Gartengrill selber mauern

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Hallo liebe Forumsbenutzer/innen,
heute erstelle ich mein erstes Thema.
Mein lang ersehnter Gartengrill ist jetzt Wirklichkeit geworden.
Mein Fotoapparat hat sich meistens irgendwo versteckt, darum sind es auch nicht so viele Bilder geworden.

Für das Fundament grub ich 70 cm tief aus ( Fläche 90 x120 cm). Es folgten 40 cm Frostschutzkies - mit einem Handstampfer gut verdichtet - 25 cm nicht zu flüssig angemachten Beton. Auf den noch feuchten Beton gleich das Pflaster verlegt.
Bild 1
Nach zwei Tagen Aushärtzeit, wurden drei Reihen Betonsteine aufgemauert. Eine Schalung aus OSB- Platte zusammengezimmert und sehr gut Unterstützt . Beim Betonieren hab ich zwei Lagen Baustahlgewebe mit in die Tischplatte eingelegt ( gegen die Rissbildung ).
Die Feuerstelle ist mit Schmottplatten und Schamottsteinen, mit Schamottmörtel gemauert .
Bild 2
Ab der Feuerstelle ging es mit Reichsformatziegeln weiter. Für die Wölbung mussten zwei OSB- Platten herhalten. Eine an der Vorderseite und eine an der Rückwand, verbunden, mit sich der Wölbung angepassten Dachlatten um die Rundung hinzubekommen:?:.Nach ein paar Tagen Trockenzeit. Man hat ja auch noch andere Dinge zu tun!!!
Bild 3
Die Wölbung ist fertiggemauert ( übrigens alles mit M10 Fertigputzmörtel ) und das Kaminloch ausgespart. Im Kaminloch sieht man die Dachlattenkonstruktion.
Bild 4
Ein kleiner Teil des Kamins ist schon aufgemauert. Der Querschnitt sollte lt. Kaminbauer 250x250mm betragen. Ich hab Ihn ein bisschen kleiner gemacht, wegen der Optik.
Bild 5
Den fertig gemauerten Kamin hab ich auch mit dem M10 verputzt. Für demn Rauchabzug hielten Schablonen aus OSB her.
Bild 6
Der Grill ist verputzt, außen wie innen. Nun geht es an das verlegen der Platten auf den Grilltisch. Ich hab mir brasilianischen Quarzit gegönnt, was nicht ganz billig war. Der Mörtel, ist ein Spezial-Mörtel zum verlegen von Terassenplatten, der auch für die Fugen verwendbar ist.
Nach ein paar trockenen Tagen,ist es unbedingt nötig den Quarzit zu versiegeln.
Bild 7
Gott sei Dank hat mir der Regen erst nach dem Weisseln eine Verschnaufpause verordnet.:rolleyes:Die Feuerstelle angeheizt, um alles richtig auszuhärten. Der Schamott-Mörtel wird angeblich glasig.
Bild 8
Der Endspurt. Zwischen den Stützen sind Holztüren aus der eigenen Produktuion verschraubt.
Bild 9
An der Seite, auf den Mauervorsprung, sind Fliesen in Holzoptik verlegt.

Zwischendurch mussten wir den Grill unbedingt schon ausprobieren und er funktioniert Super.:cool:

Über ein paar Komentare oder auch Fragen würde ich mich sehr freuen.:D

Gruß Gruni50
 

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  • Das hast du super gemacht, sieht echt Toll aus. Wenn da die Würstchen nicht schmecken kanns nur am Metzger liegen. Viel spass noch beim Grillen;)
     
    Hallo Gruni,

    ist ja echt toll geworden.

    Was hast Du denn als Grillrost? Paßt da was gekauftes oder hast Du da was zusammengeschweißt?

    Und wie sieht es mit der Luftregelung aus? Kannst Du den Zug von unten irgendwie steuern oder liegt die Glut plan auf der Betonplatte auf und hat keine Zuluftregelung?

    Grillst Du da mit Holzkohle oder verbrennst Du Holz und wartest bis es nur noch glüht?

    Raucht es durch die hohe Öffnung an der Vorderseite nicht mehr raus als zum Kamin?

    Hast Du beim Bau irgendwie auf die Hauptwindrichtung geachtet? Nicht daß der Rauch dann immer genau dort hin geblasen wird, wo man beim grillen eigentlich stehen sollte. Oder ist das kein Problem?

    Ich spiele mit dem Gedanken, mir einen Grill aus Beton zu fertigen, den dann aber auf eine Betonplatte oder ein Holzdeck auf einem Drehkranz von einem LKW zu stellen, um den Grill so drehen zu können daß der Wind immer berücksichtigt werden kann...

    Aber evtl. erübrigt sich ja die Drehgeschichte...

    Hast Du sonst noch irgendwelche Tipps?
     
  • Hallo Wühlfried,

    Danke, er ist wirklich schön geworden.

    Als Grillrost hab ich zwei 12mm Rohre genommen, alle 15mm einseitig ein 6mm Loch gebohrt, das erste, das letzte und das mittlere Loch durchgebohrt. Alles mit 6mm Rundstahl bestückt. Bei den durchgebohrten Löchern, die Rundstähle etwas länger und hinten und vorne Gewinde geschnitten und mit Muttern versehen. Das hält den ganzen Grillrost zusammen. Es lassen sich die Rundeisen zum säubern noch drehen, ggf. auch noch alles zerlegen.

    Für die Luftregelung ist noch ein Lochblech in Auftrag gegeben, das unter der Glut ca. 15 mm Luftzuführung gewärleistet. Mit einen kleinen Blasebalg hat´s aber auch schon super funktioniert.

    Ich hab es mit Kohle und Holz probiert und beides hat wunderbar geklappt. Mit Kohle geht´s ein wenig schneller. Aber Grillen soll ja kein Maraton sein.

    Beim Holz raucht es am Anfang stark, bis es richtig angebrannt ist. Da geht eine große Menge Rauch vorne raus, welche aber gleich nach ober abzieht.
    Der Querschnitt von Kamin spielt eine sehr große Rolle. Da ich ihn wegen der Optik etwas kleiner gemacht hab, hat sich das auch gerächt.

    Ich hab beim Bau auf die Wetterseite geachtet. Bei und kommt sie von der linken Seite. Da der Grill nahe am Gebäude steht. Zwischen meiner Garage und den Nachbargebäude hat der Wind eine leichte Kanalwirkung und nimmt den Rauch der vorne austritt recht gut mit.

    Das mit dem Drehkranz ist keine dumme Idee, so ist man unabhängig. Wenn Du eine Holzunterlage nehmen willst, würde ich 5cm Schmottplatten verwenden, das dürfte ausreichen. Auch bei der Betonplatte ist Schamott (3cm)von nöten, da es bei starker Hitze den Beton zerreisst.

    So, jetzt hab ich Dir alles geschrieben was ich gemacht habe


    Gruß Gruni50
     
  • wooow, super arbeit! sieht ja 1000 mal besser aus als gekauft!

    werde ic nachher mal meinem vater zeigen!
     
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