Calcium = Rasenkalk?

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Hallo!

Habe überlegt, ob ich dieses Jahr den Tomaten etwas Calcium mit ins Pflanzloch geben soll. Dafür würde ich dann etwas Dolomitkalk besorgen müssen. Oder kann ich auch den Kalk nehmen, mit dem ich den Rasen-Ph anhebe???
:confused:
Falls nein, warum nicht?

Sorry, falls das eine blöde Frage ist. Bitte seid so nett und antwortet trotzdem...
 
  • Beides: Ja.
    Bedenke jedoch, das in handelsüblichen Kunstdüngern schon Calcium enthalten ist (bei einigen mehr, bei anderen weniger) und das bei allzu großzügigem aufkalken andere Elemente wie z.B. Eisen nicht mehr in ausreichendem Maße aufgenommen werden können.
     
    Hallo tihei und vielen Dank für deine Antwort.
    (Obwohl ich
    nicht ganz verstehe...? Das erste Ja hab ich jedenfalls kapiert ;))

    Ich werde die Tomaten in große Töpfe setzen mit weitgehend unvorgedüngter Erdmischung (ok, etwas Kompost ist schon dabei) und meinen eigenen Dünger (fertofit Gartendünger) dazumischen. Auf diesem Dünger steht nichts von Calcium.
    Im lezten Jahr hatte ich im Hochbeet Probleme mit BEF. Ich weiß, dass das meist nicht von einem Calciumdefizit im Boden herrührt, aber ich wollte halt sichergehen, dass diese Ursache schonmal ausgeschlossen ist.
    Also werde ich dann zur Sicherheit etwas (wieviel?) Rasenkalk dazumischen.
     
  • Zum Kalziumgehalt von „Fertofit“ kann ich nichts sagen; ein Dünger mit Nährstoffdeklaration 7+3+6 (gegoogelt) führt den Tomaten aber nur vergleichsweise wenig Kalium hinzu (die „6“ bezeichnet den Kaliumgehalt) und vergleichsweise viel Stickstoff („7“).
    Vielleicht läst sich der Kalziumgehalt beim Hersteller in Erfahrung bringen…?
    Näheres zur Düngung:
    http://www.hausgarten.net/gartenforum/tomaten/63197-wann-tomaten-duengen.html
    Ich behaupte mal, das mit relativ gesehen weniger Stickstoff und mehr Kalium generell bessere Früchte zu erzielen sind.

    Es wäre zweckmäßig, Kalium, Kalzium und Magnesium zu ergänzen, wobei Komposterde an sich schon viel verfügbares Kalium (und Phosphor) enthält.
    Dolomitkalk enthält Kalzium und Magnesium in einem brauchbaren Verhältnis.
    Für ein Kilo Tomaten düngt man ~2gr CaO. Erwartet man optimistische 5kg Früchte pro Pflanze, so ist man rechnerisch schon mit 20gr Dolomitkalk pro Pflanze auf der sicheren Seite. Wer also jedes Jahr 100gr pro Quadratmeter ausbringt, macht im Hinblick auf Blütenendfäule nichts falsch. Theoretisch zumindest, man lese diesen Kommentar zur Diskussion über Blütenendfäule bezüglich Stickstoffdüngung:
    http://www.hausgarten.net/gartenforum/tomaten/50555-tomatenzoeglinge-2012-a-51.html#post1023744

    Kalzium findet sich in der Tomatenpflanze hauptsächlich in den Blättern und nur geringfügig in der Frucht. Wer also durch ungeschickte Stickstoffdüngung hauptsächlich Tomatenblätter „anbaut“, benötigt neben der größeren Menge Wasser auch mehr Kalzium im Boden für die gleiche Menge Früchte.
     
  • Tihei,

    vielen Dank für die vielen Infos und Links, du hast ja echt den Durchblick!
    Werde mir in Ruhe alles zu Gemüte führen.

    :D:D

    Mein Substrat für die Töpfe besteht ungefähr aus 2-3 Teilen Kokosfaser, 2 Teile Blumenerde, 1 Teil Kompost, etwas Perlite.
    Wenn ich jetzt den Kaliumanteil erhöhen wollte, wie könnte ich das denn am besten anstellen? Ich möchte gerne möglichst "bio" bleiben.
     
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