Meine Aloe Tiki Tahi hatte Wurzelfäule, was kann ich tun?

Gandalf06

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Ich habe seit einigen Jahren eine Aloe Tiki Tahi. Gegossen habe ich ca. einmal pro Woche, was anscheinend aber zu viel war, da die Wurzeln irgendwann abgefault sind. Jetzt habe ich noch weniger gegossen, sodass ich jetzt beim umtopfen ein paar wenige neue weiße Wurzeln sehen kann. Also es geht wieder aufwärts denke ich. Allerdings Frage ich mich folgendes:
Die Pflanze wird immer höher, sodass sie Gefahr läuft umzukippen. Kann ich sie jetzt einfach beim umtopfen weiter runter setzten? Und kann ich irgendwas tun, um sie am weiteren wachsen in die Höhe zu hindern?
Auch ist mir aufgefallen dass die unteren "Blätter" braun werden und ich sie ganz einfach herausziehen kann.
Auch ein paar einzelne obere Blätter sind stellenweise braun, wahrscheinlich durch die Wurzelfäule oder?
Allerdings kann es ihr nicht allzu schlecht gehen, da sie andauernd neue Blütentrieben hervorbringt. Jetzt schon wieder, obwohl der letzte erst ca. 2 Monate her ist.
 

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  • Hallo Gandalf,

    ich würde alles faule Gewebe im Wurzelbereich wegschneiden, auch matschige oder tote Wurzeln, außerdem die unteren Blätter, die sich leicht lösen lassen und auch die Blüte(n), weil die die Pflanze natürlich Kraft zur Wurzelbildung kosten. Die Blütenbildung muss nicht heißen, dass es der Pflanze nicht schlecht geht, denn als Sukkulente besitzt sie ja noch genug Wasser.
    Die oberen Blätter würde ich erst mal lassen. Die kannst Du beschneiden oder entfernen, wenn es Deiner Aloe besser geht.
    Das Höhenwachstum kannst Du wohl nicht einschränken. Es sollte aber mit intaktem Wurzelsystem auch kein Problem darstellen, da es offensichtlich arttypisch ist.

    Ich bestäube die Schnittwunden bei sukkulenten Pflanzen mit Kohlepulver. Ob es hilft, weiß ich nicht, aber es soll desinfizieren und die Wunden trocknen besser ab.

    Dann die Pflanze noch 1-2 Tage liegen lassen und anschließend in durchlässiges Substrat topfen. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, wenn Du sie ein bisschen tiefer eintopfst. Das Substrat nur ganz, ganz wenig feucht halten. Das fördert die Wurzelbildung. Ich gieße dann nur etwas um die Innenwand des Topfes herum, nicht direkt an die Pflanze.

    Schreib mal wieder, wie sie sich entwickelt ;)
     
    Vielen Dank erst mal. Ich hab sie jetzt umgetopft in lechuza pon. Das ist ja durchlässig genug denke ich. Die Blüte hab ich auch abgeschnitten und hoffe jetzt dass sich meine Aloe wieder erholt
     
  • Hallihallo.
    Ich habs schon wieder geschafft dass die Aloe Wurzelfäule bekommen hat. Dabei hatte ich sie ziemlich lange in Wasser (da hat sie eine Zeit lang gut Wurzeln entwickelt, bis das Wurzelwachstum irgendwann gestoppt ist). Und dann habe ich sie in Pon gesetzt. Da ist dann alles verfault, obwohl ich zuerst dachte ihr geht's gut darin. Ich hatte auch einen durchsichtigen Topf mit Drainageschicht aus Leca. Der Topf war auch relativ klein und gegossen hab ich auch nicht viel. Immer erst wenn man von außen sehen konnte das das Substrat trocken ist.
    Naja jetzt hab ich die Aloe unten abgeschnitten (weil der Stamm auch schon gefällt hat) und sie in Wasser gesetzt.
    Nur tut sich da nix.
    Und ich habe die Vermutung dass der Stamm weiter fault. Ich hab mal ein Bild von gemacht.
    Soll ich jetzt einfach noch Mal weiter oben abschneiden?
     

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  • Tja, Gandalf, zu viel Wasser ist für Sukkulenten Gift.
    Der braune Bereich ist offensichtlich verfault. Wenn Du ihn nun abschneidest, fallen die Blätter wahrscheinlich auseinander und das war´s dann.

    Daher hatte ich im letzten Absatz in #2 zu einer Bewurzelung in nur sehr schwach feuchtem Substrat geraten. Das klappt ganz gut, wenn die Schnittstelle vorher abtrocknen konnte.

    Die Bewurzelung in Wasser klappt bei holzigen Stecklingen ganz gut, bei krautigen Stecklingen auch noch oft.
    Sobald sich die ersten Wurzeln gebildet haben, müssen die Pflanzen raus aus dem Wasser, da sonst schnell Fäulnis einsetzt. Sukkulenten sind für die Bewurzelung in Wasser aber denkbar ungeeignet.
    Gärtner bevorzugen für die Bewurzelung daher überwiegend Pflanzsubstrat, dessen Feuchtigkeit sie an die Bedürfnisse der Gattung anpassen können.

    Die Pflanze kannst Du wohl aufgeben und solltest bei der Nächsten besser auf die Substratfeuchtigkeit achten.
    Tut mir leid, dass ich Dir keine bessere Nachricht schreiben kann.

    Vielleicht schaust Du Dir mal die entsprechenden Beiträge von @avenso an oder schließt Dich mit ihm kurz.
    Seinen Aloes geht es ja prächtig.
     
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