Löcher bohren

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06. Mai 2011
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Hallo,

mein Rasen hat stellenweise, nach längeren Regnen, Staunässe. Das Wasser versickert ziemlich langsam und der Boden ist sehr matschig. Jetzt habe ich auch festgestellt, das an diesen Stellen vermehrt Moos und kaum Rasen wächst.

Ich dachte mir, dass ich mit ein paar Bohrungen (bis auf weißen Sand) das Problem in den Griff bekomme?
Ich habe mal einen Gärtner gefragt, und er meinte, das könnte klappen.
Er würde ein paar Löcher mit einem Erdbohrer (Durchmesser 20cm) bohren und dann mit Estrichsand o.ä. befüllen.

Soll ich lieber einzelne größere Löcher (20cm) oder eher mehrere Kleinere bohren? Und welchen Durchmesser würdet ihr hier wählen?

Gruß
 
  • Guten Morgen.


    Bei stark verdichtetem Boden bietet sich das auflockern natürlich an. Ob deine Überlegung solch große Löcher in den Rasen zu bohren zielführend ist, mag ich bezweifeln.

    Als Alternative schlage ich dir vor, mit einer Grabgabel reihenweise in den Rasen bis zum Anschlag einzustechen, einmal sanft vor und zurück zu wackeln und die so entstehenden feinen Löcher mit einem Gemisch 50/50 Sand und Humus (sehr trocken) zu füllen.

    Sollte das nicht funktionieren kann man noch immer zu radikalen Maßnahmen greifen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Halte uns bitte auf dem laufenden.
    Gruß, Hübi
     
  • vielen Dank.

    hilft diese Methode denn auch wenn ich ca. 1,5m Mutterboden unterm Rasen habe?

    Gruß
     
  • Bevor ich meinen Garten in ein neues Verdun verwandele würde ich die minimal invasiven Methoden probieren.

    Meist ist das Erdreich an der Oberfläche stark verdichtet und in Schichten darunter schon wieder weitaus durchlässiger.

    Interessant wäre, was unter deinem Mutterboden liegt. Sand? Lehm?
    Staut sich das Wasser auf dieser Schicht und dein Mutterboden ist gesättigt. Kann das Wasser deswegen nicht absickern?
    Oder ist die Oberfläche zu dicht?

    Das müsste man herausfinden.
     
    Gut angewachsener Rasen lockert oben eine gute 15cm Schicht und nimmt eine Menge Wasser auf. Frost im Winter lockert den Boden auch noch mal ein gutes Stück tiefer. Eigentlich sollte es da keine Staunässe geben, solange da nicht eine Lehm oder Tonschicht drunter ist. Wenn doch, dann vermutlich, weil der Boden durch häufiges Betreten arg verdichtet ist. Oder weil der Boden insgesamt eher undurchlässig ist. Da hilft dann das mit den Nagelschuhen auch nur begrenzt. Wenn sich da ein richtiger See bildet, würde ich doch mal eine Drainage einbauen. Senkrechtes Rohr, mit Kies gefüllt und Filter oben drauf.


    Wie lange steht denn das Wasser? Moost ist oft einfach nur ein Zeichen von Nährstoffmangel, das muss nicht zwingend am Wasser liegen. Kann aber. Rasengras ist keine Sumpfpflanze.
     
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