Enthärtetes Wasser zur Gartenbewässerung

Jens85

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11. Juli 2020
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Hallo,

wir haben uns jetzt doch dazu entschieden den Abgang für das Gartenwasser mit enthärten zu lassen. Das heißt es wird mit einem Enthärter von 20 dh auf 4 dh enthärtet (Ionenaustausch). Dadurch wird ja viel Natrium freigesetzt.

Jahrelang haben wir das Leitungswasser für unsere Bewässerung verwendet, aber mit der Zeit ist alles weiß geworden (Zaun, L-Steine, WPC) weil es ja doch sprüht. Das ging halt nicht mehr. Es wird automatisch bewässert mit ca. 4.000 Liter pro Tag im Hochsommer und alle 3 Tage im normalen Sommer. Ein Teil des Rasens ist im Hang, hier haben wir zusätzlich eine Unterflurbewässerung

Verbrauch etc. ist nicht das Thema auch nicht Umsetzung. Es geht nur um die Frage wie schädlich das wirklich für den Rasen ist und den Japanischen Fächerahron der per Hunter Wurzelbewässerung bewässert wird. Da haben wir zwei. Einen im Beet und einem In nem Kübel 1x1x1 Meter der aber unten offen ist sozusagen. Das Wasser kann also ins Erdreich nach unten weg.

Jetzt gehen die Meinungen irgendwie auseinander. Für den Rasen hat man mir gesagt es reicht wenn man dann einmal im Jahr Kalkt und den Ahorn sollen wir auch Kalken (d.h. mit son nem Garten Gips) dann passt das schon.

Die gängigen AI Tools sagen mir super gefährlich alles geht kaputt ;)

Was denkt ihr, ist der Natriumeintrag wirklich schädlich? Oder wird das Natrium nach unten weg gespült?

Viele Grüße
Jens
 
  • Hallo Jens,

    die meisten unserer Gartenpflanzen sind salzempfindlich.
    Ich sehe da schon ein Problem, zumal Du von einem weißen Belag im Garten schreibst.

    Den Kalk im Wasser bzw. hohe Härtegrade halte ich gegenüber dem Salz für das geringere Problem. Für Moorbeetpflanzen kann aber auch das auf Dauer schwierig werden.

    Ob Kalkungen helfen, kann ich nicht sagen.
    Salze werden ins Grundwasser ausgewaschen, wenn mit Wasser gegossen wird, das wenig mit Salzen belastet ist.
     
  • Würde mich auch interessieren, wie groß der Garten ist.
    Im Sommer 4 cbm pro Tag bzw. alle 3 Tage ist schon eine ganze Menge.
     
  • Wir haben einen japanischen Ahorn ausgepflanzt seit 4 Jahren. Gewässert wurde der im Jahr nach der Pflanzung. Seitdem nicht mehr.
    Wenn du schon Bedenken wegen der Qualität des Wassers hast, dann schütte es doch nicht in völlig übertriebenen Mengen an Pflanzen, die es nicht brauchen!
     
    Wir haben schon so 600 qm rasen + eben noch ein par qm pflanzen. Das summiert sich dann halt. Deshalb die frage
     
  • Dann relativiert sich die Wassermenge etwas.
    Dennoch würde ich auch seltener und dafür mehr Wasser verteilen.
     
    Dann relativiert sich die Wassermenge etwas.
    Dennoch würde ich auch seltener und dafür mehr Wasser verteilen.
    Ja, das sind 9 Kubikmeter in der Woche.

    Im Ernst, was soll die Frage? Der Anschluss ist doch schon hergestellt. Selbst für das Haus und den Menschen sind 4 dh zuwenig und nicht empfohlen. Jahrelang wird alles weiß gewässert und die Nährstoff rausgespült…

    Ich würde empfehlen sich erstmal mit dem Garten und den Bedürfnissen zu beschäftigen…
     
    Das „weiße“ ist doch der Kalk aus dem harten Giesswasser gewesen.
    Jetzt, mit dem zu weich eingestellten Wasser, das zudem noch salzhaltig ist, dürfte es demnächst zu einer Bodenversalzung kommen, ähnlich wie bei Überdüngung. Und dann ist guter Rat teuer.
    Dann wächst da nur noch Strandhafer, Sanddorn und Queller. Wie an der Küste, an vorderster Wasserfront.
    Wir haben auch eine Wasserenthärtungsanlage, die auf Ionenaustausch basiert. Ausgenommen davon ist das Wasser in der Küche und das Gartenwasser. Die negativen Folgen sind zu gravierend.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Unser Rasen wird vielleicht (!) ein bis zweimal pro Sommer gewässert, aber nur bei richtig langen Hitzeperioden.
    Dann aber richtig!
    Er hat genügend Tiefwurzeln gebildet um trockne Zeiten gut zu überstehen, auch wenn er dann tlw. nicht mehr richtig „schön“ aussieht.


    Bei 4000 Litern pro Tag wundere ich mich nicht mehr, dass es jetzt schon im Mai Landkreise gibt die den sog. „Wassernotstand“ für verfügbares Trinkwasser ausrufen.
     
  • Ich kann es zum Teil verstehen, dass es für Einige unvorstellbar ist, im Sommer einen braunen Rasen ums Haus zu haben. Oft beruht das allerdings auch auf dem Unwissen, dass dieser dann nicht „kaputt“ ist, sondern nur in Dormanz geht und wieder kommt, sobald die Bedingungen besser werden.
    Aber selbst wenn man nicht ganz so radikal sein möchte, ist es im Eigenen Interesse, den Rasen auf weitestgehende Eigenversorgung zu erziehen. Spätestens, wenn die Gemeinde Giessverbot erteilt, steht ein Rasen, der es gewohnt ist, sich sein Wasser tief zu holen besser da, als einer, der mit dem Silberlöffel im Allerwertesten gefüttert wird. Und bei 600 qm macht das schon einen Unterschied.
     
    Bei angenommenen 900 qm mit Beeten (lässt sich leichter rechnen) also 10 mm. Im Sommer nicht viel.

    Ich wässere übrigens nur meine Kübelpflanzen, aber das ist hier ja nicht Thema.
    Beete kannst du so nicht rechnen. Da musst du meist häufig aber wenig wässern.
     
    Auch meine Beete werden nie bis ganz selten gewässert. Nur Neupflanzungen im ersten Jahr.

    Nur meine Kübelpflanzen werden regelmäßig gewässert, dafür habe ich aber insgesamt knapp 1000 Liter Regenwasser zur Verfügung.
     
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