Kartoffeln auf Grassoden anbauen?

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Nürnberger Land
Hallo!
Wir haben im Herbst ein neues Beet angelegt und die dabei anfallenden Grassoden auf einen Haufen geschichtet (Gras immer nach unten). Zwischen die einzelnen Schichten habe ich etwas Kompostbeschleuniger gestreut. Der Boden bei uns ist ziemlich sandig.
Nun überlege ich, was ich mit diesem Grassoden-Haufen machen könnte und hatte die Idee, im Frühling darauf Kartoffeln zu pflanzen. Meine Hoffnung wäre: leckere Kartoffeln UND im Herbst durch den Kartoffelanbau in gute Erde verwandelte Grassoden. Meint Ihr, das könnte klappen?
Und im Februar will ich noch ein zweites neues Beet anlegen...
 
  • Klar kann man das machen, allerdings wird das Pflanzen in den Grassoden etwas aufwendiger, als in offener Erde, schließlich sind die Soden ja noch recht massiv.

    Häufeln kannst du auch nicht, aber etwas weniger Ertrag ist in diesem Fall ja wohl nicht so schlimm.

    Allerdings glaube ich nicht, dass die Kartoffeln die Kompostierung wesentlich beschleunigen werden. Immerhin kannst du so die Komposthaufen schon vorher nutzen. Immerhin dürften die Kartoffeln den Sodenhaufen lockern und das Unkraut unterdrücken. Abgesehen davon, dass die Grassoden nach einem Jahr vielleicht noch nicht völlig verrottet sind (macht aber ja nichts, solange sie keine großen Klumpen mehr bilden), halte ich das für eine Idee, die es Wert ist ausprobiert zu werden.

    Du kannst auch ein Kompostbeet draus machen. Nach dem Kartoffeljahr nimmst du einen Teil der Erde ab, füllst Gartenabfälle bis zu einer angenehmen Höhe auf und deckst dann wieder mit Erde ab, in die du dann pflanzen kannst. Die Wärme und die bei der Kompostierung freigesetzten Nährstoffe fördern das Pflanzenwachstum auf dem Beet. Wenn es kein Hügel-, sondern ein ordentliches Hochbeet werden soll, müsstest du allerdings eine Einfassung mit Bretter o.ä. machen. Natürlich geht der Haufen über das Jahr kräftig zusammen, so dass du einige Jahre immer wieder auffüllen und so viele Bioabfälle unterbringen kannst, bis die gewünschte Arbeitshöhe für das endgültige Hochbeet erreicht ist. Die Höhe erleichtert bei kleinen Beeten das Arbeiten mit der Hand, weil man sich nicht mehr so weit bücken muss. Geräte lassen sich dann aber nicht mehr richtig einsetzen.
     
    Also, ich denke, ich werde das versuchen. Vielleicht auch in Mischkultur mit Buschbohnen. Sollte ich die Soden vorher noch irgendwie düngen oder Gesteinsmehl etc. einarbeiten/darüber streuen? Da der Boden hier sehr sandig ist, sind die Grassoden zwar einigermaßen locker, aber vermutlich nicht so nährstoffreich.

    Die Idee mit dem Kompostbeet gefällt mir auch gut. Vielleicht baue ich den Sodenhaufen, der bei der Beetanlage im Februar anfallen wird, gleich so auf (habe auch zwei Komposthaufen).
     
  • Hallo Sabine,
    ich habe das vor vielen Jahren auch mal gemacht, als ich den Garten anlegte. das hat super geklappt. Von Vorteil wäre, wenn die Grassoden richtig durchgefroren sind, da hattest du allerdings diesen Winter noch nicht viel Glück.

    Aber ich wünsch dir viel Glück bei deinem Vorhaben
    jomoal
     
  • Hallo Sabine,
    ich habe das vor vielen Jahren auch mal gemacht, als ich den Garten anlegte. das hat super geklappt. Von Vorteil wäre, wenn die Grassoden richtig durchgefroren sind, da hattest du allerdings diesen Winter noch nicht viel Glück.

    Aber ich wünsch dir viel Glück bei deinem Vorhaben
    jomoal

    Hallo Jomoal,

    ich freue mich, jemanden gefunden zu haben, der das schon ausprobiert hat. Letzte Nacht hat es hier ordentlich gefroren, und die kommende Nacht soll auch sehr kalt werden. Da hoffe ich, dass die Soden durchfrieren.
    Sollte ich jetzt einfach alles so lassen, oder im Frühjahr evtl. noch einmal umschichten und Gesteinsmehl etc. untermischen?
     
    Locker und tiefgründig muss der Boden zur Aussaat der Saatkartoffeln sein. Ob sich der Filz bis dahin ausreichend zersetzt hat...?
     
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