Hunter Rotatoren => Haltbarkeit ca. 5 bis 6 Jahre (?)

Moister

Mitglied
Registriert
01. Feb. 2019
Beiträge
461
Ich habe 2019 meine Rasenbewässerung in Betrieb genommen und aufgrund der technischen Daten und der hohen Verbreitung habe ich mich für Hunter Rotatoren entschieden.
Rainbird R-VAN waren auch auf dem Radar aber die schieden aus weil es keine mit so kleinem Radius wie ich es brauche gibt.
Ich habe auch einen 3000 mit 90°, welche eh den Ruf haben nicht unbedingt die Zuverlässigsten zu sein.
Heuer drehen sich fünf Rotatoren nicht mehr.
Es sind hauptsächlich braune 1000er 90° ein schwarzer 2000er 90° und es gab noch einen orangenen 800er 90°, der wurde aber nicht länger gebraucht.
Ich habe die auf Standard ProSpray Gehäusen (d.h. ohne Druckregelung) und nur wenn ich die Reichweite stärker drosseln will als es mit der Einstellschraube möglich ist verwende ich einen 30er oder 40er.
Es heißt zar immer dass zu hoher Betriebsdruck auf die Lebensdauer geht, und den habe durchaus wenn ich von 3 Beregnungskreisen nur einen laufen lasse. Da schaltet der mechanischen Druckschschalter zwischen 3 und 5bar und der Druckausgleichsbehälter verringert das Takten der Pumpe drastisch. Das könnte ich auch bis max 4bar einstellen aber am Sprühbild und an der Reichweite ändert sich zwischen 3 und 5bar nahezu nichts.
Ich glaube auf der DVS Seite steht was von 10 bis 15 Jahren Lebensdauer, ich glaube ich habe mal was auf der Hunter-Seite gelesen von 6 bis 8 Jahren.
Und die Rotatoren, die sich nicht mehr drehen sind ja auch auf regulierten Gehäusen.
Je nach Kombination von Rotator und Düse drehen die Dinger eh unterschiedlich schnell, ist auch egal.
Das die bald stehen bleiben merkt man eigentlich erst wenn sie sich nur noch im Schneckentempo drehen oder sich nach dem Einschalten erst stehen und sich erst nach einiger Zeit drehen.
Erster Check ist dann ob das Sprühbild sauber ist, d.h. ob die einzelnen Strahlen sauber aus dem Rotator kommen oder ob direkt am Rotator der Strahl etwas breiter, d.h. unsauber austritt. Das deutet oft auf Verschutzung hin. Wenn man im Betrieb die Kopf etwas eindrückt und mit der Hand dreht ist das meistens wieder OK. Das Drehen des Rotators mit der Hand beseitigt eventuell Ablagerungen und deswegen dreht er sich dann wieder zwei Tage sehr langsam.
Ein Check des Filters am Rotator schadet auch nicht.
Wenn er dann stehen bleibt lassen sich bei mir die Köpfe ohne merkbar erhöhten Widerstand drehen. Ich habe auch schon welche in Entkalker gelegt und es war nicht merkbar besser.
Nach den letzten Recherche bin ich auch der Meinung dass das Problem die "Friktionsbremse" ist.
Wenn Wasser mit Druck von unten auf den Kopf prallt und dieser wäre nur mit dem Schräubchen als Achse um Unterteil fixiert, würde sich der Kopf mit recht hoher Drehzahl drehen. Um das zu verhindern ist im Innern des Kopfes eine Fettfüllung die die schwarze Scheibe mit dem bunten Ring , durch die die Schraube geht, etwas mit dem Unterteil "verpappt".
Und wenn sich an dieser Fettfüllung etwas ändert ändert sich auch die Bremswirkung.
In einem YT-Video sieht man aus wie vielen Teilen so ein Rotator besteht.
Der Kollege hier sprüht nur irgendwas wie Öl rein, da würde ich schätzen dass das ruckzuck ausgespült oder durch einen Spalt wieder weg ist.
Ich habe auch Sachen gefunden wo die Rede von Sanitär-Armaturenfett (könnte ich mir gut vorstellen) oder Versuche mit Fett mit unterschiedlichem Viskositätsgrad.
Ich schätze das Problem liegt nicht daran den Rotator funktionstüchtig zu bekommen sondern wie lange der dann funktioniert.

Was mich sehr gewundert hat: Ich habe einen unbenutzen schwarzen 1000er von 2019 verwendet und der will auch nicht. Der braucht knapp eine Minute und schnarcht dann fast nicht wahrnehmbar los.
Ich frage mich jetzt ob ich die defekten gegen neue austauschen soll oder ob ich auf die einstellbaren Hunter Pro-Düsen (xAxx) wechseln soll, die gibt es auch mit kleineren Wurfweiten. Der Vorteil wäre dass die keine beweglichen Teile haben. Für eine neue Beregnungsanlage würde ich die Rotatoren wahrscheinlich nicht mehr nehmen.
Momentan mangelt es mir an Zeit aber irgendwann werde ich ein Standard Gehäuse auf einen Swingjoint (der liegt noch so rum) montieren, einen defekten Rotator zerlegen und reinigen und auch mal mit irgendeinem Fett experimentieren.

Hat vielleicht der eine oder andere schon mal rumexperimentiert?
 
  • Gab es jetzt irgendwo eine Frage? Das Fett ist Silicon Fett. Nur das ist Wasserbeständig und wird nicht weggewaschen.
     
    Ich bevorzuge auch die R-Van Düsen von Rainbird.
    Trotzdem würde ich die Kirche mal im Dorf lassen.
    So eine Düse ist aus Kunststoff, Wind und Wetter ausgesetzt und kostet bei meinem Händler momentan 6,90€
    Wie lange soll die deiner Meinung nach halten?
    Ich finde 5-6 Jahre ist schon Ok
     
  • Du findest 5-6 Jahre OK?
    Wenn man davon ausgeht dass die Bewässerungssaison im Jahr nur 6 Monate hat, die Rasenbewässerung nicht täglich und dann nur stundenweise läuft und in verregneten Wochen pausiert. Das sind keine 100 Stunden pro Jahr, oder umgerechnet 4 Tage Dauerbetrieb.
    Schwache Leistung!
     
  • Es geht vielmehr um das Innenleben. Aber auch das ist winzig und aus Plastik. Im Kopf die "Bremse" dürfte Messing sein.

    Denke es kommt hauptsächlich auf die Qualität des Wassers an. Brunnen auch gefiltert wird nie Trinkwasserqualität haben. Und auch da können Ablagerungen drin sein.-
     
    So sehe ich das njcht.
    Der Techniker weiß, dass die Komponenten meist vom langen stehen angegriffen werden.
    Wie SebDob schreibt, Wasser mit seinen Bestandteilen ist ein Hund😉
     
  • Zurück
    Oben Unten