Frage zum Vorgehen nach Totalherbizid. Vertikutieren oder neue Erde?

viggo

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Hallo, ich habe ein Frage.

Ich habe meinen Rasen mit einem Totalherbizit "behandelt", weil ich so viele Ungräser drin hatte, der Rasen noch nie so richtig gepflegt wurde und andere Mittel/Vorgehensweisen nie geholfen hatten.
Die Fläche wird schon braun. Mein Plan ist jetzt, nächste Woche tief zu vertikutieren, dann neu ansäen.

Aber: An manchen stellen muss ich ohnehin den Rasen mit Erde auffüllen, etwa 5 cm, oder sogar mehr.
Ich frage mich jetzt, ob ich den vorhandenen Rest-Rasen, der später unter der neuen Erdschicht verschwindet, überhaupt vertikutieren muss?
Reicht es denn nicht aus, die neue Erde auf den alten abgestorbenen Rasen zu kippen und dann neu anzusähen? oder besteht dann die Gefahr, dass doch wieder das alte Zeug durch kommt?

Wäre nett, wenn jemand was sagen könnte, ich bin etwas in Zeitnot, deswegen ich gerade Möglichkeiten, Zeit zu gewinnen.

Danke euch!

Servus, Markus
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • wurde Dir ja schon vom Totalherbizid abgeraten.
    Wo wurde ihm da abgeraten? Ich finde keine entsprechende Stelle. Ich hätte aber auch kein Herbizid genommen.

    Doch jetzt ist es nunmal drauf.

    @viggo Auch wenn du in Zeitnot bist: die neue Rasensaat solltest du erst in etwa 3 Wochen aufbringen, bis das Totalherbizid aus dem Boden ausgewaschen wurde. Wenn es so wenig regnet wie derzeit, musst du wahrscheinlich noch länger warten. In der Zwischenzeit immer wieder auflaufendes Unkraut jäten. Dann ist allerdings schon bald Oktober. Wenn es einen langen schönen warmen Herbst gibt, ist das kein Problem, aber wenn der Winter schon bald um die Ecke schaut, würde ich bis im Frühling (April / Mai) warten.

    Dann hast du aber auch jede Zeit, um den Boden schön vorzubereiten mit fräsen, neue Erde aufbringen, gerade ziehen und sacken lassen.
     
  • Ich hab diesen Satz von Dir als „Abraten“ Interpretiert.
    Linserich schrieb:
    Stimmt, bei Totalherbizid wirst du hier wohl kaum einen finden, der das gutheisst. Ist halt deine Einstellung und dein Entscheid, Gift in den Boden zu bringen.
    Sollte ich mich dahingehend geirrt haben tut es mir leid.
     
  • Ich habe meinen Rasen mit einem Totalherbizit "behandelt", weil ich so viele Ungräser drin hatte, der Rasen noch nie so richtig gepflegt wurde und andere Mittel/Vorgehensweisen nie geholfen hatten.
    Die Fläche wird schon braun. Mein Plan ist jetzt, nächste Woche tief zu vertikutieren, dann neu ansäen.
    Hi, wenn Dein Rasen noch nie gepflegt wurde, ist der Boden bestimmt stark verdichtet, und vertikutieren ist
    wohl das beste Mittel, um die abgestorbenen Reste zu beseitigen.
    Dein neuer Rasen braucht mindesten 10 cm lockere Erde, mit Sand angereichert.
    Du könntest eventuell auch noch Gründüngung ausbringen, dann hast Du Ruhe, bis zum Frühjahr
     
  • Danke Leute.
    Dann werde ich doch vertikutieren oder ich hole mir doch gleich ne Fräse….
    Ich würde gerne das Ansäen dieses Jahr noch versuchen. Und vorher so viel frische Erde draufgeben wie es die Höhe zulasst.

    Danke.
     
    Dank, wird ereledigt, Walze ist vorhanden.
    Ich scheue nach wie vor etwas den Aufwand den Rasen mit einer Motorhacke zu bearbeiten. Die muss geliehen werden, es ist eine ziemliche Nachbearbeitung usw.

    Eine Alternative wäre doch:
    • Tief vertikutieren, Reste entfernen
    • Dann Aerifizieren und so gut wie möglich mit Sand und frischer Erde auffüllen
    • Dünger
    • Nachsäen

    ist doch ein Kompromiss, oder?

    Servus, Marklus
     
    Ich scheue nach wie vor etwas den Aufwand den Rasen mit einer Motorhacke zu bearbeiten. Die muss geliehen werden, es ist eine ziemliche Nachbearbeitung usw.
    Vergiss die Motorhacke, Markus. Die taugt für Dein Vorhaben nicht. Wenn schon, muss es eine Bodenfräse sein.

    Eine Alternative wäre doch:
    • Tief vertikutieren, Reste entfernen
    • Dann Aerifizieren und so gut wie möglich mit Sand und frischer Erde auffüllen
    • Dünger
    • Nachsäen

    ist doch ein Kompromiss, oder?
    Das ist aus meiner Sicht ein Kompromiss.

    Zu bedenken ist noch, dass nach einer Herbizid-Anwendung normalerweise nicht im selben Jahr gesät werden soll.
    Vielleicht schaust Du noch mal in den Beipackzettel des Mittels. Notfalls musst Du mit einer geringeren Keimquote rechnen.
     
  • Boa, jetzt hast mich erwischt, was ist denn der Unterschied zwischen einer Fräse und einer Hacke? Ich hab das Gefühl, dass im Internet beide Bezeichnungen für eine Maschine gelten.

    Ich meine sowas, nur als Beíspiel:

    amazon.de/Scheppach-Benzin-Motorhacke-MTP560-Arbeitsbreite/dp/B077XGH2WQ/ref=pd_ci_mcx_mh_mcx_views_0_title?pd_rd_w=JFYfq&content-id=amzn1.sym.bbac26bb-3f7b-44dd-a8a5-c10fcfb1ed60%3Aamzn1.symc.30e3dbb4-8dd8-4bad-b7a1-a45bcdbc49b8&pf_rd_p=bbac26bb-3f7b-44dd-a8a5-c10fcfb1ed60&pf_rd_r=K8234KF17MN6ZZ0E01HH&pd_rd_wg=WASTt&pd_rd_r=ef6f1998-64b4-490b-83ad-7a6c556cd3ee&pd_rd_i=B077XGH2WQ
     
  • Ich wäre bei den Begriffen auch ins Grübeln gekommen :) Bei den Angeboten im Netz sieht das oft so aus, als wäre Hacke und Fräse irgendwie dasselbe.


    Würde mich auch interessieren, was da in der Praxis wirklich der Unterschied ist.
     
    Der Unterschied ist bedeutend.

    Die kostengünstigere Motorhacke bewegt sich auf den Messern. Bei hartem Boden (also auch auf einer Grasnarbe) springt sie. Die Arbeit ist der pure Horror. Ich habe es schon als Sub für einen geizigen Ga-La-Bauer gemacht - einmal und nie wieder !
    Sie ist geeignet, um z.B. Humus, Dünger, usw. in vorgelockerten Boden einzuarbeiten.


    Die teurere Boden- oder Gartenfräse bewegt sich auf 2 Rädern, das angehängte Fräswerk wird separat angetrieben. Bei größeren Fräsen kann das Fräswerk auch gegenläufig arbeiten (sozusagen rückwärts), was besonders effektiv ist.
    Sie sind geeignet, um harte Böden zu lockern. Ggfs. muss man sich in mehreren Schritten immer einige cm mehr in die Tiefe arbeiten.

    Beispiel / kleine Bodenfräse:
     
    So, neuer Plan, ihr habt mich überzeugt :-)

    Ich hab auch mit nem guten Benzin-Vertikuteirer versucht, aber der Boden ist sehr lehmig, das ist nur geschmierere

    Ich hab mir jetzt eine Bodenfräe gemietet und werde den Rasen damit umgraben:

    Plan für die mechanische Bearbeitung:
    1: Umgraben
    2: Glätten mit Rakel
    3: Walzen mit Walze
    4: Rasensand aufbringen, nochmal glätten
    5. Evtl frische Schicht Rasenerde (bereits mit Sand vermischt) aufbringen. Ich kann aber aus Gründen der Höhe nicht sooo viel frische Erde aufbringen.
    6: Bodenaktibator/Düngen/Aussäen.

    Alternativ den Sand gleich nach dem Umgraben ausbringen, ist das besser?


    Ist der Plan genehmigt? Ich würde es halt noch gerne dieses Jahr versuchen...
    Das Totalherbizit ist laut Verkäufer kein Problem für die Nachsaat.

    Servus, Markus
     
    Das halte ich insgesamt für einen guten Plan.

    aber der Boden ist sehr lehmig
    Dann sollte nach dem Lockern noch scharfer Sand eingefräst werden.

    2: Glätten mit Rakel
    Dabei grobe Bestandteile (Wurzeln, Steine, etc.) absammeln.

    4: Rasensand aufbringen, nochmal glätten
    Wozu ? Aus meiner Sicht nicht nötig.

    6: Bodenaktibator/Düngen/Aussäen.
    Als Dünger im Herbst nur Herbst-Rasendünger verwenden (enthält weniger Stickstoff).

    7. Saatgut dünn einharken/Wässern und dauerhaft feucht halten.

    Das Totalherbizit ist laut Verkäufer kein Problem für die Nachsaat.
    Aha. (y)

    Um wie viel qm handelt es sich eigentlich ?
     
    Danke,

    Du meinst also den Rasensand in den gefrästen Boden einbringen und dann Glätten.

    Es sind 150-200m²

    Servus, Markus
     
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