Lehm, Sand und Kompost: in welchem Gemisch

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28. Apr. 2008
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Liebe Gartenfachkundigen,
wir haben letztes Jahr neu gebaut und wollen nun dieses Jahr den Garten anlegen. Leider haben wir sehr schweren, lehmhaltigen Boden. Uns wurde geraten, Sand und Kompost unterzumischen. Nun verzweifeln wir über die Frage, wieviel Sand und Kompost. Muss es reiner Kompost sein oder sollte es Komposterde, d.h. Kompost mit Muttererde vermischt, sein? Wir dachten, wir könnten ca. 1cm Sand und 2 cm Kompost aufbringen aber das Kompostwerk meint, diese Menge reiner Kompost sei viel zu viel des Guten. Was sagen die Fachkundigen? Es handelt sich um eine Fläche von ca. 400qm, auf der Rasen, Sträucher/Hecken, Blumen und Obst/Gemüse gepflanzt werden soll.
Danke für Tipps!
Die Gärtnerin
 
  • Hallo Gärtnerin.

    Was das Kompostwerk gesagt hat erscheint mir zwar auch richtig, allerdings sagt meine Erfahrung, daß einige Pflanzen auch im reinen Kompost gut wachsen. Meine Zuchini sind sehr zufrieden damit. Bei Tomaten und Gurken mische ich auch sehr viel Kompost mit unter.
    Allerdings ist Kompost, zumal wenn man ihn bezahlen muß in diesen Mengen für den ganzen Garten zu kostbar. Mein restliches Gartenland versehe ich deshalb mit 4-5 Schaufeln Kompost pro m².

    Viele Grüße Blitz.:o
     
    Wenn der Boden wirklich extrem lehmig und schwer ist, dann würde ich deutlich mehr Sand auftragen. Das können auch ruhig 10 cm werden, die du dann einfräsen kannst.
    Kompost schadet schicherlich nicht, aber wenn du 2 cm davon aufträgst, dann sind das in Summe 8 m³. Kostet eine Stange Geld.
     
  • Hallo,
    man sagt Sand sollte im Boden so um 10 % vorhanden sein, würde die Menge dann einfach umrechnen und bis ca 50 cm Tiefe, oberflächlich nutzt er nichts...
    Ein gibt verschiedene Arten von Kompost, frischen Kompost würde ich gar nicht nehmen, nur den reifen, mit einem Mischungsverhältnis 1:8 machst Du dann nichts verkehrtes (nur ca 20 cm tief einarbeiten). Ich hole den Kompost von den Verwertungsanlage (Wertstoffhof) da kostet der Kubikmeter 10,- € reifen Kompost (das muß man immer ausdrücklich sagen).
     
  • Danke für die wertvollen Tipps!
    Habe leider gestern nicht erwähnt, daß unser Mutterboden "verschwunden" ist, d.h. beim Erdaushub der Baugrube nicht extra gelagert wurde. Ärgerlich, aber nun nicht mehr zu ändern. Nun, da unser Lehmboden recht fruchtbar ist (wie schön das Unkraut sprießt :o), kann ich mir extra Mutterboden auch sparen (würde nämlich, mit Kompost vermischt, 20€ je Tonne kosten). Und wenn man Mutterboden unbedingt braucht, wieviel?
    Und wie wird Sand dann eingearbeitet? 50 cm tief, wie flammeri sagt? Aber im Leben brauche ich nicht so viel Mutterboden, oder?

    Fragen über Fragen von der Gärtnerin
    :confused::confused::confused:
     
    man sagt Sand sollte im Boden so um 10 % vorhanden sein, würde die Menge dann einfach umrechnen und bis ca 50 cm Tiefe, oberflächlich nutzt er nichts...
    @flammeri: Wer ist "man"?
    Wieviel % Sand im Boden sein sollte, hängt doch davon ab, um welche Art von Boden es sich handelt. Je undurchlässiger, umso mehr Sand. Sand ist außerdem nicht immer nötig. Bei ganz undurchlässigen Böden wiederum kann sogar bis 50% Sand eingefräst werden.
    Bis in eine Tiefe von 50 cm wird jetzt schwierig. Das funktioniert beim Aufschütten recht einfach, jetzt wird dies mit einfachen Mitteln schwierig.
     
  • @flammeri: Wer ist "man"?
    Wieviel % Sand im Boden sein sollte, hängt doch davon ab, um welche Art von Boden es sich handelt. Je undurchlässiger, umso mehr Sand. Sand ist außerdem nicht immer nötig. Bei ganz undurchlässigen Böden wiederum kann sogar bis 50% Sand eingefräst werden.
    Bis in eine Tiefe von 50 cm wird jetzt schwierig. Das funktioniert beim Aufschütten recht einfach, jetzt wird dies mit einfachen Mitteln schwierig.
    Hallo,
    ich habe nicht behauptet, daß es einfach ist...:rolleyes: sondern wie es gemacht werden sollte. Ob man es so machen will, ist natürlich jedem selbst überlassen:cool:
    Es gibt zwar viele Bodenarten, die fruchtbarsten sind lehmiger Sand bis sandigem Lehm, beim ersterem sind 10% lehm und Rest sandboden; beim zweiten 15-50% Sand und der Rest Lehmboden. Da ich davon ausgehe, daß ein gewisser Anteil Sand bereits vorhanden ist, wäre mit 10 % Beimischung auf jeden Fall nichts verkehrt.
    LG Lisa
    PS. "man" sind Bodenuntersuchungslabors und konkrete Aussagen kann man natürlich nur vor Ort machen...
    Hier ein auszug aus Bio-Gärtner: "Je nach Situation sollte der Boden ggf. mit Traktor mindestens 50 cm aufgerissen werden, wenn das nicht ausreicht, sollte sogar eine Tiefenlockerung vorgenommen werden. Ganz schwerer Boden sollte mit Sand vermischt werden."
    Noch ein Link:Bodenarten und pH-Wert
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Es gibt zwar viele Bodenarten, die fruchtbarsten sind lehmiger Sand bis sandigem Lehm, beim ersterem sind 10% lehm und Rest sandboden; beim zweiten 15-50% Sand und der Rest Lehmboden.
    Darum habe ich auch geschrieben, dass bei Extremfällen bis zu 50% Sand beeigefügt werden können. :rolleyes:
    Wir sprechen aber nicht von mittleren Böden wie sie lehmiger Sand oder sandigem Lehm darstellen, sondern von schweren Böden. Und bei denen ist der Sandanteil von Haus aus deutlich niedriger als bei mittleren Böden.
     
    ?Lehm, Sand und Kompost: in welchem Gemisch

    Nach den Angaben von flammeri würde ich sagen, daß wir sandigen Lehmboden haben (auch wenn ich wohl den Sand darin erst suchen muss). Nun habe ich euch so verstanden, daß wir den Sand in den Boden einarbeiten müssen? Da wir eh einen Traktor kommen lassen mit diversem Gerät wird auch die Tiefe kein Problem sein. Oben drauf kommt dann Komposterde, richtig? 5 cm?
    Dann hätten wir es ja bald...
    Einen frohen Tanz in den Mai wünscht die Gärtnerin!
     
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