Ein weiterer Problemfall....

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16. März 2015
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Hallo, meine Name ist Mike, ich komme aus Frankfurt und genau dort stirbt mein Rasen/Wiese langsam vor sich hin.

Folgender Sachverhalt:

Ursprünglich ist das ein Rollrasen gewesen. Dieser ist acht Jahre alt und soweit ich es mitbekommen habe in der gesamten Zeit höchstens zweimal gedüngt worden.
Dieser Garten gehört zu unserer Wohnung. Bis zum 31.12.2014 war ein Gärtner mit der "Pflege" betraut.
Diese erschöpfte sich in ab und zu mal mähen, das heißt ratzeputz niedermähen damit er nicht zu oft kommen muss. Was also auch bedeutet das das Gras im Sommer oft von gut 30 cm auf "kurz vor Grasnarbe" gemäht wurde.
Da der Gärtner jetzt seinen Preis exorbitant erhöhen wollte, bei dem bisherigen Pflegezustand eine Frechheit, haben wir beschlossen das selber in die Hand zu nehmen.
Ich hänge mal ein paar Bilder dran um mal einen Eindruck der Problemzone zu vermitteln.

Der Garten besteht eigentlich nur noch aus Unkraut, Moos und Klee. Der Boden ist in einem Drittel des Gartens sehr nass (Nordseite des Hauses, ab ca. 12 Uhr schattig), der Rest bekommt genug Licht.

Am Wochenende hab ich mal zur ersten Hilfe mit dem Wolf-Streuer Blaukorn ausgebracht.
Angedacht ist nun: warten bis es etwas wärmer ist, dann mit einem Elektrolüfter den Boden bearbeiten und sehen was übrig bleibt.
Dann je nach Ergebnis Langzeitdünger aufbringen und dann im April/Mai eine Nachsaat - oder falls das Lüften unbefriedigend war Vertikutieren ( ich weiß die Meinungen gehen da schon fast klerikal auseinander) dann in dem feuchten Drittel Quarzsand einarbeiten, düngen und April/Mai nachsähen.

Jetzt bin ich auf Eure Meinung hierzu mal wahnsinnig gespannt.

Lg Mike 20150316_180044.webp20150316_180207.webp 20150316_180153.webp20150316_180143.webp 20150316_180133.webp20150316_180123.webp 20150316_180112.webp20150316_180106.webp 20150316_180052.webp20150316_180256.webp
 
  • Das sieht stellenweise wirklich gar nicht mehr schön aus - um es vorsichtig zu sagen. :(

    Hast Du schonmal darüber nachgedacht, eine Komplettrenovierung zu machen - also komplett neu einzusäen oder (im Sandwichverfahren) neuen Rollrasen zu legen? Oftmals ist es nämlich anstrengender und langwieriger, einen kaputten Rasen aufzupäppeln als einen komplett neu anzulegen.

    LG SunStar
     
    Hm....sehr pflegebedürftig.
    Also Aufwand wird das in jedem Falle. Man muss sich eben entscheiden....Neuanlage oder Regeneration.
    Ein großer Fehler war schon mal das Mähen in langen Zyklen. Das Gras wird hierdurch extrem geschwächt und wenn dieses Mähen dann auch noch durch Mulchmähen geschah, wars ganz falsch um einen Rasen zu erhalten.
    Der nächste Punkt ist das Düngen. Blaukorn etc. ist für mich nur eins...billig. Es verstärkt in kurzer Zeit extrem das Wachstum der Gräser, hat aber sonst keine besondere Wirkung. Ich empfehle Langzeitrasendünger für die jeweilige Jahreszeit, Frühjahr, Sommer, Herbst. Die Düngeanteile werden durch spezielle Umhüllung des Düngers nach und nach über einen Zeitraum von ca. 2- 3 Monaten abgegeben. Weiterhin wird das Breitenwachstum und die Wurzelbildung unterstützt.
    Im falle einer Regeneration würde ich die Fläche kreuz und quer vertikutieren und dann Rasen nachsähen.
     
  • Also ich denke, in erster Linie kommt es natürlich auf die eigenen Ansprüche an. Aber so wie ich das sehe, ist das gar nicht so dramatisch. Ein wenig Geduld sollte man natürlich schon haben. Also innerhalb weniger Wochen wird das nicht.

    Ich würde einfach etwas öfter mähen, aber die Halme etwas höher stehen lassen und vor allen, regelmässig düngen und wässern. Viele Unkräuter wie bsw. Klee und vor allen das Moos verschwinden lt. unseren Erfahrungen allein durch düngen. Da muss man gar nichts mehr dazu tun.
     
  • Hallo,
    erstmal vielen Dank für die Antworten.

    @SunStar: Ich hatte vergessen zu schreiben, dass dieser Garten zur gemieteten Wohnung gehört. Ich werde ich hier nicht in Rollrasen investieren.
    Gartenarbeit, jetzt steinigt mich nicht, ist für mich körperlicher Ausgleich. Von daher scheue ich mich nicht vor dieser Arbeit.

    @firewood2013: das Aufbringen von Blaukorn war nur als erste Hilfe gedacht und um zu sehen wo sich in Sachen Rasen überhaupt noch was bewegt. Ich habe die Hoffnung, das sich durch die Blaukorngabe bis zum eigentlichen Starttermin für die ganze Aktion so um Ostern herum ein genaueres Bild ergibt. Für dieses "herauskitzeln" ist mir der Langzeitdünger zu schade, dieser soll ja dann erst beim/nach dem vertikutieren eingebracht werden. Die Neuaussaat wäre dann für ca. Mai angedacht, je nach Wetterlage.

    @aLuckyGuy: Meinst Du kräftig düngen schon jetzt oder erst nach dem vertikutieren? Oder sollte jetzt erstmal mit der Lüfterwalze (nicht mit der Vertikutierwalze) der Boden bearbeitet werden und dann Langzeitdüngerdrauf? Gegen Ostern vertikutieren und den Boden bis Anfang Mai ruhen lassen und dann wenn´s warm genug ist Neuassaat?

    Lg Mike
     
    Okay, in einer Mietswohnung ist das ja nur zu verstehen, dass man da keinen Rollrasen legen (lassen) will.

    Dann würde ich so vorgehen:

    1. Vertikutieren (einmal längs und einmal quer)
    2. Dünger verabreichen - idealerweise mineralisch-organischen
    3. Abwarten
    4. Schauen: Wieviel Unkraut kommt? Ggf. Rasenunkrautvernichter anwenden. (Dafür müsste es dann mind. Anfang Mai sei, dass es richtig schön wächst.)
    5. Nachsaat

    Schöne Grüße
    SunStar
     
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