @ Harzi:

    was machst du aus "Fichtenspitzen"?


    Ingi, am Wochenende habe ich wieder etwas mehr Zeit. Dann stöbere ich noch mal in den alten Gartenzeitschriften. Ich werde bestimmt fündig.
     
  • Ja genau.
    Fichtenspitzengelee.

    Ich hab leider kein Rezept, aber im Sauerland hab ich davon probiert.
    War sehr lecker!
     
  • Mag sein, dass ich mit meiner Meinung alleine steh und ihr jetzt auf mich drauf haut... Aber es hat schon seinen Grund warum diese "Leckerlis" aus dem Wald und von der Wiese vergessen wurden - die schmecken einfach meiner Meinung nach nicht!!! Wäre Giersch (bei mir rollen sich die Zehnägel hoch allein bei dem Gestank) sooo geil, dann würde man den in Massen anbauen. Der ist doch perfekt: keine natürlichen Feinde, vermehrt sich wie blöd, braucht weder gespritzt noch gedüngt zu werden... macht aber keiner, weil das Zeug eben scheuslich schmeckt (immer noch meine Meinung).
    Was habe ich mich auf den Hirschhornwegerich gefreut - hatte mir gedacht es wäre was gaaanz feines (wurde zumindest so verkauft)... Bis ich es probiert habe... Schmeckt nach Grass, da kann ich auch den Rasenschnitt essen. Geil ist auch der Kompost-Tee, den es immer bei einer Bekannten gibt. Alles was bei mir auf den Kompost kommt: Brennesel, Schachtelhalm etc, wird schön aufgebrüht... igittttt. Nee geht gar nicht! Nicht umsonst werden die Begrhänge in Südchina mit Teeschträchern und nicht Ackerschachtelhalm bepflanzt...
    Ich habe überhaupt nichts gegen Essbares aus der Natur - habe mit Interesse alle Beiträge gelesen (für den Fall des 3. Weltkriegs). Möchte hiermit nur die Euphorie ein wenig bremsen. ;)
     
    Och Maulwurf, wer sollte Dich den hauen??? :pa:
    Ich bin auch nicht so ein Wildfutterfan. Was ich aber liebe ist Bärlauch! Und der verbreitet sich ja eigentlich auch wie blöd, wo es ihm gefällt. Und Waldmeister, das ist auch lecker. Mhm als Eis, Sirop oder Maibowle. Ach, wenn es doch erst wieder Frühling ist!
     
  • Tubi, das ist ja witzig - das sind genau die zwei Wild-Sachen, die ich extra in meinen Garten gepflanzt habe :D

    Die sind aber auch weit verbreitet - liegt wohl an dem guten Geschmack :rolleyes:
     
  • Moin ihr,

    es gibt recht viele Wildpflanzen die man nutzen kann, aber auch mir schmecken nicht alle, das ist aber bei "normalem" Gartengemüse nicht anders, auch da schmeckt mir manches nicht.
    Diese "Leckerlies" aus dem Wald waren vor langer Zeit die Grundlage der menschlichen Ernährung, wobei man die einzelnen Sorten sicher nicht pfundweise gegessen hat was bei etlichen Sorten auch nicht sonderlich bekömmlich wäre.
    Mit der Entwicklung der Landwirtschaft und Pflanzenzucht wurden viele Pflanzen verändert, der Fruchtertrag wurde erhöht, vor allem aber wurden Bitterstoffe und andere weniger leckere Geschmackseigenschaften weggezüchtet, die Folge ist dass uns solche Pflanzen besser schmecken, aber dafür haben wir mehr Ärger mit Schädlingen. Bitterstoffe usw. sind Abwehrstoffe gegen Schädlinge und übermäßigen Verbiss von Fressfeinden, evolutionstechnisch also durchaus sinnvoll, aber wer mag schon bitteren, oder bitterscharfen Kohl?
    Das gewisse Interesse an alten Nutzpflanzen sehe ich durchaus positiv, was mich ehrlich stört ist die Tatsache, (da sind wir sicher einer Meinung) dass in vielen Büchern und Broschüren der Geschmack solcher Pflanzen so beschrieben wird dass man als interessierter Neuling geneigt ist anzunehmen dass sie besonders lecker sind... dem ist nicht immer so.
    Es wird einfach "vergessen" dass in längst vergangenen Zeiten nicht die Delikatesse im Vordergrund stand, sondern schlicht und einfach das Überleben, satt werden und gesund bleiben war wichtig, von Gourmet-Küche war man da noch endlos weit entfernt.
    Ich nutze auch Wildpflanzen, einige zum essen, andere als Futter, als Medikament, zum Färben von Leder oder anderer Materialien usw. aber gerade beim essen suche ich mir auch nur die heraus die mir schmecken.

    Gruß Conya
     
    Das sind ja auch züchterisch "entschärfte" Pflanzen oder solche mit geringem Bitterstoffanteil, die kann man gut essen, vor allem wenn man sich daran gewöhnt hat.;)

    Gruß Conya
     
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