die App für den Rasen

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niwashi

Guest
wir waren heut mit unseren Meisterschülern beim Rasenblogger ... war nicht nur interessant sondern auch recht informativ ...

hier noch eine für Euch interessante Neuigkeit: die Rasen-Mondphasen-App für iPhone und Android-Handys:

http://www.schwab-rollrasen.de/app

n.
 
  • Und wenn der Rasen Wasser braucht, unbedingt regelmäßig Regentänze aufführen! ;)

    mein Beitrag war rein fachlich und nicht zur Belustigung von pubertierenden Wochenendgärtnern gedacht!

    Wir konnten uns im Betrieb davon überzeugen, wie Rasenblogger arbeitet ... und so ganz nebenbei - er produziert teilweise auf Feldern ohne (!) Bewässerung

    n ....
     
  • Nun ja, dieses Vertrauen auf die Kraft des Mondes hat so einen anthroposophischen Hauch.
    Ich hätte jetzt angenommen, dass der Rasenblogger eher auf Liebig, als auf Steiner vertraut.
    Wie ich lese, gibt es neben den sehr guten Erfahrungen der Demeter-Bauern keinen echten wissenschaftlichen Beweis.

    Viel spannender ist ja die Frage nach dem Rasenanbau ohne Beregnung. Das funktioniert tatsächlich?
    Ist das ein Exportschlager für niederschlagsarme Regionen?
     
    Liebig und Steiner schließen sich ja nicht aus ... nicht umsonst propagiert er seinen mineralisch-organischen Dünger!

    es ist eine besondere Mischung bekannter Grasarten, die tiefgündig bis in eine tiefe von 1,5m (!) wurzeln können ...

    n.
     
  • Tiefgründiges Wurzeln? Der Gedanke ist nicht neu. Ich erinnere mich an den Nachbarn meiner Eltern, der seinen Rasen in den 60ern bereits nie wässerte – eben mit diesem Argument auf den Lippen, dass ein „wasserverwöhnter“ Rasen nicht anständig wurzeln würde. Damals hatte ich Rasen noch nicht so richtig im Blick, um mich jetzt erinnern zu können, ob er damit auch wirklich im Hochsommer durchgekommen ist. Auf jeden Fall war das Thema Unkraut eher nebensächlich…ja, ja im Osten war in dieser Zeit auch alles irgendwie knapp. Selbst Schnecken, Spinnenmilben und erst diese Miniermotten waren kaum zu kriegen…

    Liebig und Steiner im selben Atemzug? Ich weiß zu wenig über Steiner und seine Einstellung zu künstlichem Dünger – aber ich finde es ausgesprochen clever (oder korrekter: vernünftig), wenn sich ein Hersteller für Rasen (der ja nicht gerade die pole position für ökologische Flächennutzung hält) Gedanken macht, wie sich dieses „Produkt“ so umweltverträglich wie möglich, in der gewünschten Form anlegen und erhalten lässt.

    Vielleicht probiere ich für die Juni Düngergabe nicht gleich den Mondstand, aber dafür die organisch-mineralischen Erfahrungen des Rasenbloggers.
     
    mein Beitrag war rein fachlich und nicht zur Belustigung von pubertierenden Wochenendgärtnern gedacht!

    Dann war dein Vorhaben leider nicht von Erfolg gekrönt.

    Tschuldige, aber solange mir niemand die Verwandtschaft von Pflanzen zu Werwölfen darlegen kann, kann ich über Beachtung der Mondphasen nur schmunzeln.
    (Landwirtschaftliche Nutzung des Wattenmeeres einmal ausgenommen, aber das hat ja nun mal ersichtlich andere Gründe...)

    Und mit meiner Pubertät hat das herzlich wenig zu tun. Selbst damals habe ich nicht an Werwölfe geglaubt! ;-)

    Dass der liebe Rasenblogger in vielen Ansichten die er kämpferisch und unter Nutzung von Selbstzitaten fast schon propagandistisch vertritt, teilweise kräftig daneben liegt, dürfte jedem ernsthaft wissenschaftlich interessierten Rasenliebhaber schnell klar werden.

    Seine fachlichen Fähigkeiten in Sachen Rasenzucht mag ich dabei nicht in Frage stellen. Schließlich liest man von ihm auf der anderen Seite auch viele sehr sinnvolle Beiträge...
     
    nochmals: ich bin kein Anhänger der Mondphasen-Philosophie, aber wenn einem anschaulich die Veränderungen gezeigt werden, kommen auch "Realisten" wie ich ins grübeln ...

    n.
     
    Lieber Tobi, es ist Dir natürlich unbenommen, über Leute zu schmunzeln, die an die Kraft des Mondes glauben. Aber hast Du Dir auch wirklich genug Zeit genommen, etwas darüber zu lesen?
    Manches sollte Dich vor dem Schmunzeln stutzig machen. Du wirst zugeben, dass die Gravitationskraft des Mondes nicht unerheblich ist.

    http://frankfurter-beete.de/2014/02/saeen-und-pflanzen-nach-dem-mondkalender/

    In diesem Artikel wird ohne Angaben von Quellen behauptet, dass es in Abhängigkeit der Mondphasen einen Einfluss auf die Pflanzensäfte und es bei Vollmond einen Wachstumsschub gibt.

    Wir müssen das nicht unnötig vertiefen – ich denke nur, dass Du voreilig über die Kraft des Mondes urteilst und die Stellen an denen sie wirkt… Ich werde auch morgen ohne Rücksicht auf den Mond pflanzen, aber sich über dieses Thema mal zu belesen, scheint mir keine vertane Zeit zu sein.
     
  • Ich denke mit ein wenig mittelprächtigen Kenntnissen der Physik sollte jedem sehr schnell bewusst werden, das man diesen Esotherikquatsch auch ohne eingehende Literatur zu Mondkalendern ins Reich der Mythen und Märchen verbannen kann.

    Pflanzensaft der durch den Mond angezogen wird? Echt jetzt? Läuft bei Vollmond auch dein Bierglas über?

    Ich möchte niemanden persönlich angreifen oder mich über jemanden lustig machen.
    Aber bevor man Zeit aufbringt um sich Literatur zum Mondkalender anzusehen, sollte man sich vielleicht vorher mal sein altes Physikbuch aus der Schule zu Gemüte führen. Das ist wahrscheinlich sinnvollere Zeitverwendung.

    P.s.: "Glauben" kann man natürlich an vieles... Es heißt ja so schön "der Glaube hat ihnen geholfen"...
     
  • Lieber Tobi,
    unter uns: Ich bin gar nicht sicher, ob dass Gärtnern nach dem Mondkalender der Weisheit letzter Schluss ist.

    Aber andererseits gab es eine Zeit, in der in den Büchern stand, dass die Welt eine Scheibe ist, um die sich die Sonne dreht. Falls Du die Welt für Dich erklärt hältst, wenn bei Vollmond Dein Bierglas nicht überschwappt, dann ist das vollkommen in Ordnung. Ich glaube nicht, dass Du Leuten ernsthaft zu nahe trittst, wenn das Thema für Dich mit diesem Statement erledigt ist und Du allen empfiehlst möglichst gleiches zu tun.

    Spannend bleibt: Dass ein wirklich erfolgreicher Hersteller von Rollrasen auf die Ausnutzung der Mondphasen setzt. Bevor man da ein Urteil fällt, sollte man (finde ich) mal nachschauen, was es damit eigentlich auf sich hat.

    Übrigens: Bei genauerem Hinsehen (finde ich), sind die Kritiker der Mondphasengärtnerei , die sich im Netz etwas umfänglicher zu dieser Fragestellung äussern, auch nicht in jedem Falle unanfechtbar.

    Prinzipiell wäre mir an Stelle Deiner Literatur-Empfehlung eines alten Physikbuchs Goethes Faust um vieles lieber… zum Beispiel diese Zeile: „…daß ich nicht mehr mit sauerm Schweiß, zu sagen brauche, was ich nicht weiß; daß ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält…“
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Prinzipiell wäre mir an Stelle Deiner Literatur-Empfehlung eines alten Physikbuchs Goethes Faust um vieles lieber… zum Beispiel diese Zeile: „…daß ich nicht mehr mit sauerm Schweiß, zu sagen brauche, was ich nicht weiß; daß ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält…“

    Vorneweg: Ich persönlich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Mondphasengärtnerei einen Effekt hat. Andererseits heißt es - sozusagen ergänzend zu Goethe - schon bei Shakespeare: "Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio."

    Schöne Grüße
    SunStar
     
    Ihr merkt aber schon selbst, dass die Pro-Argumente immer mehr ins "Glauben" abdriften.

    Grundlagen des Glaubens kann man weder beweisen noch widerlegen.

    Deswegen könnte ich den Ball auch an "Gecko" zurückspielen und sagen: "wer das beweist, hat gewonnen!"

    Parzival, du musst kein altes Physikbuch nehmen. Kannst auch gerne ein neues benutzen.

    Wenn sich ein Landwirt, sei es ein Förster oder Rasenzüchter, auf solche Mythen verlässt, kann das aber sehr wohl positive Einflüsse haben. Das bezweifle ich nicht.
    Der Grund dafür liegt dann aber nicht am Mond, sondern daran, dass solche Landwirte in der Regel wesentlich sorgsamer und überlegter mit ihren Erzeugnissen umgehen.
     
    Lieber Tobi, vielleicht muss ich Dir an dieser Stelle mal ganz behutsam den Zahn mit diesem Physikbuch ziehen.

    Wahrscheinlich haben wir ja ganz unterschiedliche Vorstellungen von einem Physikbuch und Dir schwebt das Büchlein aus der Schulzeit vor, in dem vielleicht mit der Gravitation des Mondes und seiner Wirkung auf bestimmte Massen herumgerechnet wurde. Wir sind uns einig – ein Bierglas wird bei Vollmond nicht überschwappen und bei Neumond wahrscheinlich auch nicht. Weil… und das ist der tückische Fehler, der Mond selbst mit dieser ganzen Geschichte offenbar nur bedingt zu tun hat.

    Der Mond ist jeden Abend da, nur eben in unterschiedlicher Beleuchtung. Die selbe Masse, der selbe Abstand… Jetzt kommen die Astrophysiker auf den Plan, die von der zweimal im Monat stattfindenden Springtide beeindruckt, doch irgendwie „festgestellt“ haben, dass eine spezielle Konstellation von Sonne-Mond-Erde eine erheblich stärkere Wirkung auf die Gezeiten hat.

    Wenn das in dem von Dir empfohlenen Physikbuch so glasklar erblättert werden kann – dann wäre das schon mal kein schlechtes Physikbuch…

    Bis zu dieser Stelle ist „Gottvertrauen“ noch nicht erforderlich… In der Mondholzfrage ziehst Du Dich auf die landläufige Meinung der „Zweifler“ zurück, dass diese Holzanbieter meistens bessere Qualitäten anbauen und diese wiederum dann mühelos als „wertvolles“ Mondholz vertickt werden können…

    Offengestanden fällt es mir schwer, an die höhere „Elastizität“ oder was immer die Qualität dieses Holzes ausmacht – zu glauben. Aber ich sehe auch keinen ernsthaften Ansatz, der mit dem Mondholz-Mythos aufräumt.

    Neben dem Rasenbeispiel gibt es ja noch zahlreiche Untersuchungen der Fraktion „Biologisch-dynamische Landwirtschaft“, deren Ergebnisse zwar „belächelt“, aber doch irgendwie nie mit ernsthaftem Ehrgeiz widerlegt wurden. Der Ansatz, so mein Eindruck, ist doch nicht schlecht.

    Abgesehen vom Mondholz, kann ich bei dieser Mondgärtnerei kein ausgesprochenes Profitstreben erkennen. Das macht die Angelegenheit mehr als sympathisch. Wer nimmt daran Schaden? ... haben die Zweifler wirklich schlüssige Argumente in der Hand?
     
    ... haben die Zweifler wirklich schlüssige Argumente in der Hand?


    Genausoviele wie die "Gläubigen", also nicht viele.
    Bei Aussaat usw. richte ich mich auch nicht nach dem Mond,
    weil ich hab halt net immer Zeit, wenn der grad Zeit hat, aber das mit dem Holz lass ich mir nicht ausreden.
    Dafür kenn ich zu viele Leute, die ihre Brötchen mit Holz verdienen - sei´s Kunst oder Handwerk.

    Grüße
    Stefan, der jetzt mal den Mond suchen geht...
     
    Der Mond ist jeden Abend da, nur eben in unterschiedlicher Beleuchtung. Die selbe Masse, der selbe Abstand… Jetzt kommen die Astrophysiker auf den Plan, die von der zweimal im Monat stattfindenden Springtide beeindruckt, doch irgendwie „festgestellt“ haben, dass eine spezielle Konstellation von Sonne-Mond-Erde eine erheblich stärkere Wirkung auf die Gezeiten hat.

    Ich kann weder ein "Für" noch ein "Gegen" erklären.

    Aber neben der o. g. Variante kann ich mir sehr gut vorstellen, dass bestimmte Mondkonstellationen mehr bewirken können als nur die Wirkung auf Gezeiten.....

    Ich habe jetzt mal bewusst das Wort "Glauben" vermieden. ;)
    Natürlich gibt es keinen Beweis dafür, dass es so ist. Es gibt aber auch keinen dagegen.....
     
    Natürlich gibt es keinen Beweis dafür, dass es so ist. Es gibt aber auch keinen dagegen.....

    Nun gut, üblicherweise ist schon erstmal der in der Beweispflicht, der eine Theorie durchsetzen will. Der kann nicht einfach sagen: Bis zum Beweis des Gegenteils hab' ich recht. Ansonsten sind wir hier alle von der Existenz von Russels Teekanne überzeugt?!
     
    Teufel auch – jetzt hat Tobi womöglich Stephen Hawking für sich entdeckt oder gar Typen, wie Ken Wilber…

    Lieber Tobi, ich vermute, dass Du inzwischen auf den viel zitierten Satz Einsteins gestoßen bist, der da lautet: „Die Quantenmechanik ist sehr achtunggebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, daß das noch nicht der wahre Jakob ist. Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß der Alte nicht würfelt.“
    Das war 1926 und mit dem „Alten“ ist Gott oder der Schöpfer gemeint.

    Du wirst verstehen, dass ich Deine Empfehlung - ein Bierglas bei Vollmond zu beobachten und mal in ein neues oder altes Physikbuch zu schauen, im vagen Wissen um die Einsteinschen Zweifel, schon recht selbstbewusst fand.

    Schwamm drüber! Zwischen den ewig gleichen Fragen nach dem richtigen Dünger und einem wirksamen Mittel gegen Poa Anua, fand ich den Seitenblick auf die Mondgärtnerei sehr erfrischend.

    Lieber SunStar – offenbar ist die Geschichte ja ganz anders. Die Mondgärtner erfreuen sich üppigerer Erträge und die Mondgärtnergegner halten das für Humbug. Warum sollten sich die Mondgärtner da die Mühe machen, den Gegnern dieser Theorie irgendetwas zu beweisen? Die haben doch die dicken Radieschen.

    Zitat aus einer Studie von Dr. habil. Hartmut Spieß - Institut für Biologisch-Dynamische Forschung

    Der Mondeinfluss auf dem Prüfstand der Wissenschaft


    Radieschen im aufsteigenden Mond säen?
    Das Radieswachstum zeigte sich wie die Bohnen am stärksten abhängig vom auf und
    absteigenden Mond, aber auch von der Vollmond- und Erdnähestellung. Am
    besten wuchsen die Radieschen bei Aussaaten in der ersten aufsteigenden
    Mondperiode (+ 9 %) sowie zur Erdnähe (+20 %). Demgegenüber waren die Erträge
    bei Aussaat zu Vollmond am niedrigsten (-11 %). Allerdings wiesen diese Knöllchen
    die beste Haltbarkeit auf. Beim Blatt unterschieden sich die Höchsterträge bei
    Aussaat zum Mondtiefststand (+11 %) von den Tiefsterträgen zur Erdferne (-13 %).


    Was müsste an dieser Stelle jetzt noch bewiesen werden?
     
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