Goodbye Rasen California!

  • .... oder besser gesagt abgedreht.

    Aber das eigentliche Problem istg hausgemacht und aus meiner Sicht ein riesiger Umweltskandal.

    Für ein paar grüne Rasen und einer ganzen Stadt (Las Vegas) mit den verrückten Wasserspielen muss ein großer Fluß im Sand versickern.

    Das ist quasi so als würden wir den Rheim zur Bewässerung mißbrauchen und dass dieser nicht mehr das Meer erreicht.

    Unvorstellbar.
     
  • Ganz von oben

    Hallo Freunde des gepflegten californischen Rasens,

    mittlerweile ist die große californische Dürre und das damit verbundene Sterben des satten amerikanischen Vorstadtgrüns nicht nur Thema spezieller Wissenschaftsmagazine. Seitdem die NASA meldete, dass man die Dürre bereits vom Weltall aus sehen kann, ist es nun auch interessant für die Boulevard-Presse. Jedenfalls fand in der heutigen die BILD-Zeitung diese Thema eine größere Beachtung:

    http://www.bild.de/news/ausland/kalifornien/hier-vertrocknet-kalifornien-37997232.bild.html

    Gruß der Rasenmaster
     
  • Warum immer auf die Amis schimpfen? Die sind beileibe nicht allein mit dem Thema Umweltsünden. Ok, hier passt es, weil man es am Rasen sieht...

    In Asien ist der Aral See Geschichte, weil man das Wasser für Baumwollplantagen abzweigt und der Rest des Sees ist verseucht mit Pestizidrückständen. In China sind ganze Flüsse verseucht von Chemie und zugemüllt mit Plastik, da lebt nichts mehr. Und in Deutschland verschwenden wir Rohstoffe in einem Mass, daß es armen Nationen woanders in der Welt grausen würde. Woanders hungern die Leute, wir kippen kostbaren Kunstdünger auf unseren RASEN...

    Die Amis können in Punkto Umweltschutz noch eine Menge lernen. Aber wir hier mindestens genauso. Nur Wasser haben wir zufällig im Überfluss.
     
    Mir gefällt der Vergleich mit dem Aralsee sehr gut, denn in beiden Fällen sieht man als Auswirkungen Schiffe die auf dem Land liegen obwohl weit und breit kein Wasser ist.

    Aber der Fall von Californien ist dennoch bei weitem schlimmer.

    Mich ärgert es, dass man in einem Wüstenstaat aus Prestigegründen einen englischen Rasen vor der Haustür braucht und einen gigantischen Pool im Garten.
    Im Durchschnitt verbraucht ein Amerikaner laut Statistik 393l Wasser pro Tag und ein Deutscher 139l Quelle: http://www.fluter.de/de/USA/heft/7179/

    Ich gebe Dir aber vollkommen Recht, dass man immer erst vor der eigenen Haustüre kehren sollte. Mein Garten ist hier ein gutes Beispiel wie viele Deutsche handeln und denken. Mein Pool ist nur unwesentlich kleiner als in Amerika üblich und auch ich bin gerade dabei einen Zierrasen anzulegen. Dass ich dabei in einer Gegend lebe, die genügend Wasser hat ist dabei nicht relevant. Stattdessen bin ich hingegangen und habe zunächst eine riesige Photovoltaikanlage bauen lassen die den Energiebedarf deckt. Das Wasser für die Rasenbewässerung stammt aus meiner eigenen 15Kubikmeter Zisterne. Für den Pool kaufe ich nächstes Jahr eine Dosiereineheit für PH Senker und eine Ozonanlage um den Chemieanteil im Wasser zu minimieren. Im Rasen werde ich maximal 2 Mal Unkrautvernichter anwenden, um den größten Anteil an Unkräutern zu vernichten, danach werde ich Gänseblümchen und Co wachsen lassen und Löwenzahn von Hand austechen.

    Ich mache mir fast täglich Gedanken wie ich Ressourcen schonen kann und der Amerikaner läßt einen Fluss in der Wüste vertrocknen und dies ärgert mich.
     
  • It never snows in Southern California...

    Hallo allerseits,

    "...it never rains in Southern California" sang 1972 der Engländer Albert Hammond. Nun darf der Songtexte um eine weitere Songzeile variiert werden: "It never snows in Southern California..."
    Hier auf dem nachfolgenden Link darf noch ein bisschen in alten Zeiten geschwelgt werden:

    www.youtube.com/watch?v=mbCKzWynWfc

    Was damals wie ein Werbesong für die Tourismusbranche daher kam, klingt heute dagegen eher wie eine Warnung. Selbst in den höhergelegen Bergregionen ist "Ski und Rodel" bad, sind die sonst schneebedeckte Abfahrtspisten zu blühenden Landschaften mutiert. - Die Dürre im Sonnenstaat ist lange noch nicht vorbei. Schlimmer noch, der Staat Kalifornien greift weiter zu historisch einschneidenden Maßnahmen: 25% des Wasserverbrauches sollen eingespart werden.

    Da das meiste Wasser für Pools, Autowäsche und natürlich für die Rasenbewässerung benötigt wird, ist zu erwarten, dass der legendäre kalifornische Vorgartenrasen auch in Zukunft eher braun aussehen wird - so, wie ich es bereits im letzten Sommer auf meiner "Californischen Rasentour" schildern durfte.

    Hier aktuell nachzulesen in diesem Artikel:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/...esst-kalifornien-wasser-sparen-a-1026833.html

    Gruß der Rasenmaster
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ich hatte so gehofft, du hättest bessere Nachrichten. Ich gönne den Amis ein Wetter wie wir die letzten Tage hatten.
     
    Es ist sicher ein Problem, vor allem die zu hohen Temperaturen an Nord- und Südpol sind nicht unproblematisch und beinflussen manches Wetterphänomen.

    Dennoch sollte man es nicht überbewerten. Wir reden von 2 Grad in 100 Jahren

    Die Erde hat schon viele warme und kalte Zeitalter erlebt und überlebt. Ob langfristig auch die Menschheit überlebt ist dabei allerdings eine andere Frage.
    Unseren Kindern und Enkeln wird es noch nicht bedrohlich und bis dahin kann sich wieder viel ändern und evt beginnt dann bereits wieder eine Abkühlung die bis zu einer Eiszeit mutieren könnte.

    Vor 30 Jahren hatte ich mal eine interessante Reportage angeschaut. Dort prognostizierten Klimaforscher, dass 2014 in Deutschland eine Wüste herrscht.
    Auch das Waldsterben im Schwarzwald und anderen Wäldern wurde uns detailgenau erklärt - und dennoch gibt es noch Wälder.

    Klimaforscher übertreiben immer gerne ein wenig, damit sie ihren Arbeitsplatz rechtfertigen.

    Dennoch will ich mit meinen Mitteln dazu beitragen die Umwelt so gut es geht zu entlasten und isnbesondere an Fosilen Brennstoffen sparen, denn sonst ist das Klima letzlich das kleinste Problem für unsere Enkel.
     
  • du spinnst!

    weißt was 2 Grad wärmer bewirken???

    Die Pole schmelzen .. das ist fakt, die Gletscher schmelzen, auch das ist fakt ..

    was das mit dem KLima anstellt, das sieht man ja mitterlweile, mehr Stürme, mehr Wetterkatastrophen ... weniger Schnee ...

    DAs Wasser muss ja auch irgendwohin, heißt der Wasserspiegel steigt ... einige cm sind da schon wesentlich dass ganze Inselstaaten verschwinden ..

    möglich dass du das noch nicht so merkst, und es ist sehr löblich, dass du die Umwelt nicht mehr als nötig belastetst,

    anderswo merkt man das schon ganz arg ...

    auch wenn ich meine Kindheit mit heut vergleiche ... die Winter und die Sommer waren ganz anders, Überschwemmungen gabs sogut wie garnicht, was nun fast jährlich ein paarmal passiert .. mach mal die Augen auf!

    DA ist mir der Rasen in Californien wurscht .. mir macht nur Bedenken, dass die da drüben anscheinend schon so wenig Wasser haben, dass sie sparen müssen ..
     
  • Natürlich hast du nicht ganz unrecht.

    Die schlimmste Katastrophe war sicher New Orleans. Ich bin auch überzeugt, dass der Sturm damals allein Schuld hatte, sondern auch das Ansteigen des Meeresspiegel (und natürlich die Erbauer, die nahe dem Meer eine Stadt unterhalb des Meeresspiegels gebaut hatten).

    Fast schlimmer sind die Auswirkungen in Indonesien aber auch anderen Ländern, bei denen teilweise monatelang große Landstriche unter Wasser stehen.

    Es gibt auch mehr Hurricans und andere Auswirkungen und nicht zuletzt sind auch die Unwetter in Deutschland nach meiner Meinung schlimmer geworden.

    Dennoch ist die Panikmache meist überzogen.

    Immer wieder heißt es ....
    - die größte Uberschwemmung seit 18xx
    - der stärkste Hurrican seit 18xx
    - der trockenste Monat seit 18xx
    ....

    Ich glaube ich habe in meinem Leben nur 2 mal gehört seit Aufzeichnung.

    Dass die Auswirkungen schlimmer sind als früher liegt meist am Menschen selbst, der immer mehr in Regionen baut, wo die Gefahr besonders groß ist.

    Die Ureinwohner egal in welchem Land kamen nie auf die Idee an der Küste ihre Häuser zu bauen. Aber wir modernen Menschen wollen nunmal ein Haus mit Meeresblick.
     
    du spinnst schon wieder ...

    schon damals haben die Menschen an Flüssen gebaut, weils logischerweise noch keine Wasserleitung gab... ergo das Wasser nicht so weit schleppen mussten ... ganze Städte wurden an Flüssen und an Meeren gebaut .. (manche Städte sogar ins Meer ;))

    Recherchier besser, bevor du was postest ;)

    und panik ist angesagt .. jup .. sogar sehr
     
    Ich gebe Dir gerne recht, dass ich ein Schönredner bin und gerne etwas auch Verharmlose.
    Die Forscher sind aber Schlechtredner und werden ständig in ihren Zukunftshorrorvisionen wiederlegt.

    Ich persönlich rechtfertige mein "Schönreden" weil die angst vor einer Gefahr schlimmer ist als die Gefahr selbst.
    Die "Schlechtredner" begründen vermutlich, dass nur wenn im volk Panik herrscht die Politik reagiert.

    Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte;)
     
    ich bin kein Schön und kein Schlechtredner ..

    ich bin Realist ..
     
    Goodbye Rasen California! - Schnee in Belgien

    Hallo Fini und hallo thomas,

    bei dieser ganzen Klimadiskussion muss ich mich immer an ein Bild erinnern, welches im Wohnzimmer meiner Oma hing: "Winterlandschaft" von Pieter Breughel.
    Die Szene spielt im 16. Jahrhundert in Belgien oder den Niederlanden und was man hier sieht, sind eine tierverschneite Landschaft und eingefrorene Flüsse!!! – Im Grunde schaut es aus wie in den Alpen.
    Und wirklich existierte vom 14. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine kleine Eiszeit in Europa.
    Ich bin schon der Überzeugung, dass Klimazonen nicht grundsätzlich festgezurrt sind. Schwankungen in den Temperaturen wird es immer geben. Ob diese auch auf den Einfluss des Menschen auf die Umwelt zurückzuführen sind, bleibt Spekulation. Trotzdem rechtfertigt es nicht, wie wir teilweise rücksichtslos mit unseren Ressourcen umgehen.

    Gruß der Rasenmaster
     

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    Fini :Wer Forschungsgelder will, muß Pauken schlagen ( meine Kinder arbeiten in der Forschung).
    Der lauteste Trommler ist der Hamburger Fernsehstar Mojib Latif. "Der Kölner Dom wird meerumspült sein..."
    Google mal :Svensmark Effekt.
    Fossile Brennstoffe sind mit Sicherheit ein Teil des Problems.Aber nur ein Teil.

    Katastrophenszenarien kennen wir Älteren schon genug. Baumsterben Ozonloch (ist schon wieder so klein wie vor 100 Jahren) .
    An BSE sind weltweit 6 Menschen gestorben- allerdings haben sich in England fast 200 Bauern das Leben genommen weil man ihnen die Existenz ruiniert hat.
    In Deutschland gab es ca 1800 Zeitungs-und Fernsehberichte über das Ende der Menschheit durch diese Seuche. In England nur etwa 180 Meldungen.
    Noch Fragen?
    Auf Knopfdruck holen wir uns alle Katastrophen der Welt in sekundenschnelle ins Wohnzimmer. Täglich.
    Der NDR hat letztes Jahr bekanntgegeben den Schwerpunkt investiver Journalismus stark auszuweiten.
    Was passiert eigentlich wenn keine Mücken vorhanden sind um sie zu Elefanten zu machen. Richtig -man erfindet welche. Muss man ja ,die Konkurrenz machts ja ebenso.
    Vor diesem Hintergrund habe ich ebenfalls Schwierigkeiten Optimistisch zu bleiben.
    Weniger wegen der Welt- mehr wegen der journalistischen Einflüsse auf den politischen Mainstream.
    Die scheiss Pegida sind die Folgen . Viele haben leider kein Vertrauen in den Staat mehr, die Bürger resignieren.
    Leider, denn es ging uns noch nie so gut wie heute.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Was passiert eigentlich wenn keine Mücken vorhanden sind um sie zu Elefanten zu machen. Richtig -man erfindet welche. Muss man ja ,die Konkurrenz machts ja ebenso.
    Vor diesem Hintergrund habe ich ebenfalls Schwierigkeiten Optimistisch zu bleiben.

    Hab es gerade in einen Witz umformuliert.

    Was passiert wenn Mücken ausgestorben sind?
    Die Reporter verhungern weil sie aus keinen Mücken mehr Elefanten machen können;)
     
    oder anderst ...
    Laut der Presse sollte die Welt schon öfters untergehen als Sonnen im ganzen Universum zu Supernovas werden.

    Erinnert ihr euch noch an den Jahr 2000 Effekt?

    Als Programmierer hatte ich schon zuvor darüber nur gelächelt.
     
    sorry ich nochmal

    Den Forschern geht es vermutlich in wirklichkeit gar nicht mehr so sehr darum die Politiker zum handen zu bringen (das ist eher der positive Nebeneffekt), sondern eher ganz eigennützig darum publiziert zu werden.

    So wie Rasendoktor es sagt, es geht um Mammon.

    Aber - um die Lücke zum Thema wieder zu schließen. Es gibt durchaus sehr schlimme Naturprobleme und dazu gehört in erster Linie die Dürre in Californien und dabei finde ich es gut, das endlich - viel zu spät - die Maßnahmen abermals verschärft werden.

    Pools ganz zu verbieten wird kaum möglich sein. Allerdings würde ich zur auflage machen dass diese abgedeckt sein müssen um Verdunstung zu verringern. Allerdings müsste die Plane zugleich kühlende statt wärmende Wirkung haben, denn sonst kippen die Pools um.
     
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