Feige im Kübel eingraben / Erdwärmekörbe

Gwarf

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07. Aug. 2018
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Hallo zusammen, ich bin der Micha aus der Pfalz und ich stehe, wie man an den Fotos unschwer erkennen kann, noch am Anfang meiner Gartenkarriere.


Wir sind seit einem halben Jahr Besitzer einer Eigentumswohnung mit kleinem Garten und erweitern uns immer mal wieder um das ein oder andere Gewächs. Dabei soll alles einigermaßen pflegeleicht sein und vielleicht auch ein wenig Ertrag bringen, unser Gemüsebeet rechts außen hat uns im ersten Jahr jedenfalls schon ordentlich Radieschen, Karotten und wie man vielleicht erkennen kann jede Menge Tomaten beschert.


Nun zu unserem kleinen Problem…


Unter unserem kompletten Garten liegen so genannte Erdwärmekörbe die es mir leider nicht erlauben tiefwurzelnde Bäume zu pflanzen. Aber auch flachwurzelnde würde ich nur ungern pflanzen ohne komplett die Kontrolle zu behalten. Sollte nämlich doch etwas schiefgehen, müsste der komplette Garten aufgegraben werden.


Da ich auf Bäume aber wirklich ungern verzichten würde, habe ich mir überlegt vielleicht eine Feige in die Ecke zu setzen. Dabei kam mir die Idee sie in einem großen Kübel einzugraben.


Wie seht ihr das? Macht das Sinn? Funktioniert das?


Ich hatte an eine Bayernfeige gedacht, die soll ja recht frostsicher sein und der Platz mit 1x1 m sollte ja auch reichen, oder?


Wäre super wenn ihr mir da weiterhelfen könntet!


Grüße,
Micha


PS. Noch etwas zur Ausrichtung des Gartens. Links ist Süd-Westen, die Sonne kommt schon früh im Sommer (so gegen 9:00 Uhr) an dem Platz wo die Feige hin soll und bleibt dann auch bis 18:30 Uhr-19:00 Uhr.


Das Beet sowie der Rest des Gartens werden auch automatisch gewässert. Den Feigenbaum könnte man da bestimmt gut integrieren.



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  • Hallo Micha, herzlich Willkommen im Forum,

    ob Feige oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

    Ich möchte aber etwas Grundlegendes in den Raum werfen: Soll der Kübel Abflusslöcher haben? Wenn ja, wird dir der Baum (egal welcher) irgendwann durch die Löcher hinauswurzeln. Wenn nein, wird es über kurz oder lang dazu führen, dass der Baum durch die Staunässe fault..

    Liebe Grüße
    CoMi
     
    Hallo Micha, herzlich Willkommen im Forum,

    ob Feige oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

    Ich möchte aber etwas Grundlegendes in den Raum werfen: Soll der Kübel Abflusslöcher haben? Wenn ja, wird dir der Baum (egal welcher) irgendwann durch die Löcher hinauswurzeln. Wenn nein, wird es über kurz oder lang dazu führen, dass der Baum durch die Staunässe fault..

    Liebe Grüße
    CoMi

    Hallo CoMi, vielen Dank für die Antwort!

    Das mit der Staunässe habe ich auch schon im Hinterkopf gehabt, ich hatte eigentlich an eine kontrollierte Bewässerung über das vorhandene Bewässerungssystem gedacht.

    Eine andere Möglichkeit wäre doch den Boden mit dünnen Bohrlöchern zu bearbeiten oder? Wie verhalten sich Wurzeln denn da? Gehen die erst durch und werden dann wieder dicker und stärker?

    Ich kann mir vorstellen dass der Boden auf jeden Fall aus einem stärkeren Material sein sollte.
     
  • Hallo Micha,

    mit Bewässerungsanlagen kenne ich mich gar nicht aus, kann deshalb nicht sagen, ob es funktionieren kann oder nicht. Nur so viel dazu: es gibt auch Bewässerung außerhalb dieser Anlagen (Regen, Schmelzwasser) und das kannst du eben nicht kontrollieren.. Und nehmen wir mal an, dass du überall kleine Bohrlöcher drin hast und dein Bäumchen so gut wie alle mit ihren Wurzeln umschließt, was dann? Dann würde der Baum erst wieder im Nass stehen.

    Wir hatten eine Paulownia im Topf, die sich durch die Löcher ihren Weg gesucht hat, zugegeben die Löcher waren größer, aber dennoch mussten wir die Löcher aufschneiden, damit wir sie rausbekommen haben.

    Die Kraft von Wurzeln ist sicher nicht zu unterschätzen, da kann schon passieren, dass sie die Löcher "sprengen".

    Ich werf mal etwas in den Raum, vielleicht ist es eine Überlegung wert (kann aber nicht sagen, ob es sinnig ist oder nicht, vor allem im Hinblick auf Obstbäume): Du könntest den Baum kleinhalten und jährlich (?) einen Rückschnitt vornehmen (oberhalb und auch Wurzelschnitt). Wobei ich da wohl eher kleinbleibendere Obstsorten wählen würde.

    Oder etwas ganz anderes: Du gräbst deine Töpfe nicht ein, ich denke da hast du die Wurzelbildung vielleicht besser im Blick.

    Nur so ein paar Gedankenanstoße.

    Liebe Grüße
    CoMi
     
    Ich schließe mich CoMis Anregungen/Denkanstößen an.
    Einen Baum im Kübel einzugraben, wenn er auf keinen Fall durchwurzeln darf, bringt weder dem Baum noch dir Vorteile.
    Dann den Baum lieber gleich in einen riesigen Kübel mit großen Abflusslöchern setzen und oberflächlich halten (ggf mit Untersetzer, damit er nicht ins Erdreich wurzelt).
    Das funktioniert durchaus - ich halte selbst seit vielen Jahren einige Obstbäume im Kübel (da bisher nur Mietgarten) und habe jedes Jahr eine gute Ernte.

    Die Pflege ist im Kübel grundsätzlich immer aufwendiger als im Erdreich und man muss darauf achten beim Kauf die richtige Unterlage (schwachwüchsig) zu wählen.

    Auf Dauer ist die Kübelhaltung von Obstbäumen aber ein wenig mühselig, und ich bin deswegen froh, dass unsere bald in den eigenen Garten umziehen dürfen.


    Wenn ich an eurer Stelle wäre, würde ich es ganz anders machen und einen guten Landschaftsarchitekten und/oder Gärtnermeister hinzuziehen, der euch genau darüber berät, welche Pflanzen ihr gefahrlos in den Boden setzen könnt.
    Daran würdet ihr auf lange Sicht mit Sicherheit mehr Freude haben.
     
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