Gelbe Stellen im Rasen - Was kann ich tun?

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Wir haben nach dem Neubau unseres Hauses und der Anlage unseres Gartens im April 2012 Rasen gesäät. Ist überall gut angegangen.
Aber schon im Sommer hat er angefangen, sich lokal sehr unterschiedlich zu entwickeln. Auf gut einem Drittel ist er saftig grün, ein Drittel ist ganz passabel und ein Drittel blieb gelblich kümmerlich. Im Spätsommer haben wir den gut Rasen gedüngt, das hat ihm sichtlich gut getan, aber die gelben Stellen waren schnell wieder da.

Nun im Frühjahr nach einem langen trocknen und kalten Winter sind die ehemals gelben Stellen ziemlich tot. Nach einiger Recherche hier würde ich mal auf Typholafäule oder sowas tippen. Die Bilder im Netz passen zum Zustand.

Wir haben ausgerecht und gedüngt und der Rasen erholt sich eher langsam. Die ehemals grünen Stellen sehen wieder saftig und perfekt aus. Die ehemals gelben Stellen bleiben gelb...

Jetzt verschwinden Fäule und Schimmel ja angeblich wieder bei Düngung und gutem Wachstum. Die Frage bleibt: Was ist da im Boden so unterschiedlich, und wie kann man sowas behandeln? Ich hab wenig Ideen, warum das so sein könnte.

Die Fläche war vorher eine Wiese mit hohem Gras, ein paar Büschen und ein paar alten, eher toten Obstbäumen. Der Mutterboden von der Baufläche wurde auf einen hohen 3m hohen Haufen zusammengeschoben. Der Haufen hat wegen Verzögerungen am Bau leider gut ein Jahr da gelegen, dann wurde das ganze verteilt und der Garten nivelliert. Die Erde wurde mit dem Bagger tiefenaufgelockert und dann mit der Fräse zerkleinert.

Die gelben Stellen sind eher da, wo der Haufen war. Kann es sein, daß der Erdhaufen unten mangels Luft und Licht abgestorben ist? Erholt sich das nicht wieder? Kann man was tun, um das wiederzubeleben? Ohne gleich den ganzen Rasen nochmal umzugraben?

Fotos versuch ich mal nachzureichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • AW: Tote Erde?

    Hallo ,
    Die Verdichtung sollte durch Bagger,Sommertrockenrisse sowie Winterfrostgare beseitigt sein.Geblieben ist die vermutlich ungleich verteilte Muttererde mit Bereichen
    an denen toter,nährstoffarmer Unterboden an der Oberfläche liegt.Intensiv düngen und wässern besonders an den schlechten Stellen wird helfen.Mehrfache Humusgaben (0,5 cm) in diesen Bereichen helfen ebenfalls.
     
    AW: Gelbe Stellen

    Humus??
    Ich hab Bodenaktivator gefunden, das ist quasi Humuskonzentrat...
    Oder was nimmt man da und woher?
    Öfter mal nen halben Kubikmeter Mutterboden kommen lassen und verteilen ist nicht, in den Mengen liefert niemand, vermute ich.

    Ich hab mal den Aktivator verteilt und wässere regelmässig, wenns trocken ist. Gedüngt ist er ja im April. Bislang sind die gelben Stellen noch da. Da wächst quasi nichts.
     
  • Bilder

    Hier nun endlich auch ein paar Bilder dazu.
     

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  • AW: Gelbe Stellen

    Hast Du den Dünger etwas ungenau mit derHand gestreut? Wenn nicht ,ist Dein Boden extrem unterschiedlich in der Qualität. Mutterboden gut - toter Bodenfast nährstoff- und humusfrei.Wenn du gut mit mineralischem Dünger düngst ,(Für die Zersetzung von organischem Dünger fehlen in diesen Bodenbereichen die notwendigen nützlichen Bodenbakterien)kannst Du diesen Mangel überdecken. Auf den schlechten Ecken ist der gestreute Dünger eher aufgebraucht,da kein Bodenvorrat vorhanden ist.Es hellt eher wieder auf.Das ein Teil der Pflanzen hier abgestorben ist liegt möglicherweise am Hungerstress mit nachfolgenden Schimmelpilzbefall. Es wird Schneeschimmel sein.Meine Empfehlung zur Humusaufbringung gilt weiterhin. Billigste Blumenerde oder andere Humusartenalle 4-6 Wochen dünn überstreuen ,Mäher hoch,besser mulchen, um nicht wieder abzusaugen.Feucht halten.
     
    AW: Gelbe Stellen

    Ich hab von Hand gedüngt, aber relativ sorgfältig gleichmässig. So grosse Flächen kann man kaum aus Versehen auslassen. Im letzten Jahr hatte ich den Eindruck, das düngen hat mal kurz geholfen, aber das Gelb war schnell wieder da.
    Ich hab mal meinen Rest Blumenerde versuchsweise auf eine Stelle ausgebracht, mal sehen. Ich werd noch mehr kaufen und das verteilen. Die Stellen sind sehr gross, da brauchts ne Menge...

    Hilft denn die mehrfache Humusgabe dauerhaft im Sinner einer nachhaltigen Boden wiederbelebung, wenn die Mikroorganismen da wieder rein kommen? Organische Substanz ist ja da, wenn auch wohl tot... Können neue Organismen da was mit anfangen oder ist das anaerob zersetzt und unwiderbringlich verloren für die "Nahrungskette"?

    Danke schon mal für die Hilfe!
     
  • AW: Gelbe Stellen

    Vor der 1 Jahr langen Lagerung neben dem bau war die Wiese die da vorher war jedenfalls komplett saftig grün und gesund. Neuer Mutterboden von extern kam nicht dazu, das muß der Anteil sein, der unter dem riesen Berg erstickt ist.
     
    AW: Gelbe Stellen

    Dünger mit der Hand gleichmäßig zu streuen ist eine hohe Kunst ,zu der man auch viel Übung braucht .Du solltes einen Schleuderstreuer benutzen.Substral handy green, 19 euro/easy green 50 Euro,oder Wolf Batterie betrieben 25 Euro. Doppelte Überlappung bei 2m Arbeitsbreite supergenau und superschnell.
    Wenn die Stellen Lehm oder Ton sind fehlt eindeutig Humus.Der Boden ist ungleichmäßig vermischt.Je heller er ist um so weniger Humus enthält er. Das Beste wäre ein Rasenroboter oder Mulchmähen um eine Humusschicht aufzubauen .Dann siedeln sich Regenwümer an,die Grashalme in die Erde ziehen. Diese Kameraden sind unbezahlbar für die Sanierung des Bodens.Sie durchlüften und mischen den Boden.Humuszersetzung muß immer unter Sauerstoff erfolgen.
     
    AW: Gelbe Stellen im Rasen

    Der Boden ist bzw. war reiner Humus. 40cm, daruter Sand. Ton / Lehmanteile in der Humusschicht: Null.

    Regenwürmer hat es hier haufenweise, man kann keine Blume, keinen Gemüsesetzling einpflanzen, ohne nicht zwei Würmer auszugraben. Ob unter dem toten Gras auch welche sind, weiss ich nicht.
     
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