Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

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Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

Hallo,

hat jemand von Euch Erfahrungen in Schreber- und / oder Kleingärten gemacht, wenn Flächen gemulcht wurden?

In vielen Köpfen ist ja ein ordentlicher Garten nur dann einer, wenn man nackte Erde zwischen den Blumenbeeten usw. sieht.

Daher würden mich hierzu Eure Erfahrungen interessieren ...

Viele Grüsse
 
  • AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    Hallo,

    in unserer Gegend ist Mulch sehr beliebt. Blanke Erde sieht man nur selten, weil die Vorteile des Rindenmulchs doch sehr überwiegen z.B. Schutz vor Wind, Sonne und Austrockung des Bodens, natürlicher Dünger, Unkrautschutz ab ca. 10cm Schichtdicke ...

    Wenn Rindenmulch sehr frisch ist oder feucht lagert kam es vor, dass er geschimmelt ist bzw. sich Pilze gebildet haben. Den Schimmel kann man jedoch vermeiden.

    Ich frage mich jedoch, ob man es mit Mulchen auch übertreiben kann. Weiß einer um den ph-Wert von Rindenmulch? Eventuell wäre Kalken sinnvoll!?

    Welche Flächen möchtest du mulchen? Stehen dort Gehölze?

    Grüße,
    Marcel
     
    AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    ein richtig bepflanztes Blumenbeet wird nicht gemulcht und man sieht auch keine Erde - alles ist grün!

    niwashi, der sich bei der Pflanzenkombination Gedanken macht ...
     
  • AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    Hallöchen und erst mal "Frohes Neues",

    meine Frage kam nicht "richtig rüber". Ich bin auf der Suche nach Erfahrungsberichten, welche Erfahrungen in Klein- und Schrebergartenvereinen gemacht werden, wenn jemand z. B. auf dem Acker oder an anderen Stellen des Gartens mit frischem Material mulcht (z. B. mit Ernterückständen, die auf dem Acker verbleiben und nicht "ordentlich" auf den Kompost oder noch "ordentlicher" über einen Bringhof entsorgt werden).

    Aus einer Dortmunder Kleingartenanlage sind mir die folgenden Hinweise durch den Vereinsvorstand bekannt: Zwischen einzelnen Stauden müsse ein sichtbarer Abstand sein ohne Bepflanzung (man müsse die geharkte Erde sehen), sonst wäre das nicht "ordentlich". Mulchmaterial aus Ernterückständen seien auch nicht "ordentlich" (auch wenn es gemäß Kleingartengesetz durchaus erlaubt ist). Bei einem großen Garten (über 500 qm) sei nur ein Komposter von ca. 1,5 qm Stellfläche erlaubt - größere Kompostflächen stellen "Müll" da - so viel könne ja gar nicht kompostiert werden - man müsse alle weiteren Materialien zum Bringhof bringen und dort entsorgen - schließlich solle ein Garten auch "ordentlich" aussehen ...
    Nach Kleingartengesetz ist das Entsorgen von Grünabfällen allerdings eigentlich verboten - nur kranke Pflanzenteile dürfen entsorgt werden.

    Im obigen Fall gab es keine Lösung - zumindest keinen Kompromis. Die frustrierten Gartennutzer sind nicht mehr in diesem Verein.

    Solche Grünanlagen bieten eigentlich die Möglichkeit, "Naturoasen" zu schaffen - gerade in Ballungsgebieten sicher wichtig. Aber so lange nicht mit Humuswirtschaft gearbeitet werden kann, sondern förmlich auf ein Entsorgen von Biomasse über einen Bringhof auf der einen Seite gedrängt wird und somit auf der anderen Seite Mineraldünger ein absolutes Muss wird, weil eben zu wenig Humus selbst erzeugt werden kann, wird es schwierig. Das könnte sogar (welcher Kleingärtner nimmt schon vorher Bodenproben und düngt wirklich richtig?) zur Versalzung des Grundwassers führen.

    Um solche und auch hoffentlich positivere Erfahrungsberichte geht es mir ...

    @ Marcel: Rindenmulch ist ziemlich sauer - den genauen pH weiß ich jetzt nicht, muss mal überlegen, hatte es in irgendeinem Buch gelesen - vielleicht finde ich es ja noch.

    Bei der Verrottung des Rindenmulchs wird dem Boden Stickstoff entzogen. Daher sollte man ca. 50 g Hornspäne je qm verteilen, bevor man den Rindenmulch aufträgt. Sinn würde sicher auch ein wenig Urgesteinsmehl machen.

    Rindenmulch eignet sich allerdings dann auch nur unter Gehölzen / Büschen.

    Nicht geeignet für Blumenrabatte oder den Acker.

    Viele Grüsse
     
  • AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    Gelöscht
     
    Zuletzt bearbeitet:
    AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    Aus einer Dortmunder Kleingartenanlage sind mir die folgenden Hinweise durch den Vereinsvorstand bekannt: Zwischen einzelnen Stauden müsse ein sichtbarer Abstand sein ohne Bepflanzung (man müsse die geharkte Erde sehen), sonst wäre das nicht "ordentlich".

    Vorstand absetzen! Das ist wohl der größte Schwachsinn, den ich seit langem gelesen habe!

    niwashi, der es dicht liebt ... ohne Mulch und Humus ...
     
  • AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    Vorstand absetzen! Das ist wohl der größte Schwachsinn, den ich seit langem gelesen habe!

    niwashi, der es dicht liebt ... ohne Mulch und Humus ...

    Diese Dichte wurde als "Pflegerückstand" bewertet und kostete bei angesetzten 10 Stunden a 15 Euro also 150 Euro.

    Bei der Gartenabgabe (Herbst) mussten auch 4 Komposter mit einer Grundfläche von ca. 6 qm zum Teil zur Entsorgung gebracht werden - ungefähr ein Drittel war schon zu gutem Humus umgesetzt und hätte im Frühjahr sehr genutzt. Der Humus musste auf dem Acker verteilt werden - ungeschützt, dem Licht ausgesetzt wird er im Frühjahr weniger Nährstoffe enthalten. Grünwinterdüngung wäre ebenfalls nicht gern gesehen worden - ein Acker gehört der Frostgarre ausgesetzt nach der Meinung gewisser Leute ... hätte also die Gefahr mit sich gebracht, weitere Euros wegen "Pflegerückstand" zu kosten.

    Wären die Komposter nicht aufgelöst worden, hätte die Entsorgung des "Mülls" (das ist jetzt ein Zitat!) mit über 300 Euro zu Buche geschlagen.

    Der Vorstand ist weiterhin im Amt.

    Gartenbesitzer bringen dort auch weiterhin schubkarrenweise Grünabfälle zum Bringhof und man sieht regelmäßig einen blauen Schleier auf der nackten Erde (um die Pflanzen herumgestreut) ... Blaukorndünger ...

    Es gibt nur wenige Gartenvereine, die naturnahes Gärtnern fördern (im Ruhrgebiet kenne ich nur eine einzige biologisch wirtschaftenden Gartenanlage). Daher suche ich nach diesen Erfahrungsberichten. In der Hoffnung, bessere Beispiele als Vorbilder zu finden ...


    stilemie schrieb:
    Wenn Du allerdings wissen willst wie unsere Gartennachbarn unseren "unordentlichen " Garten beurteilen........
    Sagen wir es mal so,ein bischen fragend wird schon geguckt,aber beschwert hat sich noch niemand.


    Danke Dir für Deine Rückmeldung. Das ist doch im Vergleich mit dem krassen Beispiel, welches ich genannt hatte, schon positiver :)


    Viele Grüsse
     
    AW: Erfahrungen in Schrebergarten- und Kleingartenanlagen bei Mulchauftrag

    Aus einer Dortmunder Kleingartenanlage sind mir die folgenden Hinweise durch den Vereinsvorstand bekannt: Zwischen einzelnen Stauden müsse ein sichtbarer Abstand sein ohne Bepflanzung (man müsse die geharkte Erde sehen), sonst wäre das nicht "ordentlich". Mulchmaterial aus Ernterückständen seien auch nicht "ordentlich" (auch wenn es gemäß Kleingartengesetz durchaus erlaubt ist). Bei einem großen Garten (über 500 qm) sei nur ein Komposter von ca. 1,5 qm Stellfläche erlaubt - größere Kompostflächen stellen "Müll" da - so viel könne ja gar nicht kompostiert werden - man müsse alle weiteren Materialien zum Bringhof bringen und dort entsorgen - schließlich solle ein Garten auch "ordentlich" aussehen ...
    Nach Kleingartengesetz ist das Entsorgen von Grünabfällen allerdings eigentlich verboten - nur kranke Pflanzenteile dürfen entsorgt werden.

    Das ist ja unglaublich :mad:. So züchten also einige Vereine regelrechte Steril-Hobbygärtner heran. Kein Wunder, dass viele Gärten heutzutage immer mehr wahren Chemielaboren gleichen und einbetoniert werden - nicht zu fassen :mad:

    Unsere Hauptwege im Garten haben wir mit Rindenmulch angelegt - es sieht wesentlich "ordentlicher" aus als Plattenwege, wo ständig "Unkraut" herausragt. Die Beete erhalten entweder natürlichen Gründünger oder werden mit Pflanzenrückständen oder Laub abgedeckt. Auch werden einige hohe Stauden stehengelassen.
    Wie kann ein Vorstand nur so gegen die Natur appelieren. Mir fehlen die Worte :confused:
     
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