Gebet [eines Gärtners]

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Apisticus

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Gebet [eines Gärtners]

Herrgott, richte es so ein,
daß es täglich von Mitternacht bis drei Uhr früh regne,
aber langsam und warm, weißt du, damit es einsickern kann;
doch soll es dabei nicht auf die Pechnelke, das Steinkraut, Sonnenröschen,
den Lavendel und andere Blumen regnen,
die dir in deiner unendlichen Weisheit als trockenliebende Pflanzen bekannt sind - wenn du willst, schreibe ich es dir auf ein Blatt Papier auf;
ferner soll die Sonne den ganzen Tag über scheinen,
aber nicht überallhin (zum Beispiel nicht auf den Spierstrauch und Enzian,
noch auf Funkie und Rhododendron) und auch nicht zu stark;
dann möge es viel Tau und wenig Wind geben,
genug Regenwürmer, keine Blattläuse, Schnecken und keinen Mehltau,
und einmal in der Woche
verdünnte Jauche mit Taubenmist regnen.
Amen.

aus Karel Capek, Das Jahr des Gärtners, 1929
 
  • Hallöchen,
    Ein Schulfreund der auch aus einer Gärtnerei kommt sagte immer (damals mit 16):
    Mein Vater ist Gärtner,Gärtner wird ich,mein Vater steckt Samen und Mädchen steck ich! ... muß immer dran denken ,Heute ist er der Gärtner und hat mitlerweile 4 Kinder.
     
  • a025.gif
    Hallo Tom,

    ich hoffe Du sitzt jetzt bequem vor dem PC, läßt dich von deiner Frau verwöhnen
    und kannst in Ruhe deine Glückwünsche lesen....

    Ich habe gerade dein Gedicht entdeckt und finde es wunderschön!!

    genau so denke ich an jedem Abend der vergeht und wenns mal klappt,
    dann freue ich mich um so mehr darüber....

    vielleicht bis heute Abend

    L.G.
    Mo:cool:
     
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