Pyromellas Balkonurwald

Ja, das tut sie wohl. Aber für den Kältereiz ist es doch genau das, was sein sollte. Wenn der Samen im Herbst aus der Mutterpflanze auf den Boden gefallen wäre, würde er jetzt doch auch in feuchter Erde liegen und frieren.

Die Keimhemmung der Kaltkeimer ist doch genau dafür da, dass der Samen nicht jetzt schon als Keimling, der erfrieren kann, in der Erde liegt, sondern brav als Samenkorn wartet. Ein Problem gäbe es erst, wenn es, nachdem die Samen dann gekeimt sind, noch eine zweite Kältewelle gäbe. Aber dann würde ich die Töpfe glatt reinnehmen.
 
  • Heute war es noch einmal wunderschön sonnig - wahrscheinlich der letzte Schnee - Sonnentag zum genießen.

    Ich bin zum Aasee gelaufen. Die Straßen tief verschneit, vereist. Trotzdem fährt eine Radfahrerin tapfer durch den Matsch.

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    An der ersten Gräfte war schon viel los, bis zum Eishockey ging der Spaß:

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    Am Aasee angekommen steppte der Bär. Schlittschuhläufer, Schlittenfahrer, Massen, die einfach so in Schuhen auf dem Eis laufen - aber man rutscht auch auf Backblechen das Ufer runter, bis man aufs Eis knallt, man bringt das große Surfsegel in Stellung und lässt sich über das Eis ziehen - und ein tapferer Radfahrer konnte sich auch auf dem Eis nicht von seiner Leeze trennen.

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    Auf dem Heimweg konnte ich noch sehen, wie die Schneeräumer noch die Hammerstraße räumten:

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    Und dann bin ich wieder zu Hause. Mein Balkon von außen und innen:

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  • Dein erstes Foto ist ja bemerkenswert, und vor allen Dingen, wie toll sich die Leute daran halten.:oops:
    Das arme kleine Federvieh tut mir leid :(
    Trotz allem, schöne Bilder
     
  • Jola, meinst du das Betretungsverbot? Damit wissen alle, dass sie, wenn was passieren sollte, die Stadt nicht verantwortlich machen können.

    In der Aktuellen Stunde im WDR hatten sie eine Frau vom Ordnungsamt im Interview, die meinte nur, dass man diese Massen Leute doch nicht vom Eis runterholen könnte. Polizei, Ordnungsamt und DLRG hatten ein Auge auf die Scharen, und ich hatte den Eindruck, dass die Leute auch nicht extrem unvernünftig waren. Ab morgen wird es wärmer, dann ist das Fest eh vorbei.

    Ich bin etwas mehr als 25 Jahre in Münster, für mich ist das das dritte Mal, dass man auf den Aasee gehen konnte. Ich war aber nur ganz kurz auf dem Eis, ich bin nicht mehr trittsicher, habe ich gemerkt und bin dann fix wieder ans Ufer geklettert.
     
  • Danke für euer Lob. Rosabel, warten wir mal ab, wieviele Jahre es diesmal dauert, bis der See wieder zufriert.

    In meinem ersten münsteraner Winter war mir gar nicht bewusst, dass das etwas Besonderes ist, wenn der Aasee zufriert. Meine Tante, die ein paar Jahre nach mir nach Münster zog, erinnerte sich auch an einen zugefrorenen See "zum Einstand". Später gab es dann nie genug Eis, dass sich ein Mensch auf das Eis getraut hätte. (Ich wäre auch nie die Erste, die es ausprobieren würde.)

    Aber ich bin froh, dass ich gestern doch noch gucken gegangen bin - vorher verkündete Tageszeitung und Lokalzeit Münsterland immer vehement, dass das das Eis auf keinen Fall tragen würde und man es wirklich nicht testen sollte. Deshalb hatte ich gar nicht mit so einem Trubel gerechnet. Andererseits wird gestern der einzige mögliche Tag gewesen sein, denn heute wird es ja wieder warm.

    Im Moment warten wir aber noch auf den angekündeten Eisregen. Ich bin jedenfalls trocken und ohne Rutschen zur Arbeit gekommen und kann jetzt ganz gelassen warten, dass jeder eventuelle Spuk vorübergeht, bis ich Feierabend habe.
     
  • Inzwischen ist fast alles wieder getaut, nur an Stellen, wo dicke Schneehaufen lagen, sind noch Reste zu sehen. Der Frühling übernimmt mit Macht.

    Auf meinem Balkon bin ich nicht sicher, ob die blaue Mauritius überlebt hat, aber ich mag sie nicht zurückschneiden, bis sicher ist, dass nicht noch eine weitere Kältewelle kommt. So muss sie halt noch etwas unglücklich herumhängen.

    Die glatte Petersilie hat überlebt und mit ihren großen Blättern auch die austreibenden Hyazinthen beschützt. Krokusse und kleine Iris sehen auch gut aus und die Schachbrettblumen haben auch schon grüne Spitzen aus der Erde gestreckt. (Die hatte ich aber zu fotografieren vergessen.)

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    P1020709Iris.webp P1020710Krokusse und Hornveilchen.webp

    In meiner Anzuchtkiste ist endlich auch Bewegung. Gestern Abend schlüpfte Tubis Streifenzipfel, heute früh zeigten die anderen beiden Schleifen. Der Schwarzen von der Krim konnte ich noch morgens Geburtshilfe leisten, sprich die Samenhülle ganz vorsichtig von den Blättchen ziehen, die Malakhitovaja Shkatulka hat ihre Samenhülle erst kurz vor den Foto abgezogen bekommen und sieht deshalb noch etwas lädiert aus. Ich bin sicher, dass sich das in ein paar Stunden gibt, aber da ich mal wieder zu meinem Vater fahren will, kann ich in ein paar Stunden keine Fotosession mehr machen.

    P1020702Tomatenbabys 2021.webp P1020704Malahitovaja Shkatulka.webp P1020705Schwarze von der Krim.webp P1020706Tubis Streifenzipfel.webp

    Snackparika und Ananaskirsche stehen noch in ihren Keimgläsern in Erde auf einem Brett auf der Heizung und warten darauf, dass sie endlich keimen. Vielleicht überraschen sie mich ja bis Sonntag.
     
  • Am Wochenende habe ich meinen Vater besucht. Der Schnee ist getaut, nur ganz kleine Rest an Ecken, wo es große Schneehaufen gegeben haben muss, waren noch zu sehen.

    Die Sonne war herrlich. Ich fange mal im Vorgarten an:

    Alpenveilchen blühen ja schon lange, aber nun sind auch die Schneeglöckchen sehr reichlich dabei und die Krokusse sorgen für bunte Farben.

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    Im oberen Garten haben wir vormittags nur geschaut, am Nachmittag dann eifrig gearbeitet. Ich habe Blätter und Moos aus dem Gartenteich gefischt und ich weiß nicht wie viele Eimer mit Holzhächsel (Reste vom Heckenschnitt) in die Beete und auf den Kompost verteilt.

    Hartriegel, Thymian und Nelken:

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    Mohnbrötchenpflanze und Krokusse

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    Schneeglöckchen und einen Blick auf Nachbars Fichten - nicht mehr sehr lebendig:

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    Unsere Fichten, in die eine Lonicera hineinrankt. Schaut mal, wie hoch die Lonicera schon gekommen ist:

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    Dieser gelbe Krokus ist ein Ureinwohner. Mein Vater meint, der Krokus wäre schon da gewesen, als meine Eltern das Grundstück 1983 gekauft haben.

    Bienen beim ersten Ausflug und Übersicht über den Garten:

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    Weiter geht es erst die Treppe hoch und bei der Blumenkannte der Nachbarn vorbei

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    um dann einen Rundgang durch den eigenen Hausgarten zu machen.

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    Taglilien und Lungenkraut:

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    Löwenzahn und türkischer Mohn:

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    Am Sonntag waren wir an der Ennepesperre. Gestartet sind wir am gleichen Punkt, wie bei meinem letzten Besuch, aber wir sind in die andere Richtung gelaufen und hatten deshalb das Ufer, das gegenüber der Staumauer liegt, umrundet.

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    So ein Sonnen-Wochenende ist immer viel zu schnell vorbei.
     
    Langeweile gibt es nicht, das stimmt. Das schöne am oberen Garten ist aber, dass auch mal was liegen bleiben kann, wenn Zeit, Lust oder Energie dazu fehlen. Zeit, um dann im Garten auch zu sitzen und Vögel zu beobachten, muss schließlich auch sein. Als wir am Samstag gemütlich in der Sonne saßen, flogen die Kraniche dicht über uns nach Norden.

    Es ist halt nicht zu ändern, dass sich die Familie weit verteilt hat. Der Garten hat als Projekt für die ganze Familie gestartet und war zumindest darauf ausgerichtet, dass meine Eltern, beides begeisterte Gärtner, zu zweit dort wirken würden. Seit meine Mutter zu früh verstarb, müssen einige Arbeiten warten, bis jemand zu Besuch kommt und mithilft. (Heckenschnitt und Baumschnitt gibt mein Vater inzwischen an einen befreundeten Berufsgärtner aus.)

    Das Schöne ist aber, dass nicht nur mein Bruder und ich gerne im Garten mit anpacken, sondern dass auch die inzwischen großen Kinder meines Bruders begeistert in Opas Garten wühlen. Mitte März kommt mein 19jähriger Neffe für eine Woche - und er wäre bitter enttäuscht, wenn der Opa nichts für ihn zu tun hätte.
     
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