Frage zum Vorgehen nach Totalherbizid. Vertikutieren oder neue Erde?

So oft bewässern, wie es geht! Einmal am Tag reicht nicht. Minimum 2 mal, eher öfter. Aber wenig. Da kommt dir der Torf zu Hilfe, der verhindert, dass die Saat nicht ganz so schnell austrocknet, wie normal. Wird schon! 😉
 
  • Hallo, kurze Zwischenfrage, anbei ein Bild nach 2 Wochen.

    Ist es denn normal, dass da "nur" einzelne Halme kommen, und relativ viel Abstand daneben? Die Samen wurden definitiv dichter ausgesät:

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    Ich mach mich jetzt keine Sorgen, ich find das Ergebnis besser als ich dachte. Mich interessierts nur.

    Servus, Markus
     
  • Also,
    das ist das Ergebnis nach 3 Durchgängen Fräsen und Sand drauf gekippt. War wahrscheinlich etwas wenig aber mehr gab es in den umliegenden Gartencentern nicht :-)


    Anhang anzeigen 834232

    Das ist das Ergebnis nach dem Einarbeiten des Sandes mit der Fräse und dem groben Glätten:

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    Jetzt reichts für heute :)
    Ich habe auch schön überlegt, den alten Rasen einfach durchzufräsen. Die Alternative wäre, den Rasenoden abzutragen und durch neue Erde + Sand zu ersetzen. Aber bei 200qm sind das mehr als 6m3 Materialbewegung in jede Richtung und das möchte ich mir ersparen. Darf ich fragen, wie lange Du mit der Fräse für 3 Durchgänge gebraucht hast? Dein Rasen war ja abgetötet, aber der Grasoden war sicher noch hart und da muss man erst mal durchkommen mit der Fräse. Mein Boden ist auch ziemlich lehmig. Hast Du eine reguläre Fräse (um die 60k) oder das grosse Gerät (250kg) verwendet? Danke!
     
    Ich habe auch schön überlegt, den alten Rasen einfach durchzufräsen. Die Alternative wäre, den Rasenoden abzutragen und durch neue Erde + Sand zu ersetzen. Aber bei 200qm sind das mehr als 6m3 Materialbewegung in jede Richtung und das möchte ich mir ersparen. Darf ich fragen, wie lange Du mit der Fräse für 3 Durchgänge gebraucht hast? Dein Rasen war ja abgetötet, aber der Grasoden war sicher noch hart und da muss man erst mal durchkommen mit der Fräse. Mein Boden ist auch ziemlich lehmig. Hast Du eine reguläre Fräse (um die 60k) oder das grosse Gerät (250kg) verwendet? Danke!
    Hallo, die geliehene Fräse war eine Husquarna TR 348, war locker stark genug. und das hat nen guten halben Tag gedauert.

    Servus, Markus
     
  • Hallo!

    Am Wochenende steht das erste Mähen an und dann werde ich auch noch einen passenden Herbstdünger ausbringen.

    Frage:
    Aller-Größtenteils bin ich ja super zufrieden mit dem Ergebnis.
    An manchen Stellen (insgesamt nur paar qm) ist der Rasen aber deutlich weniger Dicht, obwohl genauso gewässert wurde wie an den guten Stellen. Ich denke, hier war die Torfschicht wirklich zu dick. (Siehe Bild)
    An noch weniger Stellen ist es kahl, da kam die Bewässerung einfach nicht hin.

    Jetzt an den weniger dichten Stellen noch nachzusäen, macht keinen Sinn mehr, oder? Einfach auf den Frühling warten, dann nachsäen, oder? Ich fürchte halt, dass dann wieder Unkraut kommt...


    Servus, Markus

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    Hallo!

    Am Wochenende steht das erste Mähen an und dann werde ich auch noch einen passenden Herbstdünger ausbringen.

    Frage:
    Aller-Größtenteils bin ich ja super zufrieden mit dem Ergebnis.
    An manchen Stellen (insgesamt nur paar qm) ist der Rasen aber deutlich weniger Dicht, obwohl genauso gewässert wurde wie an den guten Stellen. Ich denke, hier war die Torfschicht wirklich zu dick. (Siehe Bild)
    An noch weniger Stellen ist es kahl, da kam die Bewässerung einfach nicht hin.

    Jetzt an den weniger dichten Stellen noch nachzusäen, macht keinen Sinn mehr, oder? Einfach auf den Frühling warten, dann nachsäen, oder? Ich fürchte halt, dass dann wieder Unkraut kommt...


    Servus, Markus

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    Ich stehe vor einem ganz ähnlichen Projekt und vielleicht überdenke ich das ganze ja, aber
    hast Du vor Beginn der Arbeiten eine Bodenanalyse gemacht hast? München scheint wie bei mir auch ein lehmiger Boden zu sein. Der Boden in meinem Garten ist als "lehmiger Schluff" kategorisiert. Laut ein paar Blogs, braucht diese Bodenart extrem viel Quarzsand, um aufgelockert zu werden. Wenn ich 20cm tief fräse, bäuchte ich 30% Sand oder 60l pro qm. Da ich die letzten 100m mit Schubkarre zurücklege, sind diese Mengen bei 200qm Rasen nicht machbar. Der Blog sagt auch, dass eine kleine Menge Sand bei lehmigem Schluff sogar ngeative Auswirkungen hat und den Boden nochmal verdichtet. Als Kompromiss wurde vorgeschlagen, zuerst auf 20Cm Tiefe zu fräsen und dabei 10l Kompost pro qm unterzuarbeiten. Dann etwas ebnen und danach 2-3cm Sand oberflächlich zu verteilen und mit einer händischen Harken nur minimal unterzugraben.

    Die Warnung vor zu wenig Sand - und damit alles zu verschlimmern - war mir neu. Ich habe das aber mittlerweile in mehreren Quellen so gelesen (Sand Auswirkung_1, Sand Auswirkung_2). Keines der Influencer Videos hat diese Thematik je angesprochen.
     
    Jetzt an den weniger dichten Stellen noch nachzusäen, macht keinen Sinn mehr, oder?
    Ein Teil der Nachsaat könnte noch keimen, aber wohl wieder nicht alles.

    Einfach auf den Frühling warten, dann nachsäen, oder?
    Das würde ich so machen.

    Ich fürchte halt, dass dann wieder Unkraut kommt...
    Viel wohl nicht, auch die meisten Wildkräuter schlafen im Winter.
     
    Der Boden in meinem Garten ist als "lehmiger Schluff" kategorisiert. Laut ein paar Blogs, braucht diese Bodenart extrem viel Quarzsand, um aufgelockert zu werden.
    Das stimmt. Um lehmigen Schluff ordentlich abzumagern, braucht es viel Sand, Bims, Lavagranulat, o.ä.

    Da ich die letzten 100m mit Schubkarre zurücklege, sind diese Mengen bei 200qm Rasen nicht machbar.
    Du könntest eine Motor-Schubkarre mieten.

    Als Kompromiss wurde vorgeschlagen, zuerst auf 20Cm Tiefe zu fräsen und dabei 10l Kompost pro qm unterzuarbeiten. Dann etwas ebnen und danach 2-3cm Sand oberflächlich zu verteilen und mit einer händischen Harken nur minimal unterzugraben.
    Darin sehe ich keinen Vorteil.
    10 l Kompost werden sich verlieren und Sand "nur minimal unterzugraben" hilft den Graswurzeln nicht besonders.

    Wie sieht die Fläche eigentlich nach stärkerem oder längerem Regen aus ? Ist der Boden oberflächlich stark vernässt oder bilden sich sogar Pfützen ?
     
    Das stimmt. Um lehmigen Schluff ordentlich abzumagern, braucht es viel Sand, Bims, Lavagranulat, o.ä.


    Du könntest eine Motor-Schubkarre mieten.


    Darin sehe ich keinen Vorteil.
    10 l Kompost werden sich verlieren und Sand "nur minimal unterzugraben" hilft den Graswurzeln nicht besonders.

    Wie sieht die Fläche eigentlich nach stärkerem oder längerem Regen aus ? Ist der Boden oberflächlich stark vernässt oder bilden sich sogar Pfützen ?
    Danke für den Rat re: Kompost!

    Ich tendiere dazu, richtig zu sanieren: Jetzt im Oktober 4cm Quarzsand auszubringen und am nächsten Tag mit einer grossen Fräse durchzuarbeiten (ca. 12cm Tief, dann erreiche ich den Zielwert mit ca. 30% Sandanteil). Ich habe 100m Laufweg von der Strasse zum Garten, was einen motorisierten Raupenkipper attraktiv macht. Wenn ich den schon ankarre, kann ich gleich auch die grössere Fräse von Böls (250kg statt 80kg und mit hydraulischem Antrieb) nehmen. Im Frühling darf die Tante dann Unkraut jäten und danach wird planiert und der Samen ausgebracht. Am Ende gibt's eine Belehrung zur korrekten Pflege :sneaky:
     
    Das hört sich schon mal gut an.
    Einzig die Arbeitstiefe passt noch nicht richtig. Rasen braucht mindestens 10 cm zur Durchwurzelung. Besser sind 20 cm oder mehr, weil dann noch ein Puffer bei zu viel Nässe vorhanden ist.

    Mit einer 250 kg-Fräse kommst Du locker 25 cm tief oder etwas tiefer. Das würde ich auch ausschöpfen, wenn die Maschine schon mal da ist.
    Nun wirst Du erwidern, dass Du dann auch mehr Sand brauchst. Das mag sein, vielleicht aber auch nicht. Die Angaben in den beiden Links stimmen im Wesentlichen. Einiges ist aber auch falsch oder missverständlich dargestellt. Ich würde nicht alle Angaben auf die Goldwaage legen, da beide Links verkaufsorientiert sind. Link 1 empfiehlt Produkte und Link 2 die Dienstleistung des Unternehmens.

    Maßgeblich bei der Sandmenge ist die tatsächliche Bodenbeschaffenheit vor Ort. Ich kalkuliere immer 10-20 Vol.-%.
    Daher auch meine Frage: "Wie sieht die Fläche eigentlich nach stärkerem oder längerem Regen aus ? Ist der Boden oberflächlich stark vernässt oder bilden sich sogar Pfützen ?". Wenn beides schon jetzt nicht zutrifft, also ohne Fräsen und Sandeintrag, halte ich 30 % für etwas zu viel.
     
    Danke! Das interessante an Sand ist, dass der Transport weit mehr kostet als das Produkt selbst. Die Verkäufer meinten, dass 30% die untere Grenze ist und sie im Idealfall sogar zu 50% hochgehen würden; aber auch sie erkennen das Logistikproblem an.

    Wirklich gutes feedback zur Bodenbeschaffenheit bei Regen habe ich leider nicht. Bei Schlechtwetter wird der Garten nicht besucht. Aber gefühlsmässig bilden sich nach 10-15Min. Schlauchbewässerung bei Trockenheit schon leichte Pfützen.

    Ich denke, die offizielle Bodenbeschriebung der Parzelle ist hilfreicher:

    Bodentyp​

    Typischer Pseudogley aus Deckenlehm

    Wasserverhältnisse​

    wechselfeucht; geringe Durchlässigkeit, hohe Speicherkraft; Tagwasserstau, bedingt durch bindige Bodenart und dichtere Lagerung im Unterboden

    Die ersten 25cm sind lehmiger Schluff, danach geht es weiter mit schluffigem Lehm und lehmigem Ton.

    Liest sich für mich als Laien doch wie ein Problem mit Durchlässigkeit und Staunässe, wo Sand eine gute Lösung wäre. Mal sehen, ob sie das Geld für die grosse Ladung Sand in die Hand nehmen will, oder wir recht oberflächlich mit Sand aus Säcken nur eine Minimalverbesserung machen. Falls es die grosse Lösung wird bin ich schon fast verleitet ein Abenteuer mit Englischem Rasen einzugehen (wider alles bessere Wissen, aber die Videos der letzten Wochen beeindrucken mich).

    Nachtrag:
    Ich habe in der Berechnung vergessen, dass ja auch der Basisboden schon einen bestimmten Anteil Sand enthalten muss. Lehmiger Schluff scheint so um die 10% Sand zu enthalten. Damit bräuchte man dann 10 Prozentpunkte weniger, also nur 20% zufügen um 30% Zielwet zu erreichen. Oder man kann tiefer fräsen...
     
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