Trockenheit und Wasserknappheit

riego

Neuling
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04. Feb. 2024
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Zürich, Schweiz
Hallo Zusammen

Obwohl wir momentan einen gewöhnlichen Sommer in Mitteleuropa geniessen dürfen und darüber keine mediale Panik herrschen sollte, bewegt mich doch momentan die Frage, wie Ihr das Thema Wasserknappheit seht. Besonders in Südeuropa ist dies ja aktuell ein Thema.
Welche Strategien und Lösungen nutzt Ihr.
Bin schon mal gespannt auf Eure Meinungen und Lösungen
 
  • Haben wir Knappheit? Südeuropa ist für uns interessant? Wir haben verlässliche Quellen zu dem Thema? Wir sind Experten um dies und die Quellen zu bewerten? Das hört sich wie ein ClickBait an...
     
  • Haben wir Knappheit?
    Ja, wir haben Knappheit. Nicht überall gleich stark, aber regional wird behördlicherseits schon wieder die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern untersagt, sowie die Bewässerung eingeschränkt.
    Deutschland ist auch vergleichsweise schlecht aufgestellt, was Stauseen und Rückhaltebecken betrifft.

    In der Forstwirtschaft beginnt ein Umdenken. Statt ordentlicher Entwässerungsgräben entlang der Hauptwege haben sie bei uns alle paar Meter tiefe Gruben ohne Abfluss ausgehoben, um dem Regenwasser die Chance zum Versickern zu geben, statt oberflächlich schnell abzufließen.

    Wenn ein User schon „riego3d.com“ , also „Bewässerung 3d.com“ heißt, hört es sich für mich nach Werbung an. Sicher bekommen wir demnächst ein ganz neues, sensationelles Bewässerungssystem präsentiert…..🤪
     
  • Wenn ein User schon „riego3d.com“ , also „Bewässerung 3d.com“ heißt, hört es sich für mich nach Werbung an. Sicher bekommen wir demnächst ein ganz neues, sensationelles Bewässerungssystem präsentiert…..🤪
    Wir werden auf dieses ach so geniale Bewässerungssystem verzichten müssen. 🤣
     
    Ja, auch in Deutschland wird Wasser knapper. Zu diesem Ergebnis kam eine im März 2026 veröffentlichte Studie des Helmholtz-Zentrum für Geoforschung. Ende 2025 fehlten hierzulande rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum üblichen Niveau.
    Aus - Quelle, s.Link
    Dort findet man auch den Link zur Helmholtz Studie
     
    Und dennoch wer es für nötig hält, wird Wassser wie immer verbrauchen ... also relevant wird es doch eh für viele erst, wenn kein Wasser mehr aus den Wasserhähnen kommt.
     
  • So ist es.

    Bei uns hat mal der Präsident der SVP (quasi das Pendant der AfD / ÖVP) vor einigen Jahren gesagt, der Klimawandel täte den Bauern gut, weil es immer wärmer würde. Jetzt hat er schon lange nichts mehr dazu gesagt, weil ihm wohl die Worte fehlen.
    Viele realisieren es erst jetzt in diesem bisher trockensten Sommer, dass Klimawandel nicht nur aus angenehmer Wärme besteht.
     
  • Ja, auch in Deutschland wird Wasser knapper. Zu diesem Ergebnis kam eine im März 2026 veröffentlichte Studie des Helmholtz-Zentrum für Geoforschung. Ende 2025 fehlten hierzulande rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum üblichen Niveau.
    Aus - Quelle, s.Link
    Dort findet man auch den Link zur Helmholtz Studie
    3. Ist das GFZ unabhängig?


    Nach wissenschaftlichen Maßstäben würde ich sagen:


    Ja, weitgehend.


    Aber mit Einschränkungen:


    • Das GFZ ist keine private Organisation, sondern eine öffentlich finanzierte Forschungseinrichtung.
    • Es erhält zusätzlich projektbezogene Fördergelder (DFG, EU, BMBF usw.).
    • Wie nahezu alle Forschungszentren verfolgt es Forschungsprogramme, die politisch gewollte Themen wie Klimawandel, Wasserhaushalt oder Energiewende behandeln.

    4. Ist die Aussage “25 Milliarden Tonnen fehlen” belastbar?


    Hier muss man genau hinschauen.


    Die Zahl bedeutet nicht, dass Deutschland 25 Milliarden Tonnen Wasser “verloren” hat.


    Sie bedeutet:


    Gegenüber dem Mittelwert seit Beginn der GRACE-Messreihe (2002) wurden Ende 2025 rund 25 Milliarden Tonnen weniger Wasser in den gesamten terrestrischen Wasserspeichern gemessen.


    Dazu gehören:


    • Grundwasser
    • Bodenfeuchte
    • Seen
    • Flüsse
    • Schnee

    Es handelt sich also um eine Anomalie gegenüber dem Referenzzeitraum, nicht um einen absoluten Wasservorrat. Das wird in Medienberichten häufig verkürzt dargestellt.


    5. Gibt es Kritik?


    Ja.


    Hydrologen weisen regelmäßig auf einige Einschränkungen hin:


    • Die räumliche Auflösung der GRACE-Daten ist relativ grob (typisch mehrere hundert Kilometer).
    • Die Satelliten zeigen Gesamtwasserspeicherung, unterscheiden aber nicht direkt zwischen Grundwasser und Bodenfeuchte.
    • Für regionale Aussagen werden deshalb zusätzliche Modelle und Messnetze benötigt.

    Diese Einschränkungen sind in der Fachwelt bekannt und werden üblicherweise berücksichtigt.
     
    So ist es.

    Bei uns hat mal der Präsident der SVP (quasi das Pendant der AfD / ÖVP) vor einigen Jahren gesagt, der Klimawandel täte den Bauern gut, weil es immer wärmer würde. Jetzt hat er schon lange nichts mehr dazu gesagt, weil ihm wohl die Worte fehlen.
    Viele realisieren es erst jetzt in diesem bisher trockensten Sommer, dass Klimawandel nicht nur aus angenehmer Wärme besteht.

    Der Sommer ist schon vorbei? Wir betrachten in der Regel immer nur einen kurzen Zeitraum…
     
    Über ungelegte Eier lässt sich bekanntlich am besten philosophieren…
     
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