Kohle als Bodenverbesserer

Platero

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29. Jan. 2021
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6.380
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Im Hessenland
Hallo,
Ich habe im Schuppen einen Riesen Sack Grillkohle gefunden. Da wir nicht grillen, dachte ich mir, ich könnte ihn ja als Bodenhilfsstoff noch verwenden. Eine Suche mit der Suchfunktion hat neben unzähligen Beiträgen wo Kohle als Synonym für Geld verwendet wird, zu einem thread geführt, wo am Rande auch darüber gesprochen wurde.
Ich habe aus dem thread für mich „gezogen“, dass ich die Kohle besser nicht direkt ins Beet, sondern in den Komposthaufen einarbeiten sollte.
Kein Problem.
Allerdings wird da von Holzkohlegruss, also relativ kleinen Partikeln, gesprochen. Mein Sack enthält aber recht große Stücke.
Würdet ihr die zerkleinern? Und wenn ja, wie?
Vielen Dank!
 
  • Ja, auf alle Fälle kleiner machen, sie ist ein sehr wertvoller Anteil zum Terra Preta machen. Du sollest die richtig nass machen, also erstmal in einen Schubkarren füllen viel Wasser drauf geben. Ich gebe ja auch immer EM (effektive Mikroorganismen) drauf. Du glaubst nicht wie viel die saugen kann. Dann unter den Kompost mischen , nicht zu viel auf einmal, oder extra einen Haufen ansetzen mit viel organischen Material. Das alles muß erst richtig vererden, dann entsteht Dauerhumus. Wenn man dann den fertigen Kompost unter die Gemüsebeete oder Staudenbeete mischst entsteht sehr wertvolle Erde. Die Holzkohle hat die Fähigkeit alle Nährstoffe die so rumliegen an sich zu binden und zu behalten, erst wenn sie von den Pflanzen gebraucht werden, werden sie abgegeben und sofort wieder aufgenommen wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Der Kompost verschwindet ja immer wenn man ihn der Erde zufügt in einem Jahr, aber sobald Holzkohle drinnen ist verschwindet nichts mehr und wird ständig aufgeladen. Ich mache mir schon seit vielen Jahren meine Kompost mit der Holzkohle. Habe einen Freund, der hat eine Holzgaserheizung, da fällt die Kohle als Abfall an. Da hole ich mir immer was , da entsteht dann die sogenannte Schwarzerde (Terra Preta) und das ist Dauerhumus pur. Also viel Erfolg damit....
    Ach ja noch eine Information. Ich kenne Landwirte, die mit EM arbeiten. Die tun in die Güllegrube EM rein, dann Urgesteinsmehl und Holzkohle, lassen es ein paar Wochen drinnen. Dann bringen sie die Gülle aus und so entsteht mit der Zeit dann Dauerhumus auf ihren Feldern. Gülle ist ja ohne diese Zusätze Fäulnis, aber mit diesen Zusätzen entsteht ja ein richtig guter Dünger und Dauerhumus. Sie bringen dadurch alles ins gute Milleu.
     
  • Ich würde die großen Stücke auf jeden Fall kleinermachen, sonst liegen die im Kompost noch Jahre rum ohne richtig zu zerfallen. Am einfachsten geht's mit einem Hammer oder einer Brechstange – einfach in einen alten Sack legen und drauf los, spart auch Platz beim Lagern. Je feiner du sie machst, desto schneller integrieren sie sich ins Kompostmaterial und desto besser können die Mikroorganismen daran arbeiten.
     
  • Hallo elis,

    ein kleiner Nachtrag:
    Terra Preta ist nicht Schwarzerde im eigentlichen Sinne, auch, wenn sie oft so bezeichnet wird.

    Schwarzerde entsteht innerhalb sehr langer Zeiträume unter kontinentalen Klima-Bedingungen.
    Terra Preta bildet sich unter menschlichem Zutun, ist also eher ein Kultursubstrat.

    Unabhängig davon zählt Terra Preta zu den fruchtbarsten Kulturböden überhaupt und wird durch Deine EM-Zugabe aus meiner Sicht noch verbessert.
     
    Hallo elis,

    ein kleiner Nachtrag:
    Terra Preta ist nicht Schwarzerde im eigentlichen Sinne, auch, wenn sie oft so bezeichnet wird.

    Schwarzerde entsteht innerhalb sehr langer Zeiträume unter kontinentalen Klima-Bedingungen.
    Terra Preta bildet sich unter menschlichem Zutun, ist also eher ein Kultursubstrat.

    Unabhängig davon zählt Terra Preta zu den fruchtbarsten Kulturböden überhaupt und wird durch Deine EM-Zugabe aus meiner Sicht noch verbessert.
    Ja ich weiß, das die sogenannte Terra Preta eine nachgemachte Schwarzerde ist. Wenn man bedenkt, wie fruchtbar sie noch ist nach dieser langen Zeit und wie klug sie damals schon waren.
     
  • Ich nutze seit vielem Jahren in meiner Kompostterde Holzkohlegruss. Ich erhalte es als Abfallprodukt aus einer Köhlerei.
    Ich produziere mir im Jahressablauf aus Rasenschnitt/ Grünschnitt und beigemischtem Kohlegruss mein Bokashi .(Fermentation unter Luftabschluss). Dazu stehen immer 2 Fässer da. Wenn neue Erde benötigt wird mische ich dann fertiges Bokashi unter meine Komposterde.
    Im Frühjahr mische ich diesen "Kompost " unter die neu zu belegenden Beete.
    Diese Vorgehensweise hat meine Böden über die viele Jahren locker und vorallem fruchtbar gemacht.
    Gedüngt wird dann im Laufe des Jahres mit Brennessel und Beinwelljauche. Alles selbst hergestellt.
     
    Danke ihr Lieben.
    Der Vorschlag, die Kohle erst mal durch den Schredder zu jagen, erscheint mir auf Anhieb am sympathischsten. 😇
    Wenn das Ergebnis dann schon brauchbar erscheint, um so besser. Wenn nicht kommt der Hammer zum Einsatz.
    Versuch macht kluch. 👍
     
    Ja das gibt viel dreck…

    Warum nicht einem Nachbarn schenken??
     
  • Vor die Tür stellen, Schild zu verschenken… steht keinen Tag…
     
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