Gemüsepflanzen in gedüngtem Kokossubstrat ziehen?

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Hallo,

ich hatte vor einer Weile schon nach dem Vorziehen gefragt, jetzt geht es aber um das Auspflanzen in Töpfen. Soweit ist schon geklärt, dass reine Kokosfasern kaum Nährstoffe enthalten. Es müsste also recht stark mit Dünger nachgeholfen werden. Denkt ihr, das könnte funktionieren, oder wird sich Gemüse in Kokos nicht wohlfühlen?
Es speichert nunmal sehr viel Wasser. Wenn es viel regnet, könnte das schon sehr feucht werden. Ist vielleicht die Fäulnis-Gefahr zu hoch?

Klar lässt sich auch einfach die gewohnte Erde verwenden, aber da Kokos recht platzsparend eingekauft und gelagert werden kann, finde ich es interessant.


L.G.
 
  • Ich würde eher davon abraten.
    Zum Einen ist es für Dünge-Einsteiger tatsächlich sehr schwer, den Dünger für ein komplett ungedüngtes Substrat passend zu dosieren (bei Überdüngung verbrennen die Wurzeln kleiner Keimlinge und Jungpflanzen extrem schnell), und zum Anderen speichert das Substrat in der Tat viel Feuchtigkeit, was für manche Gemüsearten/Pflanzen zum Problem werden kann.

    Wenn man nicht über sehr viel Erfahrung im Bereich Anzucht/richtiges Düngen verfügt, würde ich immer zu hochwertiger Erde raten. (Muss auch keine Anzuchterde sein. Da die meisten Gemüsesorten, die im Haus vorgezogen werden, Starkzehrer sind, tut es normale vorgedüngte Erde ganz genauso.)
     
    Es scheint aber doch ein paar Unterschiede bei den Kokossubtraten zu geben. Bei unserem Discounter wurde dieses Jahr vom gleichen Hersteller Anzuchterde und Pflanzerde aus Kokossubstrat angeboten, so dass ich annehme, dass diese Kokos-Pflanzerde doch nicht ganz ungedüngt ist. ich würde zwar nicht nur in Kokossubstrat pflanzen, aber vielleicht ist ja das Mischen mit Erde eine Alternative.
     
  • Beate, es gibt mittlerweile viele Substrathersteller, die bei ihren Blumen- und Pflanzerden den früher beigemengten Torfanteil durch Kokoserde ersetzen. (y)
    Das ist natürlich eine sehr gute Alternative, und diese Substrate sind ganz normal vorgedüngt und unkompliziert einsatzfähig. :)
     
  • Das ist durchaus machbar aber mit einem erheblichen Zeit-, und Kostenaufwand verbunden. Es ist zugleich eine Wissenschaft für sich, die für Laien gänzlich ungeeignet ist.

    Beispiel: für die Anzucht in Koko benötigst Du einen Ph Wert von 6,0 - 7,0 und 900 Microsiemens (Ec Wert). Leitungswasser hat in der Regel einen Ph von 8,0 und einen Ec von unbekannter Größe (zwischen 1.100 und 2.300).

    Nach der Anzucht geht es weiter... die Werte müssen permanent mit Phosphorsäure oder Salzsäure angepasst werden.

    Wie gesagt, man kann alles übertreiben
     
    ich kann dazu nur sagen: meine Tomatenanzucht in diesem Substrat war einfach nur .............:-(
    Nie mehr!
     
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