Großbaustelle Rasen - Unkräuter

stefanh87

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19. Apr. 2020
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Hallo zusammen,

Ich habe schon etwas gestöbert, aber leider noch nichts zutreffendes gefunden.
Ich habe einen Garten "miterworben" und stehe vor einer großen Baustelle. Der Rasen ist durchlöchert, uneben, vertrocknet, die Erde gefühlt total hart und überall sprießt Unkraut. Aktuell beschäftige ich mich mit dem Thema Vertikutieren, Ausbessern, Sanden etc. Das aktuelle wieder mal sehr trockene Wetter hilft natürlich auch sehr...

Dazu habe ich zwei besonders hartnäckige Unkräuter, bei der ich gerne eure Hilfe bei der Bestimmung in Anspruch nehme, damit ich diese wirkungsvoll bekämpfen kann. Bilder sind im Anhang dabei, auch vom Rasen eines, damit ihr euch ein Bild machen könnt 😄

Ich freue mich auf Anregungen und rege Diskussionen 😊

Viele Grüße
Stefan
 

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  • Das erste Bild zeigt Habichtskraut, das zweite Rainfarn. Beides in der Tat sehr hartnäckig. Aber gleichzeitig auch für Insekten eigentlich wertvoll.

    Der Boden scheint ziemlich ausgehungert zu sein. Das Unkraut kannst du mit düngen etwas eindämmen, denn dadurch gewinnt das Gras an Kraft und kann die unerwünschten Beikräuter selber in Schach halten. allerdings ist das trockene Wetter in der Tat sehr ungünstig, denn wenn du düngen möchtest, musst du wässern, damit der Dünger überhaupt in den Boden gelangt.

    Um dem Gras zu helfen, kannst du mit einem starken Laubrechen oder auch Moosrechen den Filz raus rechen. Mit einer Belüfterwalze kannst du den Boden etwas auflockern, so dass die Graswurzeln wieder mehr Luft bekommen.
     
  • Vielen Dank für die schnellen Antworten, da bin ich schon echt weiter und kann arbeiten :)

    Moosrechen bzw. Handvertikutierer habe ich schon versucht, da habe ich das Gefühl ich reiße den halben Rasen mit raus. Habe das Moos dann mit einem Rechen herausgeholt, klappte ganz gut. Jetzt warte ich auf ein paar regnerische Tage zum Ausbessern.

    Zu den Fragen (danke an feiveline für den Hinweis):

    Gedüngt letztes Jahr einmal mit Compo Rasen Langzeitdünger
    Gemäht bei dem Wetter nur selten, der Rasen war verbrannt und ist quasi nicht gewachsen. Vorbesitzer kümmerte sich nicht.
    Dieses Jahr zb habe ich noch nicht gemäht weil der Rasen wie zu sehen einfach noch nicht gewachsen ist.
    Kein Mulchen
    Bislang nur handvertikutiert an sehr moosigen Stellen

    Nachsäen und Ausbessern werde ich jetzt sobald Niederschlag länger angekündigt ist. Möchte damit auch die ganzen Unebenheiten etwas ausgleichen.

    Sollte ich danach sanden? Der Boden ist wirklich sehr hart, auf dem Rasen möchte ich aktuell nicht mit den Knien aufkommen, was mein Sohn auch schon festgestellt hat😑

    Bzgl. Unkraut: würde das schon bekämpfen. Stellt sich die Frage: habe ich ohne Chemie eine reelle Chance? Das würde mich nämlich freuen!

    Vg!
     
  • Gedüngt letztes Jahr einmal mit Compo Rasen Langzeitdünger
    Somit ist die Fläche förmlich verhungert und es ist kein Wunder, dass sich die Wildkräuter durchsetzen konnte.
    Diese kommen nämlich mit solchen Bedingungen viel besser klar als die doch sehr "hungrigen" Rasenpflänzchen.

    Stellt sich die Frage: habe ich ohne Chemie eine reelle Chance?
    Ja, und gerade im Hinblick auf ein dort spielendes Kind würde ich es auch dringendst empfehlen.

    Das Rezept heißt ganz einfach düngen (alle 6 Wochen), mähen (in der Vegetationszeit mindestens einmal die Woche) und wässern (nicht gießen!).
    Das hältst Du ein halbes Jahr durch und dann gucken wir uns im Herbst die Fläche mal erneut an...
     
    Am Wochenende soll es ja feucht werden. Vorher werde ich das trockene Stroh rausholen und einmal hoch drübermähen. Dann düngen und evtl einige kaputte Stellen ausbessern.
    Dann wiederhole ich das wie von dir beschrieben. Danke, bin gespannt!
     
    Ich würde Dir unbedingt empfehlen den Mäher etwas höher einzustellen. Mein Rasen wächst kaum noch, weil einfach Wasser fehlt. Ich wässere aus Kostengründen nie, bisher sieht man noch keine Trockenschäden, da ich bei der Witterung einfach nicht tief mähe. Sollten die Temperaturen weiterhin so hoch bleiben, würde ich die Fläche mit Banvel oder ähnlichem Mittel spritzen. Achte bitte auf die Abdrift durch den Wind. Danach würde ich die Oberfläche aufrauhen, mit Rechen oder eben einmalig Vertikutierer und nachsäen. Allerdings braucht es dazu Regen und/oder Bewässerung. Den Rasenunkrautvernichter muß man vor der Neusaat ausbringen, da diese sonst leiden würde.
     
    Da die Beikräuter (wahrscheinlich Habichtskraut und Schafgarbe) besonders gut auf magerem, trockenem Boden gedeihen, sollte düngen und wässern ausreichen, um sie zurückzudrängen.

    Sorry, Marmi, ich weiß, dass du gerne die Giftspritze empfiehlst, aber ich bin der Ansicht, dass sie in diesem Fall absolut unnötig ist.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
  • Das ist überhaupt kein Problem.
    Solange es in einem sachlichen Ton bleibt kann man doch eine andere Meinung vertreten.

    Dünger ist wirklich wichtig, zur Zeit aber eher schädlich, weil es einfach viel zu trocken ist. Mir wäre die Rasenbewässerung jetzt zu teuer.
     
  • Der Rasen wächst nun nach dem letzten nassen Wochenende etwas an, habe die Zeit zum Düngen genutzt (Compo Langzeit). Nun wächst Rasen, dazu aber auch etwas struppiges schneller hervor. Ist das eine Rispen-Art? Nach Poa Annua sieht es so meine ich nicht aus, wobei manche Stränge jetzt schon Samen tragen.
    Mähe jetzt jede Woche und schaue bei dem Unkraut, wobei das teils echt viel und übel ist, gerade die beiden zu Anfang genannten. Aber Problem erkannt, arbeiten wir also dran :) kann ja nur besser werden!
     

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    Kleines Update mit neuen Fragen

    Durch Düngen, zweifach Mähen pro Woche und aktives Ausstechen von allem was nicht in den Rasen gehört, habe ich mit Unterstützung des Wetters einiges erreichen können. Danke an der Stelle nochmal für die tollen Ratschläge! Auf den Bildern sollte der Fortschritt erkennbar sein.

    Eine Frage wäre: Ich habe an dem Wegesrand neugesät, im Vergleich zum Rest wuchs der Rasen überragend an und musste fast noch öfters gemäht werden. Nach drei Tagen Sonne dann der Schock, dass die Reihe fast komplett eingegangen ist, siehe der graue Streifen am Wegesrand. Ich vermute, das dort im Vergleich zum Rest die Hauswand alles noch heißer macht, kann das sein? Gesät wurde Mitte April. In den drei Tagen habe ich nicht Gewässer, weil ich dachte die packen das. Nur ein Tag war echte Hitze.

    Das zweite Problem ist eine große Fläche neuer Rasen. Ich vermute, dass der gelieferte Mutterboden voller Unkraut war. Der Rasen wächst auch hier überragend, aber das Unkraut eben mit. Worum handelt es sich, vor allem die größeren Pflanzen mit den großen Blättern. Ansonsten ist alles dabei, von Ungräsern über Klee... Echt schade..

    Viele Grüße, Stefan
     

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    Ja, am Wegrand ist es oft sehr heiss, weil die Steine Hitze abstrahlen. Auch ist es oft so, dass das Fundament vom Weg schräg in den Rasen hinein reicht und die Wurzeln dadurch noch weniger Erde und Wasser zur Verfügung haben.
     
    Habe von einigen gelesen die dort einen Perlschlauch eingegraben haben um diesen Bereich besonders zu bewässern. Soll ganz gut funktioniert haben
     
    Hallo zusammen,

    auf Grund der starken Ausbreitung noch einmal die Frage um was es sich genau handelt. Vielleicht weiß es ja jemand 😊 und vielleicht auch was ich tun kann. Wurde mir ja wie beschrieben quasi mitgeliefert...

    Danke!
    VG Stefan
     

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