Rasen überhaupt bekommen

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05. Feb. 2011
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Bergisch Gladbach
Hallo...

dies ist mein erster Beitrag hier und ich hoffe sehr auf eure Hilfe :-) Wir haben seit August eine Wohnung im Raum Köln mit ca. 500m2 Garten bezogen. Rings um den Garten herum befindet sich ein kleines Waldgebiet, was dazu beiträgt, dass wir leider eine sehr dunkle Wohnung haben. Sonnenlicht? - wenn nur morgens. Ein kleiner Teil des Gartens liegt direkt vor der Terasse und hier liegt auch eben das große Problem. Dort gibt es große Blumenbeete aber eben auch zwischen Terrasse und Beete eine Menge Fläche, die bisher nicht als Rasenfläche genutzt wurde. Im Herbst, als wir diese Wohnung bezogen, sah es nicht so kahl und tot aus wie jetzt. Die Erde rings um die Terrasse herum ist einfach nur tot. Noch nicht einmal Unkraut findet jetzt seinen Weg hierhin und genau das bereit mir etwas Sorge. Die Tulpen und Narzissen spriessen wie gewohnt aber kein Grashalm verirrt sich hierher.

Wie bekomme ich die tote Erde dazu Rasen spriessen zu lassen? Kennt ihr da ein hoffentlich kostengünstiges Angebot?

Ich freue mich über Antworten
Narzisse
 
  • Hallo Narzisse.

    Jetzt sollte auch kaum Unkraut wachsen, es ist schließlich Winter, da ist das normal.

    Wenn Du den Verdacht hast, daß gar nichts wächst wäre sicher eine Bodenanalyse sinnvoll um zu schauen, ob eventuell Nährstoffe usw. fehlen.

    Wenn das getan ist, dann würde ich den Boden entsprechend der Ergebnisse der Analyse vorbereiten(düngen wahrscheinlich), bei zu feuchten Boden etwas Sand einarbeiten, bei zu trockenen, sandigen Boden etwas Gartentorf einarbeiten, dann den Boden andrücken/walzen und noch etwas setzen lassen.

    Ab April würde ich dann Gras aussähen und dann hoffen das alles wächst. Gras brauch aber viel Pflege (gießen, düngen, mähen) das solltest Du bedenken. Wenn auf den Blumenbeeten Pflanzen wachsen, dann wird es auch auf den anderen Flächen gehen. Eine Gefahr ist bei schattigen Stellen allerdings, das Moos dem Rasen das Leben schwer macht. Aber auch da hilft regelmäßige Pflege (düngen und mähen).

    LG Blitz
     
    Hallo Blitz,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Also auch im Spätsommer stand da kein Unkraut. Es scheint so als wäre die Erde jahrelang einfach "totgetrampelt" worden (und so ist es wahrscheinlich auch gewesen). Also mähen, bewässern und pflegen machen wir auf den anderen Rasenflächen ja auch, das ist also unser geringstes Problem.

    Wo kann ich denn eine Bodenanalyse machen lassen? Ich hatte darüber nachgedacht die oberste Schicht der Erde abzutragen und mit Mutterboden aufzufüllen und das dann unterzugraben. Ist das sinnvoll oder eher Zeitverschwendung?

    Ich hatte im frühen Herbst bereits Senf gesäht, der hat es bis zum Wintereinbruch leider nicht geschafft "groß" zu werden um untergegraben zu werden. Hatte sogar der Schwierigkeiten sich in der toten Erde schnell zu entwickeln?! Somit hilft jetzt im Frühjahr wohl leider nur noch die Chemiekeule um im Sommer mal ein bisschen grün vor der Tür zu haben. Oder?

    Narzisse
     
  • Hallo Narzisse.

    Eine Bodenanalyse kannst Du bei verschiedenen Firmen machen lassen. Mein Suchprogramm hat zuerst dieses Ergebniss ausgespuckt: Bodenanalyse und Bodentest (Falls unerlaubte Werbung - bitte löschen lieber Mod.)

    Es gibt sicher auch noch günstigere Anbieter, da mußt du aber selber mal Tante Google, Bing,... bemühen.

    Zur weiteren Bearbeitung der Fläche gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Erstens, tief umgraben. Das sollte eigentlich als Lockerung für Rasen genügen. Leider ist da manuell eine Plackerei, vor allem wenn der Boden sehr hart ist.

    Zweitens, könntest Du auch mit einer Gartenfräse (ausleihen) den Boden lockern. Da kann ich Dir nix genaues empfehlen, aber die Maschinenverleiher sollten sich da auskennen.

    Drittens, Mutterboden aufbringen und Rollrasen verlegen. Das geht am schnellsten bis zur grünen Fläche ist aber auch am teuersten.


    Was ich aber noch nicht glauben kann ist, daß der Boden tot ist. Normalerweise gibt es das nur wenn er mit der chemischen Keule getötet wird. Sonst gibt es auch auf den härtesten Böden Pionierpflanzen, die die unmöglichsten Bodenverhältnisse vertragen. Zum Testen kannst Du ja mal eine Schale voll Erde ins Wohnzimmer holen. In die Hälfte der Schale sähst Du Radies aus und die andere bleibt "unbestellt" Im Idealfall wachsen die Radieschen und auf der anderen Seite laufen Wildkräuter auf. Dann weißt Du zumindestens ob der Boden einigermaßen brauchbar ist.

    Abtragen würde ich die oberste Schicht nur, wenn der Boden zu schlecht ist. Das würde bedeuten, daß er vorwiegend aus Sand und Steinen besteht. Auch einen solchen Boden kann man mit Torf, Kompost und Mutterboden aufwerten. Warte erst mal die Bodenprobe ab. Wenn Du kannst stell doch mal ein Foto von der Fläche und vielleicht ein Foto vom Boden (Nahaufnahme) hier ein. Da kann man eigentlich schon sehen, welche Eigenschaften die Erde hat, wenn auch keine genaue Analyse möglich ist.

    LG Blitz
     
  • Hallo Blitz!

    Also hier jetzt mal eine Nahaufnahme der Erde. Ich hoffe da kann man etwas draus erkennen. Ich ärgere mich etwas, dass ich nicht dran gedacht habe hier im Spätsommer mal versuchsweise in einer Ecke Rasen zu sehen, so wie ich es eh im hinteren Teil des Garten gemacht habe. Da ließen sich dann schon Schlüsse und wunderbare Vergleiche zu ziehen.
    Ich werde das mit den Radieschen mal versuchen, aber warum Radieschen? Sind die weniger anspruchsvoll?

    Gibt es sonst keine natürliche Wunderwaffe, die ich im März untergraben könnte, womit man einfach nichts falsch machen kann und die sich nur allemal positiv auswirken kann und dabei nicht zu teuer ist? Rindenmulch vielleicht?

    Vielen Dank für deine Tipps :-)

    Narzisse
     

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    Achso,

    und hier habe ich auch direkt die "Vorher"-Aufnahme. Also wie man erkennen kann, wächst auf der Erde so ziemlich gar nichts. Mittlerweile haben wir da recht viel umgegraben, daher ist die Erde jetzt nicht mehr so pulverig wie anfangs. Îch nehme an die Erde ist einfach jahrelang "ungenutzt" vor sich her gestorben. Übrigens haben wir hier im Bergischen viel Lehm im Boden, wie man im ersten Bild rechts an dem helleren Hügel gut erkennen kann.
    Frühlingszwiebeln treiben aber auf der gesamten Fläche aus, jetzt weiss ich aber nicht wie anspruchsvoll die sind.

    Gruß & schönen Abend
    Narzisse
     

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