Rollrasen im Winter – Live-Doku einer Neuverlegung (mit GaLaBau-Skepsis)

Die Bestimmung von Gräsern braucht häufig Details, die sich mit normalen Objektiven und noch weniger mit Smartphones einfangen lassen. Problematisch kann auch sein, dass sich im ausgegrabenen Büschel mehrere Arten befinden.

Poa annua halte ich für unwahrscheinlich. Jetzt sollten daran Blütenrispen zu sehen sein.

Rhizome werden wohl von Poa pratensis, der Wiesenrispe stammen.

Poa trivialis bildet dünne oberirdische Ausläufer und wäre ein unbedingt zu bekämpfendes Fremdgras. Aus der Ferne ist es zu dieser Jahreszeit leicht mit heller grünen Sorten des Weidelgrases zu verwechseln, dass jetzt auch ausladende Triebe bildet und dessen Blattunterseiten ähnlich stark glänzen, wie bei Pt. Das Weidelgras hat auf den Blattoberseiten aber viele parallele Längsriefen, während Pt nur eine Doppelrille in der Mitte hat. Weitere Unterscheidungsmerkmale:
Weidelgras: kurze Ligula, Blattöhrchen
Gemeine Rispe: meist lange spitze Ligula, keine Blattöhrchen
 
  • Hi zusammen. Danke für Eure Antworten. Habe schon die ganze Zeit versucht, auch mithilfe von KI, die Grasart zu bestimmen. Aber ich bin ehrlich: Das ist für mich nicht machbar. Das kriege ich nicht hin.

    Zur Regenerationssaat: Ich hab aus der frühen Verlegung 1-2 Kahlstellen und dachte, ich sähe dann einfach einmal über die ganze Fläche um die Dichtigkeit noch mehr zu erhöhen und den Rasen unanfälliger für Ungräser zu machen. Habe bereits eine Rasenmischung vom Hersteller geholt. Außerdem hat sich der Boden an der ein oder anderen Stelle bissl gesetzt. Um alles zu ebnen, wollte ich dementsprechend das Sanden/Topdressen mit einer Regenerationssaat verbinden.

    Eine Lupe habe ich leider nicht zur Hand; habe versucht mit dem Smartphone noch ein paar Makro zu machen. Hilft euch das ggf. zur Bestimmung?

    Das mit dem Mäher ist mir auch schon eingefallen. Kann mir nicht vorstellen, dass es am neuen Spindelmäher liegt und komischerweise wurde der Bosch auch neu geschärft...
     

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    Habe schon die ganze Zeit versucht, auch mithilfe von KI, die Grasart zu bestimmen. Aber ich bin ehrlich: Das ist für mich nicht machbar.

    Das kann ich verstehen. Gräserbestimmung war mir auch immer ein Graus und ist es immer noch.
    Es gibt dazu spezielle Bestimmungsliteratur, die ohne Fotos, aber dafür mit detaillierten Skizzen und viel Text zum Ziel führt. Man muss sich dort aber erst mal einarbeiten und relativ viel üben. Ist also etwas kompliziert.

    Vielleicht hilft neben dem Post von Pluto noch der folgende Link, Deine Gräser genauer einzuordnen:

     
  • Nach fest kommt ab. Alte Handwerkerweisheit.
    Für dich übersetzt, es gibt auch ein „zu dicht“. Dann plagst du dich mit Schimmel, der Rasen kann nicht mehr abtrocknen. Außerdem kannst du nach Neusaat nicht mähen oder düngen. Alles für den Bestandsrasen nicht ideal. Macht man nur, wenn es echt sein muss.Lokale Fehlstellen ausbessern geht natürlich immer.
     
    Den Link zur Bestimmung habe ich auch schon versucht. Keine Chance mir da irgendwie sicher zu sein.

    Bedeutet im Kern: Topdressing ja und nur Schwachstellen ausbessern? Verstanden.

    Ist es trotzdem jetzt ratsam die 2-3 hellgrünen Stellen großzügig auszustechen und nachzusäen?

    Bin bissele ratlos :cry:

    Zur einer Vermutung PT vs. was anderes kannst du dich anhand der Bilder nicht hinreißen lassen? @Pluto
     
  • Falls Du mich meinst, leider nein.
    Zur sicheren Bestimmung würde ich lebendes Pflanzenmaterial brauchen.

    Und zum Ausstechen:
    Vielleicht kannst Du die Gräser am Wurzelhals packen und langsam mit Wurzeln aus dem Boden ziehen. Bei manchen Gräsern klappt das und ist schonender für die Grasnarbe.
     
    Den Link zur Bestimmung habe ich auch schon versucht. Keine Chance mir da irgendwie sicher zu sein.

    Bedeutet im Kern: Topdressing ja und nur Schwachstellen ausbessern? Verstanden.

    Ist es trotzdem jetzt ratsam die 2-3 hellgrünen Stellen großzügig auszustechen und nachzusäen?

    Bin bissele ratlos :cry:

    Zur einer Vermutung PT vs. was anderes kannst du dich anhand der Bilder nicht hinreißen lassen? @Pluto
    Es ist doch nicht wichtig, was es genau ist. Es stört dich, es unterscheidet sich vom Rest, es hat die Tendenz, sich auszubreiten.
    Bei 2-3 Stellen ist es doch auch kein Drama. Raus damit und nachsäen. NUR die betroffenen Stellen.

    Ich kenne mich mit dem Rasenfetisch-Jargon nicht aus. Topdressing? Kommt bei mir oben auf den Salat….
    Im Ernst, der hat noch nicht mal 2 Monate Wachstumszeit gehabt, kam vom Hersteller mit einem optimalen Substrat, wurde hoffentlich auf einen passenden Untergrund verlegt. Jetzt halt doch mal die Füße still!
     
    Neue Messer, neue Mäher müssen nicht automatisch scharf sein.
    Neue Mäher (und Messer) werden heutzutage leider nicht mehr „scharf“ verkauft und man darf sich als Benutzer leider immer als erstes einen vernünftigen Schleifer suchen (oder selbst vernünftiges Werkzeug haben). Ist zwar immer noch nicht so gut wie ein wirklicher Fachmann aber immer noch besser als ein Baumarkt-MA.

    Und nein, der Mitarbeiter im Baumarkt gehört in 99% aller Fälle nicht dazu sondern zerstört höchstens das Messer durch unsachgemäßes „Schleifen“. :rolleyes:
     
  • Die dürften dann auch meist ein „vernünftiges“ Ergebnis abliefern.

    Aber nichts geht über einen vernünftigen Schleifer, den es leider fast nirgends mehr gibt. :cry:

    Bis vor vier/fünf Jahren gab es einen solchen noch einmal im Monat bei uns auf dem Wochenmarkt, seit Corona ist er leider dauerhaft verschwunden. :confused:
     
  • Die dürften dann auch meist ein „vernünftiges“ Ergebnis abliefern.
    Ja, die wissen, was sie tun, weil sie ja immer die Mietgeräte schärfen müssen.

    Aber nichts geht über einen vernünftigen Schleifer, den es leider fast nirgends mehr gibt. :cry:

    Bis vor vier/fünf Jahren gab es einen solchen noch einmal im Monat bei uns auf dem Wochenmarkt, seit Corona ist er leider dauerhaft verschwunden. :confused:
    Diese Schleifer sind hier nahezu ausgestorben.

    Hoffentlich Ist der Schleifer kein Corona-Opfer geworden, sondern einfach im wohlverdienten Ruhestand. ;)
     
    Zur einer Vermutung PT vs. was anderes kannst du dich anhand der Bilder nicht hinreißen lassen?
    Bild 2 und ansatzweise auch Bilder 1 und 3 im Beitrag #82 zeigen die Längsriefen, wie sie beim Blatt des Weidelgrases typisch sind. Bild 3 und 4 zeigen schemenhaft eine Blattunterseite, die ich vom Weidelgras kenne. Auf dem vierten Bild sind aber die Riefen nicht mehr zu sehen, was sehr wahrscheinlich durch das Glattbügeln im Smartphone unsichtbar geworden ist. Dafür kann man am linken Blatt die Blattöhrchen erahnen. Die sind aber auch nicht immer ausgeprägt. Bild 5 zeigt nur noch typischen Smartphone-Matsch. Ich weiß nicht, was aktuelle Top-Modelle leisten können, aber 5 Jahre alte Mittelklasse-Geräte liefern bei zwar bei guten Kontrasten und viel Licht gefällige Bilder, wenn sie aber Strukturdetails auf Blättern zeigen sollen, versagen sie.

    Ich denke, ich kann ohne zu stürzen, mich soweit aus dem Fenster lehnen, dass ich das gezeigte Gras als Weidelgras identifiziere.

    Poa trivialis ähnelt im Frühjahr aber tatsächlich dem Weidelgras in einem dunkler grünen Rasen.
    Poa trivialis:
    Poa trivialis 20210518.webp
    Weidelgras:
    Weidelgras 2020320.webp

    Es ist doch nicht wichtig, was es genau ist.
    Im Fall von Poa trivialis war es bei mir von großer Bedeutung das Fremdgras zu 100 % zu entfernen. Jeder übersehene Rest hat sich regeneriert. Die hellgrünen Flecken sind bei Nichtbehandlung immer größer geworden. Leider ist das Gras nicht trockenheitsverträglich, so dass es im Sommer braune Stellen hinterlässt.
     
    Und nein, der Mitarbeiter im Baumarkt gehört in 99% aller Fälle nicht dazu sondern zerstört höchstens das Messer durch unsachgemäßes „Schleifen“.
    Da habe ich auch eine haarsträubende Erfahrung gemacht. Ein Paar Häckslermesser kamen nach dem Schärfen in dieser Form zurück:
    Stumpfgeschliffenes Häckslermesser 20151014.webp
    Falls es nicht klar zu erkennen ist: Die Schneide hat an der Spitze einen 90° Winkel bekommen. Seit dem verbringe ich jedes Jahr viel Zeit mit dem Schleifen von Klingen.
     
    Neue Mäher (und Messer) werden heutzutage leider nicht mehr „scharf“ verkauft und man darf sich als Benutzer leider immer als erstes einen vernünftigen Schleifer suchen (oder selbst vernünftiges Werkzeug haben). Ist zwar immer noch nicht so gut wie ein wirklicher Fachmann aber immer noch besser als ein Baumarkt-MA.

    Und nein, der Mitarbeiter im Baumarkt gehört in 99% aller Fälle nicht dazu sondern zerstört höchstens das Messer durch unsachgemäßes „Schleifen“. :rolleyes:
    Manche Forenmitglieder haben ihre Messer an @Gecko geschickt. Er ist ein Fachmann, ob er noch arbeitet weiß ich jetzt nicht.
     
    Bei wertvollen Küchenmessern mag so ein Aufwand gerechtfertigt sein. Bei einem Rasenmähermesser eher nicht. Die müssen ja auch nicht so extra-scharf sein.
    Wir hatten für unseren Bosch ein neues Messer gekauft. Das kam so rund, absolut Kindersicher! Das von meinem Vater geschärfte „alte“ hingegen hatte richtig „Biss“….
     
    Da habe ich auch eine haarsträubende Erfahrung gemacht. Ein Paar Häckslermesser kamen nach dem Schärfen in dieser Form zurück:
    Anhang anzeigen 823608
    Falls es nicht klar zu erkennen ist: Die Schneide hat an der Spitze einen 90° Winkel bekommen. Seit dem verbringe ich jedes Jahr viel Zeit mit dem Schleifen von Klingen.
    Hier war der letzte, mir bekannte, erstklassige Scheren- und Messerschleifer
    Hatte dort jahrelang Garten-, Haushaltsscheren und Messer schärfen lassen.

    Vor 2 Jahren gab ich meine Kochmesser auf dem Wochenmarkt, an einem vermeintlich seriösen mobilen Schleifstand aus Thüringen ab.
    Alle Messer waren hinterher ruiniert, indem einfach eine ca. 1,5 mm breite Fase angeschliffen wurde. :mad:
    Ich reklamierte dieses Ergebnis und der Standinhaber verteidigte sich sogar arrogant:
    "Sind die Messer scharf oder nicht?!"

    Richtig wäre ein vollflächiger Anschliff über die gesamte Messerbreite gewesen.
    Bei wertvollen Küchenmessern mag so ein Aufwand gerechtfertigt sein. Bei einem Rasenmähermesser eher nicht. Die müssen ja auch nicht so extra-scharf sein.
    Je schärfer das Messer, um so glatter der Grashalmabschnitt – im Umkehrschluss – je ausgefranster desto anfälliger für Pilzbefall.
    Noch wichtiger als Schärfe, ist die Ausgewogenheit – ist das nicht gegeben, kann ein Messer mit Unwucht die Lager der Messerwelle zerstören.
     
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