Hab in meinem Garten ca. 100m von dem Microdrip Verlegerohr Flex 13 mm liegen. Einige Stellen haben Verteilerrohr 4,6 mm - Abzweigungen.
Hätte folgende Fragen in die Runde:
- gibt es End-Übergänge von 13mm auf 4,6mm? Denn immer T-Stück 13 mm (1/2") – 4,6 mm (3/16") mit anschließendem 13mm Schlauch-Stück + Endstopfen ist eine umständliche Aufgabe.
- Gibt es alternative Hersteller von T-Stücken usw.. die mit den Rohren kompatibel sind? Diese möchte ich schon gern so liegen lassen.
- Manchmal fliegen mir die 4,6mm Schläuche von den T-Stücken, aufgrund des Druckes und es gibt eine Fontäne mit Überschwemmung. Kann man da was machen außer den Druck zu verringern?
Hallo karl.toffel,
bei einem bereits verlegten GARDENA Micro-Drip-System mit 13-mm-Verlegerohr und 4,6-mm-Verteilerrohr würde ich folgendermaßen vorgehen:
1. Direkter Übergang von 13 mm auf 4,6 mm
Dafür muss nicht unbedingt ein T-Stück mit einem kurzen 13-mm-Rohrstück und zusätzlichem Endstopfen verwendet werden. Der aktuelle GARDENA-Verbinder 4,6 mm, Art.-Nr. 13213-20, kann laut Hersteller auch als direkter Übergang von einem angeschlossenen 13-mm-Verlegerohr auf das 4,6-mm-Verteilerrohr eingesetzt werden.
Das dürfte für einen Übergang am Ende der 13-mm-Leitung die sauberste und platzsparendste Lösung sein. Das bekannte T-Stück 13 mm auf 4,6 mm ist eher dafür gedacht, eine 4,6-mm-Leitung seitlich von einer weiterlaufenden 13-mm-Hauptleitung abzuzweigen.
2. Sind Bauteile anderer Hersteller kompatibel?
Teilweise ja, aber bei den Größenangaben sollte man vorsichtig sein. Bezeichnungen wie 1/2 Zoll, 1/4 Zoll, 4–6 mm oder 13–16 mm bedeuten nicht automatisch, dass die Anschlüsse tatsächlich dicht und dauerhaft zusammenpassen.
Bei den kleinen Verteilerrohren funktionieren Steckverbinder anderer Hersteller für 4–6-mm-Rohre häufig grundsätzlich. Rain Bird bietet beispielsweise Verbinder für 4–6-mm-Verteilerrohre an. Bei den 13-mm-Hauptleitungen unterscheiden sich jedoch Innen- und Außendurchmesser, Wandstärke sowie das jeweilige Klemm- oder Stecksystem stärker.
Deshalb würde ich:
- den Innen- und Außendurchmesser des vorhandenen Rohres messen,
- zunächst nur ein einzelnes Fremdbauteil testen,
- die Verbindung mehrere Stunden unter Betriebsdruck beobachten,
- kritische Übergänge möglichst innerhalb eines Systems ausführen.
Gerade die GARDENA-Quick-&-Easy-Verbindungen sind nicht automatisch mit jedem gewöhnlichen 1/2-Zoll-Klemmverbinder kompatibel.
3. Warum fliegt das 4,6-mm-Rohr vom T-Stück?
Das deutet meistens auf zu hohen oder schwankenden Wasserdruck, eine nicht vollständig eingerastete Verbindung oder ein bereits ausgeleiertes beziehungsweise beschädigtes Rohrende hin.
Ich würde zuerst kontrollieren:
- Ist vor der Anlage ein GARDENA Basisgerät 1000 oder 2000 montiert?
- Ist der Filter des Basisgerätes sauber?
- Wurde das 4,6-mm-Rohr gerade abgeschnitten und vollständig eingesteckt?
- Ist das Rohrende durch häufiges Abziehen geweitet oder eingerissen?
- Gibt es starke Druckschläge, etwa durch ein Magnetventil oder eine Pumpe?
Die GARDENA-Basisgeräte reduzieren den Leitungsdruck auf ungefähr
1,5 bar. Ohne ein geeignetes Basisgerät kann der normale Hauswasserdruck für die kleinen Anschlüsse deutlich zu hoch sein. Bei 100 Metern Leitung sollte außerdem geprüft werden, ob Durchflussmenge, Anzahl der Tropfer und Leitungsaufteilung noch zur Leistung des Basisgerätes passen.
Ein geweitetes Rohrende würde ich nicht mit einer Schlauchschelle retten, sondern einige Zentimeter sauber abschneiden und neu verbinden. Eine Schelle kann einen kleinen Kunststoffanschluss verformen und dadurch eine neue undichte Stelle erzeugen.
Bei einer langen Gartenbewässerung ist es oft sinnvoller, die 13-mm-Hauptleitung in mehrere Bewässerungszonen aufzuteilen, statt das gesamte Micro-Drip-System gleichzeitig zu betreiben. Das sorgt für gleichmäßigeren Druck und eine zuverlässigere Tropfbewässerung.
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