umgezogen ==> Garten Chaos ==> Rasen säen

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04. Juni 2009
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Hi,

erstmal vorneweg ein Hallo an die Gemeinde hier! Ich bin neu hier in diesem Forum, da ich ein Problem habe, wobei ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.

Wir sind zum 01. Mai in ein Reihenmittelhaus gezogen.
Der Garten (ca. 60qm) war - bei Einzug eine Katastrophe - Unkraut sprieste bis ca. 1m hoch, der Boden war voller Steine und alles andere als schön anzusehen.

Jetzt schauts schon etwas anders aus:
- Unkraut ist alles weg.
- ca. 15 Eimer (10l) gefüllt mit Steinen mit einem Durchmesser größer einer 1Euro-Münze wurden entsorgt.

Zurückgeblieben ist ein "Ackerboden", der übelst trocken ist.

Wir sind nun dabei, den Boden aufzulockern, und mischen bereits ein bisschen Torf drunter, um so den Boden für das Ausstreuen vom Rasensamen vorzubereiten.

Was habe ich noch zu beachten?
Ist Torf soweit in Ordnung?
Streue ich den Rasen einfach oben drauf oder muss der in den Boden reingearbeitet werden?
Welche anderen Dinge kommen noch auf mich zu, auch nachdem der Rasen dann gesäät wurde?

Die Lage des Gartens sorgt für eine Sonnenbestrahlung von ca. 8 Stunden am Tag. Wie muss der Rasen mit Feuchtigkeit versorgt werden?
Im Anfangsstadium - wie oft muss gemäht werden?

Fragen über Fragen ... ich hoffe, es sind nicht zu viele!

Ich freue mich auf eure Antworten!

Viele Grüße
Markus aus Freiburg
 
  • Hallo Markus,
    erst einmal willkommen hier im Forum. :)
    Du hast Deinem Boden Torf unter gemischt? Warum? Wenn man Rasen anlegen will, dann nimmt man eher Sand, Torf ist da eher ungeeignet.

    Wenn dem aber nun so ist ...

    Boden ebnen, Rasensaatgut aufbringen, leicht unter heben mit einem Rechen, dabei sollte der Samen nicht zu arg mit Erde bedeckt werden und wenn möglich walzen oder mit den Füssen festtreten.
    Dann das Wichtigste - WASSER, Wasser und noch mal Wasser. Der Boden darf nicht austrocknen, da sonst die Keimlinge direkt wieder vertrocknen.
    Wenn möglich 2-3x tägl. min. 10 Minuten den Boden berieseln lassen - je länger, je besser.
    Mähen erst, wenn die Saat mindestens 10cm hoch ist. Später dann je häufiger man mäht, je dichter wird der Rasen.

    Das war es eigentlich schon.
    Ach ja, es benötigt noch ein wenig Geduld, zwischen Aussaat und grüner Wiese vergehen ein paar Wochen. ;)
     
    Ich muss leider meinem Vorredner widersprechen, Torf kann durchaus für Rasen verwendet werden und wurde auch in den 70er Jahren für alle Rasenanlagen verwendet. Torf kam dann aus Umweltschutzgründen aus der Mode. Natürlich senkt er den pH-Wert und sollte mit Bedacht eingesetzt werden, aber falsch ist das grundsätzlich nicht.
    Rasen ist auch nicht besonders anspruchsvoll an den Boden, er braucht nur viel Dünger. Pauschal Sand einzuarbeiten halte ich für genau so falsch wie alle anderen Pauschalurteile. In den seltensten Fällen benötigt man im Privatgarten Sand zur Bodenverbesserung.
    Ganz wichtig ist die Planie des Bodens, denn das ist etwas, was man später nicht mehr korrigieren kann. Dabei ist häufiges Walzen der wichtige Arbeitsgang, denn erst nach dem Walzen kann man sehen, wo der Boden nachgegeben hat und wo noch Buckel sind. Das Erstellen einer Planie besteht aus walzen und planieren, bis die Fläche trittfest ist, d.h. man darf nirgendwo einsinken.
    Es reicht, den Samen auszustreuen, ebenfalls sofort Dünger ausbringen und anzuwalzen, denn nur dort, wo der Samen Bodenschluss hat, kann über Kapillarwirkung Feuchtigkeit zum Samen gelangen.
    Wie mein Vorredner schon sagte, ist wässern sehr wichtig, denn wenn der Samen während der Keimphase austrocknet, stirbt er ab.
    Ich empfehle allerdings Fertigrasen, denn bei Preisen von 2 - 4 Euro pro Quadratmeter lohnt es sich kaum mehr Rasen selbst zu säen.
     
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