Pflanzen aus Samen völlig anders

Solange man keine Genanalyse macht, kann man nie 1000% vorhersagen, was herauskimmt.
Natürlich gibt es Regeln und Gesetze, aber Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
Natürlich kann man so recht gute Vorhersagen machen, aber es gibt sehr viele Faktoren, die das alles beeinflussen.
 
  • Zu diesem Thema kann ich mal einen kleinen Erfahrungsbericht beitragen. Vor einigen Jahren habe ich von einer Nachbarin 4 Stockrosenpflanzen bekommen die dunkelrot geblüht haben. Innerhalb von 5 - 6 Jahren hatte ich Stockrosen in vielen Varianten und das nicht nur farblich sondern auch im Hinblick auf gefüllte, halbgefüllte und einfache Blüten. Da es sich bei den Exemplaren auch um sehr kräftige und große Planzen gehandelt hat, habe ich sie dann nach und nach bis auf einige wenige entfernt bzw. am Aussamen gehindert. Übrig geblieben sind interessanterweise nur rote Stockrosen. Seit letztem Jahr hat nun wieder eine in zartrosa geblüht, jetzt bin ich auf die nächste Farbe gespannt. :lol:
     
    Ich lern das gerade alles schön im studium (Pflanzenbiotechnologie, 1. Semster) und ich finde das immer alles höchst interessant :cool:
     
  • Hallo, ihr Lieben,

    hier ist noch einmal das Cannafüchsle. Auf nachstehendem Link ist auszugsweise dargestellt, dass die Vererbung nach festgeschriebenen Gesetzen erfolgt. Leider nur in geraffter Form, aber meines Erachtens begreifbar.

    Cannas und die Vererbungsmerkmale

    hallo cannafüchsle,

    danke für den link...

    das versteht sogar *el blondie*, ob sie will oder nicht...;)

    liebe grüße von kathi...kl. bastard:D
     
    ...und die Cil auch...
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    LG von Cil, gern mal frech!
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  • Hallöchen,
    da sich ganze Wissenschaftler-Generationen mit Vererbung beschäftigen, ist es für uns Hobby-Gärtner sicherlich schwierig, das Gewünschte heranzuzüchten.

    Erst muss man nämlich wissen, ob eine Farbe z.B. DOMINANT vererbt wird = sie ist SICHTBAR

    oder rezessiv = sie ist NICHT SICHTBAR (kann aber bei der nächsten Generation zu sehen sein, weil die Erbanlagen ebenfalls vorhanden sind)

    Ein gutes Beispiel ist die Augenfarbe beim Menschen:

    Mutter braune Augen + Vater blaue Augen ---> Kind höchstwahrscheinlich braune Augen, da die braune Augenfarbe SICHTBAR (=dominant) vererbt wird.
    Trotzdem hat das Kind auch die Erbanlagen für die blaue Augenfarbe, d.h. bei der Enkelgeneration könnten auch wieder blauäugige Kinder dabei sein.

    Also lassen wir uns einfach überraschen, was die Natur hervorbringt....... es sind für mich sowieso immer WUNDER!!!!!:eek:

    Liebe Grüße
    von
    sahex:eek:
     
    Das man plötzlich wieder nur rote Rosen hat kann daran liegen, dass man entweder eine F1 Generation aus zwei mischerbigen Pflanzen herangezogen hat (siehe mein Eintrag weiter oben) oder man hat eine Rückkreuzung gemacht. Dabei kreuzt man die F1 mit der Elterngeneration.

    Und das mit dem blauäugigen Kind lässt sich relativ leicht erklären:

    Mutter: braune Augen trägt aber Genvariation blau und braun (weil z.B. Oma und Opa blau und braun waren)
    Vater: blaue Augen trägt also auf jeden Fall beide Genvarianten in blau (sonst würde sich das dominante braun durchsetzen)

    Für die Kinder gibt es jetzt folgende Möglichkeiten für die Genvarianten:

    blau braun
    blau
    blau

    aus diesem Schema kann man nun die Möglichkeiten ablesen, also blau, blau; blau braun (immer oben und seitlich kombinieren), rein statistisch sind also jeweils 50% der Kinder blauäugig und 50% braunäugig, auch wenn ein Elternteil braune Augen hat, was sich ja eigentlich ausprägen müsste.
     
    Hi Kathrin,

    das hast Du SUPER erklärt!!
    Aber wirklich verstehen kann es nur, wer die Mendel'schen Gesetze schon mal lernen musste und sie sich dann noch einmal zu Gemüte führt....- wie ich es gestern getan habe.

    Deshalb hatte ich versucht, es ganz verkürzt und schlicht aufzuschreiben.

    Liebe Grüße
    von
    sahex:eek:
     
  • Hi Kathrin,

    neeee...- soooo hatte ich das wirklich nicht gemeint!!!!:cool:

    Einige wenige haben die Vererbungsgesetze sicher als Spezialgebiet.
    Aber für die meisten werden es "böhmische Dörfer" sein...- wie z.B. für mich Erklärungen, die den Computer betreffen. Die können gar nicht EINFACH UND SCHLICHT GENUG SEIN!!!!
    *grins*

    Liebe Grüße
    von
    sahex:o
     
    Ich bin kein Biologe, sondern auch "nur" eine gaaanz große Hobbygärtnerin. Aber ist es nicht so, dass sich die hochgezüchteten Pflanzen, mit jeder "Generation" wieder in den Urzustand zurückversetzten.

    Sieht man ja auch immer wieder bei den Pflanzen z.B. mein Korkenzieherhaselnuss: Bei der Veredelungsstelle bekommt er immer wieder gerade Triebe wie die normale Haselnuss.

    Mein Kirschpflaumenbaum hat schöne dunkelrote Früchte und ein Ableger davon hat nur mehr rot/grünliche Früchte. (Pflanze versetzt sich wieder in den Urzustand, da die roten Früchte eine eigene Züchtung sind, schmecken tun sie aber ziemlich gleich, nur das Aussehen hat sich verändert)

    LG

    Karin:idea::idea:
     
    Wurzelbrut und Ableger sind aber vegetativ und nicht generativ vermehrt, es handelt sich dabei also um die selbe Generation, ja sogar um Klone. Bei deiner Haselnuss treibt zudem nur die Unterlage aus, das hat mit der Edelsorte gar nichts zu tun.
     
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