Topinambur - wie behandeln?

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Hallo Gartenfreunde,
da habe ich was eingepflanzt - 3 Knollen Topinambur - und natürlich nur gefreut und nicht nachgelesen. Jetzt habe ich einen 3m hohen riesig großen und breiten Busch. Auch der Nachbar wird sich nächstes Jahr freuen, denn ich habe keine Wurzelsperre und alles wächst am Zaun.
Was ist zu tun? Schneide ich vor der Ente das ganze Grün einfach ab und buddle die Knollen nach Bedarf aus. Oder muß ich warten bis das Grün welkt?
Wächst aus jeder vergessenen Knolle nächstes Jahr wieder so ein Riesengewächs?
Brauche dringend einen Rat
Danke für eure Antworten
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hallo Gartenfrende,
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    Wächst aus jeder vergessenen Knolle nächstes Jahr wieder so ein Riesengewächs?
    .........

    Mehr oder weniger Ja . Die wirst du nie wieder los, aber bei mir ist es dieses Jahr besonders schlimm. Aus jedem kleinsten Schnipfelchen --- du brauchst gar keine Knolle davon --- entsteht wieder eine Pflanze.
     
    Im Herbst die Stauden abschneiden und einen Stumpf stehen lassen, damit Du im Winter die Knollen finden kannst. Bei Bedarf die Knollen ausgraben; solange der Boden nicht zu sehr gefroren ist, ist das den ganzen Winter bis ins Frühjahr möglich. Und nächstes Jahr kommen aus jeder Knolle, die in der Erde verblieben ist, neue "Riesenstauden". Einzige Abhilfe ist das vollständige Ausgraben der Knollen und Aussieben der Erde. Aber so richtig loswerden kann man die eher nicht mehr - wenn sie zum Nachbarn rüberwachsen.......

    Ich habe sie aus dem Gemüsegarten verbannt und ins hinterste Eck des Grundstücks übersiedelt, da können sie wuchern, wie sie wollen. ;o}

    LG
     
  • Danke für eure Antworten.
    Hat jemand nachträglich versucht eine Wurzelsperre einzubauen?
    Ich sehe schon Topinambur in Nachbars mediteranem Garten wuchern - oweh.
     
  • Hallo zusammen,

    immer wieder lese ich, Topinambur wäre eine Pest...

    Ich hatte auch vor Jahren mal mir einige Knollen besorgt als Sichtschutz zum Nachbarn hin. War voller Vorfreude wegen der üppigen Ernte. Sie haben auch geschmeckt.... aber ganz üble Blähungen verursacht... :confused: Ich habe verschiedene Zubereitungsarten ausprobiert, aber irgendwann hatte ich Angst vor den Dingern... *hüstel*

    War dann natürlich enttäuscht, das ich nun eine extrem ausbreitungsfreudige Pflanze im Garten habe, die ich noch nicht mal durch "wegessen" in Schach halten konnte.

    Aber was passierte? Ab dem dritten Jahr wurden die Pflanzen immer weniger, bis sie überhaupt nicht mehr aus dem Boden wuchsen. Ich hatte allerdings auch beobachtet, das sie jedes Jahr aufs Neue im Spätsommer ganz übel von Mehltau zugerichtet wurden.

    Eine Topinambur-Plage habe ich nicht mehr. Zum Glück aber auch keine Mehltau-Plage, obwohl ich kein Giftzeug angewendet hatte *toi toi toi*

    Hatte ich nun Glück und bin eine Ausnahme???
     
    das mit dem mehltau habe ich auch, aber warum deine knollen
    nicht mehr wieder kommen, ist mir ein rätsel, ich muß jährlich
    etliche entsorgen, damit sie nicht überhand nehmen, und nur
    noch topinambur im garten wächst.

    einen schönen abend
    aloevera:cool:
     
  • Topinambur braucht sehr fetten, stark gedüngten Boden.

    Das heisst, man kann sie "verhungern" lassen, indem man nicht düngt, keinen Kompost ausbringt oder sogar die Erde durch Kies oder Sand mager macht.

    Ich habe auch Topinambur und finde die super, weil ich sie meinen Meerschweinchen verfüttern kann (ganze Pflanze, die Knollen fressen sie nicht).
    Die Knollen lasse ich im Boden. Sie wachsen an der Grenze zur Strasse, d.h. sie können keinen Nachbarn belästigen. Ich habe mir vorher auch seeeehr gut überlegt, wo ich es wagen kann, sie anzupflanzen.

    Edit: Hier ist noch ein interessanter Link zu Topinambur:
    TOPinambur SAATzucht
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Meine Mutter hat nach ca. 10 Jahren stetigen ausgrabens diese Wunderpflanze aus ihrem Garten losbekommen... Steter Tropfen höhlt den Stein.

    Auf dem Balkon - im Kübel - ganz nett. Wenn mal nichts im Kühlschrank ist, kann man jederzeit "schlachten". Aber nicht zu lange warten, nach 3 Jahren hat man so ein Knäul, dass man versucht ist den Kübel zu zerdeppern. (Nichts im Kompost entsorgen!)

    Empfehlung: Ausgraben + Aushungern oder gleich den Boden austauschen.
     
    Interessant, dann war mein Boden offensichtlich zu mager für die Topinambur auf Dauer, denn der ist sehr sandig und gedüngt hatte ich auch nicht... plus dem Mehltau und womöglich noch Wühlmäuse, das war wohl zuviel für die Knolle. ;)
     
    also, das verstehe ich nicht, wir haben auch sehr sandigen mageren boden,
    ehemalige kieskuhle, meinem topi macht das nichts aus, im gegenteil.

    es grüßte aloevera:o
     
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