Das Dilemma mit dem Sichtschutz: Sommer dicht, Winter kahl?

  • Ich suche etwas, das im Winter bleibt, aber den Zaun nicht bei der ersten Böe umknickt.
    Dieser Satz lässt mich fragen, wie stabil denn der Maschandrahtzaun ist. Die Maschendrahtzäune, die ich kenne, halten sehr viel aus. Habe auch schon gesehen, wie so ein Zaun ein Auto aufgefangen hat. Klar, er war danach kaputt, aber er hat das Auto aufgehalten.

    Oder ist es so, dass bei 80 m da einfach zuviel Winddruck entsteht? Eine Hecke ist nicht möglich? (Ich weiss, du würdest Lebensbäume schätzen, aber bei 80 m Länge zögerst du doch, @David Greiner.) Hainbuche oder Rotbuche ginge auch, wenn es im Winter nicht zwingend vollkommen blickdicht sein muss. Sonst würde auch noch Eibe gehen (die wäre wenigstens einheimisch gegenüber Thuja).
     
  • Die Maschendrahtzäune, die ich kenne, halten sehr viel aus.

    Wenn sie alt sind, können sie ziemlich marode sein - Drahtgeflecht teilweise durchgerostet und bodennah Löcher in den Pfosten.
    Sind dann noch die Fundamente im Eigenbau "sparsam" angelegt, spricht das einer kräftigen Berankung entgegen.

    Auch die Laufrichtung des Zauns ist von Bedeutung, wie Du schreibst. West-Ost ist am wenigsten windanfällig.
     
  • Wenn du im Sommer Sichtschutz hast, reicht das doch.

    Ist der Sichtschutz zu öffentlichen Wegen und Straßen, oder zum Nachbarn ?

    Man sieht von einer Straße ja nur in ein Zimmer wenn es drinnen hell ist und draußen dunkel. Das heißt, da kann ich ja meine Rollladen runter lassen oder die Vorhänge zu ziehen.......
    Ich möchte im Garten sein, ohne 270 Grad Begaffung(belebte Straße, Nachbar links und NB rechts) zu haben.
     
  • Hast Du Sandboden ? Das würde bei fehlender Düngung ebenfalls für das mickrige Wachstum sprechen.
     
  • Ist das Grundstück neu erworben? Der plötzliche Wunsch muss ja irgendwann entstanden sein.
     
  • Wieviel Windlast ein bewachsener MDZ verträgt, hängt von diesen Faktoren ab:
    • Höhe
    • Pfostenabstand
    • Pfostenstärke/Durchmesser
    • Fundamentgewicht, -tiefe und Verzahnung mit dem Erdreich
    Kann man alles ausrechnen – Baumarktpfosten sind eher ungeeignet.

    Zaunlänge hat keinen wesentlichen Einfluss
     
    Mir ist eingefallen, ich habe kürzlich bei ihnen Hornspäne verteilt, hat bislang nicht viel gebracht.
    Immer mit der Ruhe. Hornspäne müssen erst einmal von den Mikroorganismen des Bodens umgesetzt werden, sie sind also eher ein Langzeitdünger.

    Zum Thema Mineralboden: Es ist eine Frage der Höhe (oder besser Tiefe.)
    Ganz in der Tiefe findest du je nach Boden Lehm, Sand, usw, erst im oberen Bereich findest du Humus und das reiche Bodenleben. Aber je nachdem, was drunter liegt, sammelt sich das Wasser (bei Lehm) oder sickert sofort weg (bei Sand) in die Tiefe.

    Wenn du die oberste Schicht mit Mulch abdeckst, dann förderst du die Humusbildung. Ohne Humus kein Wachstum. Guten Mutterboden/Humus von anderen Standorten/käuflich erworben kann man natürlich ausbringen, aber auf lange Sicht ist der Mulch dein Freund.


    Und nochmal zum Anfang zurück:
    Denke dran, dass Efeu zum Wachsen lieber Schatten als Prallsonne mag.
     
    Hast du Beweise für deine Behauptung?

    Pyromella hat schon wichtige Punkte genannt.

    Sowohl Lehm- als auch Sandboden lassen sich mit Humus und Mulch, der im Laufe der Zeit zu Dauerhumus wird, verbessern.
    Bei Lehmboden wirkt der Humus nachhaltiger durch eine reichhaltige Bildung von Ton-Humus-Komplexen. Sandboden beinhaltet weniger Lehm, also auch weniger Ton und somit werden weniger Ton-Humus-Komplexe gebildet.
    Gegenüber Lehmboden hat Sandboden eine geringere Wasser- und Nährstoffkapazität.

    Daher meine Frage, ob Du bei den mickrigen Hain- oder Rotbuchen Sandboden anstehen und mit Humus und Mulch verbessert hast.
     
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