Schwach wachsende Stelle im Beet

Gartenfuchs-

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28. Feb. 2026
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Guten Tag zusammen,
ich habe eine Stelle im Beet in der es seit 1-2 Jahren nur kümmerlich wächst.
Betroffen sind Pflanzen, die an anderen Stellen und "früher" sehr prächtig wachsen.
Fette Henne, Phlox , Klematis, Storchenschnabel
Folgende Auffälligkeiten / Infos:
Ein Hibiskus in nächster Nähe wächst sehr prächtig.
Beim Nachbar wächst eine Kastanie langsam zu einer gewissen Größe heran.
Dem Storchenschnabel fehlt evtl einfach etwas Sonne.
Gedüngt wird mit Hornspänen und aufgrund des schwachen Wuchses mit etwas Blumen Flüssigdünger.
Der Hibiskus hat etwas Kalk bekommen, was ihn sehr gut bekam.
Der kleinere Hibiskus rechts im Bild ist ein sehr alter, der nach der letzten Verjüngungsschneidmaßnahme nicht mehr richtig hochkommt.
Hier tauchen im Frühjahr im Wurzelbereich immer Eichentriebe auf.

Wie sind Eure Meiningen / Tips dazu?

Danke im Voraus

Viele Grüße
 

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  • Hallo Gartenfuchs,
    so schlecht sieht der Storchschnabel doch gar nicht aus! Zu fetter Henne und Phlox müsste man halt ein Vergleichsbild haben, wie es vorher war.
    Grundsätzliche Überlegung:
    Ein Garten verändert sich über die Zeit, er „altert“. Die Pflanzengesellschaft verändert sich, die Standortbedingungen ändern sich.
    Ist das im Hintergrund eine Kastanie? Dann hat sie einen großen Einfluss auf die Lichtverhältnisse in deinem Beet. Macht es schattiger. Zudem musst du damit rechnen, dass sie, je größer sie wird, desto mehr Wasser und Nährstoffe aus deinem Beet abzieht. Der Hibiskus und die Hecke tun das Gleiche. Der Rindenmulch versauert den Boden. Über die Zeit kreiert sich dort also ein Standort, wie er im Wald zu finden ist. Dort wachsen (im geschlossenen Wald) kaum noch andere Pflanzen am Boden, bis auf einige Spezialisten.
    Phlox Z.B. möchte einen vollsonnigen Standort bei relativ hohem Wasserbedarf. Dass dem das nicht „passt“ finde ich nicht so verwunderlich. Der Clematis hingegen müsste das eher entgegenkommen. Die seh ich aber gar nicht auf deinem Bild…
    Sollte ich mit meiner Annahme Recht haben, bleibt dir nichts anderes übrig, als die Pflanzenzusammensetzung immer wieder zu verändern und anzupassen. Und gut zu beobachten.

    Nachtrag: der Baum scheint mir recht nah an der Grenze zu stehen. Zu nah. Je nach Gemeinde sind die Regelungen unterschiedlich, aber ein Grenzabstand von 6 Metern ist üblich. Falls es eine Kastanie ist, wird die riesig. Du solltest also rechtzeitig auf einen adäquaten Rückschnitt bestehen. Für eine Fällung ist es wohl schon zu spät. Ich meine, die Frist zum Einspruch beträgt 6 Jahre, bin mir aber nicht sicher. Danach kannst du nur noch verlangen, dass der Baum nicht über die Grenze wächst.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Hallo Platero,
    danke für die Einschätzung.
    Die Kastanie haben wir schon so langsam ins Herz geschlossen,
    und begnügen uns damit die Hecke freizuschneiden.
    Wenn die Beetbepflanzung geändert werden muss, dann ist es so.
    Es scheint nur auffällig dass der Hibiskus kaum beeinträchtigt scheint.
    Der Storchenschnabel explodiert in der Regel förmlich und muss alle paar Jahre geteilt werden um handlebar zu bleiben. Die fette Henne wird an anderer Stelle innerhalb von 2-3 Jahren so groß (1,5 -2m Durchmesser) dass sie auseinanderfällt.
    Der Mulch liegt fast 10 Jahre da sollte nicht mehr viel passieren.
    Die fette Henne scheint so tatsächlich besser handlebar. Der Phlox muss da nicht sein . Der Schnabel sieht nicht so prächtig aus, wie an andern Stellen.
    Anders gefragt:
    Sollte man hier an umgraben, Kompost u. ä. denken?
    (der Aufwand ist recht groß, da ein Vließ unter dem Mulch liegt.
    Oder ggf einfach an eine sicherlich pflegeleichtere "Schattenbepflanzung" denken?

    --> Stimmt hier was nicht, wo man gegensteuern sollte?

    Viele Grüße

    Gartenfuchs
     
  • Die Kastanie haben wir schon so langsam ins Herz geschlossen,
    Tja dann….
    Wenn die Beetbepflanzung geändert werden muss, dann ist es so.
    Tja dann…..
    Es scheint nur auffällig dass der Hibiskus kaum beeinträchtigt scheint.
    Der wurzelt halt viel tiefer, als die Beetblümchen und kann sich besser gegen den Konkurrenzdruck behaupten.
    Der Mulch liegt fast 10 Jahre da sollte nicht mehr viel passieren.
    Doch, je älter er wird, desto mehr passiert. Er zersetzt sich, zerfällt zu saurem Humus. Vorher, frisch aufgebracht passiert da nichts oder nicht viel.
    Anders gefragt:
    Sollte man hier an umgraben,
    Nein, wirst du auch nicht können, ohne die Wurzeln der Hecke/Hibiskus zu zerstören.
    Kompost u. ä. denken?
    Wenn meine Theorie mit der Konkurrenz durch die Grossgewächse stimmt, vergebliche Liebesmüh.
    (der Aufwand ist recht groß, da ein Vließ unter dem Mulch liegt.
    Dann könntest du es mal mit Flüssigdünger probieren. Wenn es hilft, weißt du woran es liegt.
    Oder ggf einfach an eine sicherlich pflegeleichtere "Schattenbepflanzung" denken?
    Mit der Zeit mit Sicherheit. Wobei du nicht gesagt hast, in welcher Himmelsrichtung der Baum steht. Auf dem Foto liegt das Beet ja sonnig. Was wiederum für die Schattenpflanzen (noch) nicht ideal ist.
    --> Stimmt hier was nicht, wo man gegensteuern sollte?

    Viele Grüße

    Gartenfuchs
     
  • .,,Der Mulch liegt fast 10 Jahre da sollte nicht mehr viel passieren…
    Da passiert auch nichts. Dass Rindenmulch den Boden dauerhaft "versauert" ist ein weitverbreiterter Mythos.
    Gugel mal nach Prof. Dr. Hertle (ehemals FH Weihenstephan).
    Der hat in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen, dass das ein Irrglaube ist.
     
    Vielen Dank für eure Aufführungen.
    Ich nehme mal mit, dass nichts problematisch im Sinne von "falsch" erscheint.
    Ich Beet lässt sich schon immer gut Pflanzen und graben. Trotz Hecke ist der Boden fluffig .
    Die Stelle wird irgendwann ein pflegeleichteres Schattenbeet.

    Viele Grüße
     
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