Kalkstickstoff für den Rasen

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04. Mai 2016
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Hallo,
ich habe noch einen Sack Kalkstickstoff liegen. Kenne mich mehr mit Langzeitdüngern aus, daher meine Frage:

Ätzt der Kalkstickstoff, wie wirkt er sich auf meine Nachsaat aus ? Habe nun nachgesät und würde gerne die 2. Gabe damit im Juni/Anfang Juli machen.
 
  • Kalkstickstoff ist tödlich für alles

    Eigentlich eine sehr biofreundliche Düngung müsste man meinen, weil sich der Kalkstickstoff in einem chemischen Prozess zersetzt und als Rückstände nur Kalk und Stickstoff zurückbleiben.
    Dabei werden hohe Temperaturen freigesetzt, die alles vernichten inkl Regenwürmer, Bodenbakterien etc.

    Es wird in der Regel nicht zum düngen sondern zum Unkraut vernichten eingesetzt und wird angewendet im Frühjahr ehe die Aussaat beginnt.

    Ein weiteres Problem könnte, insbesondere im Regeleinsatz dazu führen, dass der Boden einen zu hohen PH-Wert bekommt und/oder zu hohen Stickstoffgehalt.

    In der Bio Landwirtschaft ist Kalkstickstoff verboten.

    Tatsächlich käme das nie in meinen Garten.
     
  • Kalkstickstoff ist kein Plutonium!
    Teilaussagen sind nicht ganz korrekt.
    Der Dünger besteht aus Calciumzyanamid .
    Was bedeutet , bei der Umsetzung wird in geringer Menge und für Menschen ungefährliche Menge giftiges Cyangas freigesetzt was eine desinfizierende Wirkung im Boden gegen Schadnematoden und andere Krankheitskeime bewirkt.Die Wärmeentwicklung ist hierbei minimal.
    Da sich viele Bodenbakterien in einer Minute zweimal teilen und damit vermehren können ist der Schaden auf das Bodenleben nur sehr kurzfristig.
    Nach wenigen Tagen ist der Boden wieder fit.
     
  • Es handelt sich auch nicht um Pulver (wie es früher verwendt wurde) sondern um gekörnte Ware. Würde davon 15 g/m² ausbringen wollen.
     
    Kalkstickstoff ist kein Plutonium!
    Teilaussagen sind nicht ganz korrekt.
    Der Dünger besteht aus Calciumzyanamid .
    Was bedeutet , bei der Umsetzung wird in geringer Menge und für Menschen ungefährliche Menge giftiges Cyangas freigesetzt was eine desinfizierende Wirkung im Boden gegen Schadnematoden und andere Krankheitskeime bewirkt.Die Wärmeentwicklung ist hierbei minimal.
    Da sich viele Bodenbakterien in einer Minute zweimal teilen und damit vermehren können ist der Schaden auf das Bodenleben nur sehr kurzfristig.
    Nach wenigen Tagen ist der Boden wieder fit.
    Ich dachte die Wärme vernichtet das Unkraut. Danke für die Aufklärung.

    Dass es dennoch nicht unbedenkilich ist, sieht man da es in der Biolandwirtschaft nicht zugelassen ist.
     
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