Engerlinge im Pflanzsack

jalapa

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24. Juni 2016
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Braunschweig und Halle (Saale)
Ich habe dieses Jahr Kartoffeln im Sack angebaut, und zwar rote Emmalie und Afra. Das lief am Anfang sehr gut, aber irgenwann geriet dann das Ganze ins Stocken.

Gestern habe ich nun die Säcke geerntet, und ich habe zu meiner Überraschung in jedem Sack so ca. 15 Engerlinge gefunden. Bei Afra war der Ertrag ganz ordentlich, aber bei der roten Emmalie war er zum Abwinken.

Hat einer von Euch eine Idee, was ich gegen die Fresser tun kann, abgesehen von Gift oder Nematoden?
 
  • Naja, da habe ich mich blöd ausgedrückt. Ich meinte, wie kann ich verhindern, dass ich die Biester im Pflanzsack ansiedeln, wenn die Kartoffelpflanze noch drin ist, damit der Ertrag nicht beeinträchtigt wird?

    Ich habe die Säcke ausgekippt, und die Amseln hatten ein Festmahl.:grins: An die brauche ich keinen Gedanken zu verschwenden.

    Und nein, keine Kartoffelkäfer, es waren ganz eindeutig Maikäferlarven.
     
  • Okay...
    Wenn du die Kartoffeln im Sack hast, dann unterbrichst du den Zyklus ja wenn du den Sack leerst.
    Maikäferengerlinge leben ja so drei Jahre in der Erde...

    Vielleicht kannst du das Habitat ändern. Es gibt ja sicher einen Grund-den warscheinlich keiner so richtig kennt, warum sie sich genau dort angesiedelt haben.

    Hattest du Laub im Sack?
     
  • kartoffelkäferlarven leben ja AUF der kartoffel und sind da das problem und sind rot-orange, also scheidet eine verwechslung mit mai/junikäferlarven wohl aus.
    ich wüßte allerdings nicht, was man rein gegen eine eiablage tun könnte, die verdächtigen lieben halt feuchten humusreichen boden dafür...:mad:
    da das problem ja beseitigt ist, kannst du nur aufs nächste jahr hoffen....
     
    Billymoppel, das habe ich fast befürchtet. Und supernovae, ja, Laub war drin, damit die Erde schön locker wird. Das hatte die Bloggerin, bei der ich diese Anbaumethode gelesen hatte, so empfohlen.

    Ich überlege, dass ich nächstes Jahr die Kartoffeln wieder normal in die Erde bringe. Das wird aber mein letzter Kartoffel-Versuch sein. Ob nun die Wühlmäuse oder die Engerlinge die Ernte fressen, ist letztendlich auch egal. Inzwischen habe ich einen Bauern in meiner Nähe gefunden, der gute Kartoffeln in ca. 10 Sorten anbietet, wo ich direkt vom Hof kaufe. Falls ich mal etwas Selteneres haben möchte, ist Karsten Ellenberg auch nicht so weit von BS weg, und er hat viele Sorten und Bio-Qualität.
     
  • war es nicht die kartoffel, die brandenburg/preußen groß gemacht hat? :D
    hier bei uns in sachsen-anhalt, jedenfalls nicht im süden und nicht in der börde bei den weitesgehend guten böden und eher warmem klima wirst du kaum eine kartoffel auf dem feld finden :d
    vielleicht wäre etwas magereres substrat einen versuch wert - und möglicherweise finden das dann auch die maikäfer und ihre juni-verwandten nicht mehr so prall...:confused:
     
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